Kostenloses Stornieren im Impfgegner-Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Weil sich ein Hotelier aus dem Sauerland als Impfgegner outete, wollte ein Urlauber seine gebuchte Reise mit seiner Familie nicht mehr antreten. Er forderte den bereits gezahlten Preis zurück. Der Hotelier hingegen behielt die Stornogebühren von 50 Prozent des Reisepreises ein. Das Amtsgericht Schmallenberg gab dem Urlauber recht.

Wie versicherungsjournal.de berichtet, wollte der Kläger mit seiner Familie im Januar 2022 ein paar schöne Tage im Sauerland verbringen. Doch kurz vor Weihnachten soll er per Mail ein Rundschreiben des Hotels erhalten haben, in dem sich der Gastgeber als Impfgegner zu erkennen gab. Außerdem habe der Hotelier darin zugegeben, dass auch ungeimpfte Gäste in seinem Haus willkommen seien – entgegen der zu diesem Zeitpunkt geltenden Regeln. Auch im Internet suchte der Hotelier offenbar explizit nach ungeimpften Arbeitskräften.

 

Grund genug für den Urlauber, von seiner geplanten Familienreise Abstand zu nehmen und die Buchung zu stornieren. Außerdem verlangte er den bereits gezahlten Preis voll zurück und berief sich auf ein außerordentliches Kündigungsrecht, da er bei Antritt der Reise Angst um die Gesundheit seiner Familie hatte.

Der Hotelier hielt die Bedenken allerdings für unbegründet und hielt die Stornogebühren ein. Der Urlauber klagte vor Gericht und bekam nun recht. Das Amtsgericht Schmallenberg entschied, dass ein unbeschwerter Urlaub für den Kläger und seiner Familie angesichts der Umstände nicht mehr möglich gewesen sei. Das Hotel muss den vollen Reisepreis erstatten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.