Investorensuche für Hotelprojekt im oberbayerischen Mittenwald

| Hotellerie Hotellerie

Die Frankfurter Oreda GmbH hat die Restrukturierung eines insolventen Hotelprojekts im oberbayerischen Mittenwald abgeschlossen und mit der Vermarktung an Endinvestoren begonnen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, erfolgt die Suche nach einem Käufer im Auftrag des Insolvenzverwalters. Das Vorhaben, das ursprünglich unter dem Namen „Silva Mountain“ geführt wurde, wird nun als Mountain Resort Mittenwald am Markt positioniert.

Das Projekt befindet sich in einer Hanglage oberhalb des Ortes mit Blick auf das Karwendelgebirge. Nach der Insolvenz der ursprünglichen Projektgesellschaft galt das Vorhaben aufgrund struktureller Hindernisse zunächst als schwer vermittelbar. Laut Mitteilung identifizierte Oreda gemeinsam mit der Hamburger Transaktionsberatung aedis Consult und der Rüsselsheimer E+P Gruppe die Problemfelder, um eine wirtschaftliche Tragfähigkeit für künftige Betreiber und Investoren herzustellen.

Ein wesentlicher Aspekt der Neuausrichtung war die baurechtliche Optimierung in Abstimmung mit der Marktgemeinde Mittenwald. Nach Angaben des Unternehmens wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen angepasst, um die Zimmerkapazität zu erhöhen. Erst durch diese Erweiterung sei ein wirtschaftlicher Hotelbetrieb möglich geworden, was die Grundlage für die nun laufende Ansprache potenzieller Betreiber bilde.

„Der Fall zeigt exemplarisch, wie wichtig die Verbindung verschiedener Disziplinen ist, um Werte zu erhalten“, sagt Dr. Christopher Yvo Oertel, Geschäftsführer von Oreda. Sein Kollege Dr. Daniel Landgraf ergänzt: „Wenn es wie hier gelingt Kapitalstruktur, Betreiberanforderungen, Baurecht und Immobilienkonzept zusammenzuführen, entstehen auch aus schwierigen Ausgangssituationen tragfähige Lösungen“.

Für den weiteren Fortgang sucht Oreda einen Investor, der das Projekt erwirbt und die Fertigstellung finanziert. Erst nach der baulichen Vollendung soll das Objekt langfristig an einen Betreiber übergeben werden. Laut Oreda stößt das Konzept aufgrund der Lage in einer Tourismusregion der bayerischen Alpen bereits auf eine positive Resonanz.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Vom ehemaligen Bürogebäude in Berlin bis zum Neubau auf Sylt: Limehome setzt bei seiner Expansion auf unterschiedliche Immobilientypen. Bis 2030 will das Unternehmen 25.000 Einheiten unter Vertrag haben.

IHG Hotels & Resorts plant ein neues Vignette-Collection-Hotel im Zentrum von Madrid. Das San Bernardo soll im März 2028 mit 67 Zimmern eröffnen und das spanische Luxus-Portfolio des Konzerns auf 21 Häuser erweitern.

Die österreichische Hotelgruppe Cooee alpin erweitert ihr Portfolio von drei auf fünf Hotels. In Kaprun läuft der Umbau eines bestehenden Hauses, zugleich entsteht in Bad Goisern bis Dezember 2027 ein Neubau mit 78 Zimmern.

Das familiengeführte Flemings Mayfair Hotel in London feiert sein 175-jähriges Jubiläum. Das im Jahr 1851 von Robert Fleming errichtete Anwesen gehört zu den ältesten unabhängigen Hotels der britischen Metropole.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat ihr neues Fünf-Sterne-Resort in Salò am Gardasee offiziell eröffnet. Das Investitionsvolumen für das Mixed-Use-Projekt beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro.

Arabella Hospitality übernimmt den Betrieb des neuen Hotels Moxy Munich South im Münchner Stadtquartier The Source. Die Fertigstellung des 164 Zimmer umfassenden Hauses ist für das Jahr 2028 geplant.

Auf dem Ostkinberg in Scheidegg ist ein Wellness-Hotel mit rund 120 Zimmern und Suiten geplant. Laut Allgäuer Zeitung soll es Teil der Lerch Genusswelten werden; Geschäftsführer Thomas Lerch äußerte sich gegenüber der Zeitung zu dem Projekt.

​​​​​​​Alle acht Seminaris-Hotels durchlaufen einen Betreiberwechsel. Vier Häuser seien bereits zum 15. September 2026 an die Belvilla Deutschland GmbH übergegangen und werden bereits als Sunday-Hotels vermarktet. Die übrigen vier sollen zum 1. Oktober folgen. Das bestätigte Seminaris auf Anfrage von Tageskarte.io.

Der Hotelverband Deutschland sieht in den neuen Booking.com-Zusagen einen Fortschritt, will ihre Wirkung aber in der Praxis prüfen. IHA-Präsident Otto Lindner stellt insbesondere Fragen zum Genius-Programm.

Die EPH Group plant im Mittelburgenland ein Fünf-Sterne-Resort mit rund 300 Betten. Der Grundstückserwerb setzt insbesondere eine rechtskräftige Baubewilligung voraus.