Insulaner auf Wangerooge stimmen über Grundstücksverkauf für Hotelneubau ab

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Auf Wangerooge wird über ein touristisches Großprojekt gestritten: Soll die Gemeinde ein Grundstück verkaufen und so Platz für ein geplantes, größeres Hotel an der Strandpromenade schaffen? Nun stand ein Bürgerentscheid an.

Auf Wangerooge waren am Sonntag rund 1000 Insulaner aufgerufen, in einem Bürgerentscheid über den Verkauf eines Gemeindegrundstücks an der Oberen Strandpromenade abzustimmen. Auf der Fläche, auf der zurzeit die Kurverwaltung in älteren Gebäuden untergebracht ist, plant ein Investor früheren Angaben zufolge ein Hotel mit mehreren hundert Betten. Eine Bürgerinitiative hält das Projekt in seiner bislang geplanten Form auf der rund 1200 Einwohner zählenden ostfriesischen Insel für überdimensioniert und strebte den Bürgerentscheid an.

Die Inselgemeinde betonte in einer Mitteilung, es gehe bei dem Entscheid zunächst nur um die Veräußerung des Grundstücks - nicht um die Befürwortung oder Ablehnung eines bestimmten Hotelprojekts. Der Entscheidungsprozess darüber, ob und wie groß ein mögliches Hotel auf dem Grundstück entstehen soll, sei noch nicht abgeschlossen. Der Gemeinderat der vorangegangenen Amtszeit hatte sich zwar grundsätzlich für einen Hotelneubau auf der Fläche ausgesprochen. Seitens des neuen Gemeinderates gebe es aber noch keinen Beschluss zu dem Hotelkonzept, teilte die Gemeinde mit.

Damit der Bürgerentscheid verbindlich ist, müssen mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen. Ein Entscheid gegen den Verkauf des Grundstücks wäre laut der Gemeinde für die nächsten zwei Jahre bindend. Ein Ergebnis wird für den Sonntagabend erwartet. Der Neubau der Kurverwaltung werde unterdessen unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids geplant und vorangetrieben, teilte die Gemeinde mit. (dpa)


 

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