Jardine Matheson-Konzern will restliche Anteile an Mandarin Oriental kaufen

| Hotellerie Hotellerie

Der Jardine Matheson-Konzern will  das Hotelinvestment- und Managementunternehmen Mandarin Oriental komplett übernehmen. Die Transaktion, die das Hotelunternehmen mit 4,2 Milliarden US-Dollar bewertet, dient der Portfolio-Straffung des Mischkonzerns und soll das Wachstum der Hotelgruppe besser unterstützen.

Strategische Entscheidung für volles Eigentum

Der in Hongkong ansässige Mischkonzern Jardine Matheson, dessen Geschäftsfelder von Immobilien über den Einzelhandel bis zur Automobilbranche reichen, gab am Freitag bekannt, über eine Unternehmenseinheit die restlichen Aktien von Mandarin Oriental International zu erwerben. Der 193-jährige Konzern hält bereits einen Großteil der Anteile.

In einer Stellungnahme erklärte Jardine Matheson, dass die vollständige Übernahme von Mandarin Oriental es dem Unternehmen ermöglichen werde, das Wachstum der Hotelgruppe besser zu unterstützen und das eigene Portfolio zu straffen. Mandarin Oriental betreibt ein Netzwerk aus 43 Hotels, 12 Residenzen und 26 Luxus-Wohnungen in 27 Ländern und Gebieten, darunter Schlüsselmärkte wie Hongkong und New York.

Details zum Übernahmeangebot und Finanzierung

Das Angebot für die verbleibenden 11,96 Prozent der Anteile beläuft sich auf 3,35 US-Dollar pro Aktie. Dieser Betrag setzt sich aus 2,75 US-Dollar in bar und einer Sonderdividende von 0,60 US-Dollar pro Aktie zusammen. Finanziert wird die Transaktion durch Barmittel und zugesagte Kreditlinien.

Das Gesamtpaket stellt eine Prämie von 52 Prozent gegenüber dem letzten unbeeinflussten Aktienkurs von 2,20 US-Dollar am 29. September dar. An diesem Tag hatte Mandarin Oriental erstmals bekannt gegeben, den möglichen Verkauf eines Teils seiner Beteiligung an der Immobilie One Causeway Bay in Hongkong in Betracht zu ziehen.

Bedingter Kauf durch Immobilienverkauf

Einhergehend mit dem Übernahmeangebot stimmte Mandarin Oriental dem Verkauf der obersten 13 Etagen seines Flaggschiffs One Causeway Bay in Hongkong an die Alibaba Group und das chinesische Fintech-Unternehmen Ant Group zu. Beide Unternehmen wurden von dem chinesischen Milliardär Jack Ma mitbegründet. Die Immobilie One Causeway Bay gilt als erstklassiges Mischnutzungsobjekt in einem der führenden Einzelhandels- und Geschäftsviertel Hongkongs.

Der Verkauf der Etagen soll 925 Millionen US-Dollar einbringen und ist eine Bedingung für den Abschluss der Übernahme. Die Sonderdividende ist durch diesen Immobilienverkauf finanziert. Jardine Matheson erwartet, den Immobilienverkauf bis zum 31. Dezember abzuschließen und die vollständige Übernahme von Mandarin Oriental bis zum 28. Februar 2026 zu vollziehen.

Börsennotierung und Aktienentwicklung

Die Übernahme wird voraussichtlich zur Dekotierung von Mandarin Oriental von der Börse in Singapur führen. Die Aktien von Mandarin Oriental verzeichneten im Jahresverlauf einen Anstieg von 37,9 Prozent. Die Aktie von Jardine Matheson legte im selben Zeitraum um 49,2 Prozent zu, wie Daten von LSEG belegen.


 


SEO-Keywords: Jardine Matheson, Mandarin Oriental, Übernahme, Hotelgruppe, Luxushotellerie, Portfolio-Straffung, One Causeway Bay, Alibaba Group, Ant Group, Aktiendekotierung, Hongkong, Hotelinvestment.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Es sollte ein schickes Hotel in einer historischen Fabrik in Augsburg werden. Doch für mehr als 100 Anleger wurde es zum Albtraum. Nun hat ein Gericht die Verantwortlichen reihenweise verurteilt.

B&B Hotels schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus und 21 Neueröffnungen ab. Das Unternehmen setzt auf eine verstärkte Expansion in der Region Central and Northern Europe sowie auf umfassende Investitionen in die Modernisierung seines Bestands.

Das The Baltic View auf Rügen nimmt Ende des Monats den Betrieb auf. Das erste deutsche Haus der Brionj Luxury Hotel Collection setzt auf 14 Apartments mit privater Sauna und Anbindung an ein Spa-Resort.

Donald Trump plant in Miami den Bau einer präsidentiellen Bibliothek in Form eines Hochhauses inklusive eines integrierten Hotels. Das Projekt der Trump Organization setzt auf eine multifunktionale Nutzung und eine Architektur, die an das Design von Kreuzfahrtschiffen angelehnt ist.

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.

Arcotel hat am 1. April 2026 ein neues Hotel in der Linzer Tabakfabrik eröffnet. Das Haus im Quadrill Tower umfasst 189 Zimmer und Konferenzflächen.

Kempinski Hotels plant die Übernahme des Augustine Hotels in Prag. Es ist die erste Akquisition der Gruppe seit mehr als 50 Jahren. Das Augustine Hotel liegt im Prager Stadtteil Malá Strana in unmittelbarer Nähe zum Waldstein-Garten.

Signo Hospitality senkt durch den Einsatz wassersparender Duscheinsätze in sechs Hotels den jährlichen Wasserverbrauch um 11,5 Millionen Liter und reduziert die Energiekosten um über 100.000 Euro.

Eine Analyse von Christie & Co zeigt für 2025 eine stabile Entwicklung der Stadthotellerie in Österreich. Gleichzeitig treten Unterschiede zwischen den wichtigsten Stadtmärkten deutlicher hervor.