Jagdfeld-Klage gegen Signal-Iduna: Zeuge bestreitet Rufmordkampagne gegen Adlon-Gründer

| Hotellerie Hotellerie

Mit einer weiteren Zeugenvernehmung ist am Montag am Dortmunder Landgericht der Schadenersatzprozess des Hotel-Investors Anno August Jagdfeld gegen die Signal-Iduna-Versicherung fortgesetzt worden. Jagdfeld wirft dem Konzern eine gezielte Rufmordkampagne im Zusammenhang mit dem Bau des Berliner Nobelhotels Adlon vor. Ein ehemaliger Spitzenmanager der Signal-Iduna erklärte aber am Montag als Zeuge erneut, dass es eine solche Kampagne nicht gegeben habe.

Für die Errichtung des Hotels Adlon hatte Jagdfeld einen Fonds aufgelegt, an dem sich die Signal-Iduna mit fünf Millionen Euro beteiligt hatte. Nachdem es schließlich zu Problemen und Unstimmigkeiten gekommen war, hatte sich eine Anleger-Schutzgemeinschaft gegründet, deren Sprecher schwere Vorwürfe gegen Jagdfeld erhob. Der Investor ist davon überzeugt, dass der Versicherungskonzern diese «Kampagne» gegen seine Person initiiert und gesteuert hat. Den ihm entstandenen Schaden beziffert Jagdfeld auf rund eine Milliarde Euro.

Das Dortmunder Landgericht wird in den kommenden Wochen zahlreiche weitere Zeugen vernehmen. Mit einer Entscheidung in der Frage, ob Jagdfeld grundsätzlich Schadenersatz zusteht, ist nicht vor Februar 2020 zu rechnen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.

Verkehrsbuero Hospitality aus Österreich hat die Betriebsführung des ibis Styles Bad Reichenhall übernommen und vollzieht damit seinen Markteintritt in Deutschland. Sämtliche Mitarbeiter werden vom neuen Betreiber übernommen.

Ein Joint Venture aus Reiß & Co. Gruppe und PEG Hamburg hat mit dem Bau eines neuen Premier Inn Hotels mit 296 Zimmern in der Hamburger Adenauerallee begonnen. Es wird bereits das achte Haus der Hotelmarke in der Hansestadt.

Die Lerch Genusswelten haben den Betrieb des Bayerischen Hofs und des Hotels Reutemann-Seegarten in Lindau übernommen. Alle bisherigen Mitarbeiter sollen in den Häusern bleiben, für den Wellnessbereich kündigt das Familienunternehmen Investitionen an.

Ein Geschäftsmann soll Gelder für Irans Machtapparat verschoben haben. Konten eines Hotel-Betreibers bei Frankfurt wurden eingefroren. Laut OVG können sie nicht vorzeitig freigegeben werden.

Die Honestis-Gruppe hat mit der DHO Deutsche Hotel Operations GmbH einen neuen White-Label-Betreiber für die D-A-CH-Region gegründet. Geschäftsführer und Mitgesellschafter ist Björn Weidner, erstes Hotel ist das Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmannpark.

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.