Kostenloses Stornieren im Impfgegner-Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Weil sich ein Hotelier aus dem Sauerland als Impfgegner outete, wollte ein Urlauber seine gebuchte Reise mit seiner Familie nicht mehr antreten. Er forderte den bereits gezahlten Preis zurück. Der Hotelier hingegen behielt die Stornogebühren von 50 Prozent des Reisepreises ein. Das Amtsgericht Schmallenberg gab dem Urlauber recht.

Wie versicherungsjournal.de berichtet, wollte der Kläger mit seiner Familie im Januar 2022 ein paar schöne Tage im Sauerland verbringen. Doch kurz vor Weihnachten soll er per Mail ein Rundschreiben des Hotels erhalten haben, in dem sich der Gastgeber als Impfgegner zu erkennen gab. Außerdem habe der Hotelier darin zugegeben, dass auch ungeimpfte Gäste in seinem Haus willkommen seien – entgegen der zu diesem Zeitpunkt geltenden Regeln. Auch im Internet suchte der Hotelier offenbar explizit nach ungeimpften Arbeitskräften.

 

Grund genug für den Urlauber, von seiner geplanten Familienreise Abstand zu nehmen und die Buchung zu stornieren. Außerdem verlangte er den bereits gezahlten Preis voll zurück und berief sich auf ein außerordentliches Kündigungsrecht, da er bei Antritt der Reise Angst um die Gesundheit seiner Familie hatte.

Der Hotelier hielt die Bedenken allerdings für unbegründet und hielt die Stornogebühren ein. Der Urlauber klagte vor Gericht und bekam nun recht. Das Amtsgericht Schmallenberg entschied, dass ein unbeschwerter Urlaub für den Kläger und seiner Familie angesichts der Umstände nicht mehr möglich gewesen sei. Das Hotel muss den vollen Reisepreis erstatten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.

Die MHP Hotel AG bringt ihre Eigenmarke Mooons erstmals nach Deutschland. Dafür wurde nun ein langfristiger Pachtvertrag mit der Rock Capital Group für einen Standort in Frankfurt am Main unterzeichnet.

Die MHP Hotel AG hat ihren testierten Jahresabschluss 2025 vorgelegt. Das Unternehmen meldet steigende Umsätze und ein höheres EBITDA sowie einen Umsatzanstieg im ersten Quartal 2026.

Die Schollen Hotelberatung hat ihren Hotelmarkt Report NRW 2026 veröffentlicht. Der Bericht analysiert die zwölf größten Hotelstandorte in Nordrhein-Westfalen sowie aktuelle Entwicklungen bei Nachfrage, Projekten und Hotelinvestments.