Italienische Wettbewerbsbehörde leitet Untersuchung gegen Booking.com ein

| Hotellerie Hotellerie

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat nach eigenen Angaben ein Verfahren gegen Booking.com eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf unlautere Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit den Sichtbarkeitsprogrammen auf der Online-Plattform. Wie die Behörde bekanntgab, stehen insbesondere die Programme für bevorzugte Partner sowie die Erweiterung für bevorzugte Partner Plus im Fokus der Ermittlungen.

Vorwurf der irreführenden Darstellung

Laut der Wettbewerbsbehörde besteht der Verdacht, dass das Unternehmen teilnehmenden Betrieben eine erhöhte Sichtbarkeit in den Suchergebnissen und eine hervorgehobene grafische Darstellung gewährt. Dabei werde gegenüber den Nutzern suggeriert, dass diese Auswahl auf einer hohen Dienstleistungsqualität sowie einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis basiere. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler scheinen die Kriterien für die Aufnahme in diese Programme jedoch nicht sicherzustellen, dass die beworbenen Standards tatsächlich erfüllt werden.

Finanzielle Anreize laut Behörde im Vordergrund

Die Auswahlkriterien für die Partnerprogramme begünstigen nach Einschätzung der italienischen Aufseher vor allem jene Betriebe, die höhere Vermittlungsgebühren an Booking.com entrichten. Die Qualität der angebotenen Leistungen trete dabei in den Hintergrund. Nach Angaben der Behörde könnten Verbraucher dadurch zu der Annahme verleitet werden, dass die gekennzeichneten Unterkünfte bei ansonsten gleichen Bedingungen ein besseres Gesamtangebot darstellen als Betriebe, die nicht an den Programmen teilnehmen. Dies könne dazu führen, dass Kunden durchschnittlich teurere Übernachtungsmöglichkeiten buchen.

Durchsuchungen in den Geschäftsräumen

Im Rahmen der laufenden Untersuchung wurden bereits Inspektionen in den Räumlichkeiten der Booking.com (Italia) S.r.l. vorgenommen. Wie die Behörde mitteilt, wurden die Beamten dabei von einer Spezialeinheit für Kartellrecht der italienischen Finanzpolizei unterstützt. Ziel dieser Maßnahmen war die Sicherung von Beweismitteln zur weiteren Klärung der Vorwürfe hinsichtlich der geschäftlichen Praktiken auf dem italienischen Markt.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die FIFA hat kurz vor der Weltmeisterschaft 2026 tausende Hotelzimmer in Städten wie Philadelphia storniert. Die Rückgabe der Kontingente erfolgte ohne eine detaillierte Angabe von Gründen.

Die Signo Hospitality hat das ehemalige Intercity Hotel in Essen übernommen und nach einer Modernisierung als Spark by Hilton neu eröffnet. Das Haus verfügt über 168 Zimmer sowie Tagungskapazitäten für bis zu 180 Personen.

Die DSR Asset Management GmbH gründet eine neue Abteilung für Technischen Service in Mecklenburg-Vorpommern. Unter der Leitung von Heiko Möller bietet ein sechsköpfiges Team künftig Wartungs- und Installationsleistungen in den Bereichen Heizung, Elektro und Sanitär an.

Die Reiseplattform Booking.com hat ihre Kunden über einen möglichen Sicherheitsvorfall informiert. Wie das Unternehmen in einer E-Mail mitteilt, könnten unbefugte Dritte Zugriff auf bestimmte Buchungsinformationen erhalten haben. Auch Kunden in Deutschland wurden angeschrieben.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt zeigt sich zum Jahresbeginn 2026 laut Mitteilung von Colliers mit steigender Dynamik. In Deutschland hingegen bleibe die Entwicklung verhaltener: Das Transaktionsvolumen lag bei rund 234 Millionen Euro und damit unter dem langfristigen Durchschnitt.

In Neuhausen am Rheinfall ist die Baubewilligung für ein Hotelprojekt auf dem SIG-Areal erteilt worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll dort bis 2029 das Revier Hotel Rheinfall entstehen. Bauherrin ist die Fortimo Group, der Betrieb ist durch die Revier Hospitality Group vorgesehen.

Das Frankfurt Marriott Airport Hotel und das Sheraton Frankfurt Airport Hotel erhalten eine direkte Anbindung an das neue Terminal 3 über die Sky Line-Bahn. Damit sind künftig alle Terminals und Bahnhöfe des Flughafens erreichbar.

Das Grandhotel Der Sonnenhof in Bad Wörishofen vollzieht eine strategische Neuausrichtung. Mit der Einführung einer "Genusspension" und neuen Zimmerkategorien reagiert das Haus auf veränderte Gästebedürfnisse und setzt verstärkt auf das Thema Longevity.

Die Hotelkette Premier Inn hat zwei neue Häuser in Hamburg und Berlin eröffnet und damit nach eigenen Angaben erstmals die Marke von mehr als 70 Hotels in Deutschland überschritten.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Februar 2026 insgesamt 27,7 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das entspricht einem Anstieg von 3,3 Prozent im Vergleich zum Februar 2025, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt.