Jagdfeld-Klage gegen Signal-Iduna: Zeuge bestreitet Rufmordkampagne gegen Adlon-Gründer

| Hotellerie Hotellerie

Mit einer weiteren Zeugenvernehmung ist am Montag am Dortmunder Landgericht der Schadenersatzprozess des Hotel-Investors Anno August Jagdfeld gegen die Signal-Iduna-Versicherung fortgesetzt worden. Jagdfeld wirft dem Konzern eine gezielte Rufmordkampagne im Zusammenhang mit dem Bau des Berliner Nobelhotels Adlon vor. Ein ehemaliger Spitzenmanager der Signal-Iduna erklärte aber am Montag als Zeuge erneut, dass es eine solche Kampagne nicht gegeben habe.

Für die Errichtung des Hotels Adlon hatte Jagdfeld einen Fonds aufgelegt, an dem sich die Signal-Iduna mit fünf Millionen Euro beteiligt hatte. Nachdem es schließlich zu Problemen und Unstimmigkeiten gekommen war, hatte sich eine Anleger-Schutzgemeinschaft gegründet, deren Sprecher schwere Vorwürfe gegen Jagdfeld erhob. Der Investor ist davon überzeugt, dass der Versicherungskonzern diese «Kampagne» gegen seine Person initiiert und gesteuert hat. Den ihm entstandenen Schaden beziffert Jagdfeld auf rund eine Milliarde Euro.

Das Dortmunder Landgericht wird in den kommenden Wochen zahlreiche weitere Zeugen vernehmen. Mit einer Entscheidung in der Frage, ob Jagdfeld grundsätzlich Schadenersatz zusteht, ist nicht vor Februar 2020 zu rechnen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.