Künstliche Intelligenz und „Luxus-Flucht“ prägen die Reise-Trends 2026

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Die Reisebranche in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) blickt zuversichtlich auf das Jahr 2026. Eine neue Untersuchung, der „2026 EMEA Ticket to Travel Report“ von Marriott Bonvoy, zeigt: 79 Prozent der Befragten wollen 2026 mindestens ebenso oft oder sogar mehr in den Urlaub fahren als 2025. Davon planen 39 Prozent eine höhere Anzahl von Reisen.

Die Studie, durchgeführt von Mortar unter mehr als 22.000 Erwachsenen in elf wichtigen Reisemärkten der EMEA-Region, beleuchtet zentrale Entwicklungen. Demnach plant der durchschnittliche Reisende in der EMEA-Region für 2026 fünf Urlaube: zwei Reisen im eigenen Land, zwei Kurztrips (Flugzeit von vier Stunden oder weniger) und eine Fernreise.

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt massiv an Einfluss

Die Künstliche Intelligenz (KI) wird immer wichtiger für die Urlaubsplanung. Die Hälfte aller Reisenden (50 Prozent) in der Studie hat KI bereits zur Suche oder Planung einer Reise genutzt. Das ist ein deutlicher Anstieg von 41 Prozent im Vorjahr und nur 26 Prozent vor zwei Jahren. Fast jeder Siebte (14 Prozent) gibt an, KI „ständig“ für die Reiseplanung zu verwenden.

Besonders junge Altersgruppen nutzen die Technik oft:

  • 71 Prozent der 18- bis 24-Jährigen haben bereits KI für Reisen genutzt.

  • 24 Prozent der 25- bis 34-Jährigen nutzen KI „ständig“ zur Reiseplanung – die höchste Rate.

Aber auch ältere Reisende holen auf: 29 Prozent der 55- bis 64-Jährigen haben KI zur Urlaubsplanung genutzt, verglichen mit 18 Prozent im Vorjahr. Das Vertrauen spiegelt sich auch in der Buchungsbereitschaft wider: 50 Prozent der Befragten würden sich künftig „wohl“ dabei fühlen, ihre Unterkunft über eine KI-Plattform zu buchen. Nur 18 Prozent sagten, die Vorstellung sei ihnen „unangenehm“.

„Luxus-Einstieg“: Ein Kurztrip als Verwöhnpaket

Als ein neuer Trend wird „Lux-Scaping“ (sinngemäß Luxus-Einstieg oder Luxus-Flucht) identifiziert: Reisende gönnen sich dabei zu Beginn oder am Ende ihrer Reise für wenige Tage ein luxuriöses Erlebnis wie einen Spa- oder Hotelaufenthalt.

59 Prozent der Befragten haben dies bereits praktiziert, und 22 Prozent taten dies allein in den letzten zwölf Monaten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Reisende versuchen, sowohl einen Verwöhnmoment zu genießen als auch ihr Reisebudget optimal zu nutzen.

Die Vorteile dieser kurzen Luxusmomente sind klar:

  • 46 Prozent sagen, es helfe ihnen, zu Beginn des Urlaubs „abzuschalten und in die Urlaubsstimmung zu kommen“.

  • 43 Prozent fühlen sich durch einen Luxus-Aufenthalt am Ende der Reise erfrischt, wenn sie nach Hause zurückkehren.

  • 29 Prozent geben an, es ermögliche ihnen, ein Maß an Luxus zu erleben, das sie sich für einen längeren Aufenthalt möglicherweise nicht leisten könnten.

Der Trend ist vor allem bei jüngeren Menschen verbreitet: 35 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und 29 Prozent der 18- bis 24-Jährigen haben in den letzten zwölf Monaten „Luxus-Einstieg“ betrieben.

Reisen nach Interesse gewinnen an Bedeutung

Ebenfalls im Aufwind sind „Passion Pursuits“ (sinngemäß Reisen nach Interesse oder Reisen aus Leidenschaft), also Urlaube, die primär zur Verfolgung eines Interesses unternommen werden. Fast sieben von zehn Reisenden (68 Prozent) gaben an, dies bereits getan zu haben, ein Drittel (33 Prozent) tut dies typischerweise mindestens einmal pro Jahr.

Die beliebtesten Anlässe für diese Reisen sind:

  • Musik- oder Kulturveranstaltungen (48 Prozent).

  • Sportveranstaltungen oder aktive Teilnahme am Sport (47 Prozent).

  • Abenteuerliche Aktivitäten wie Safaris oder Wanderungen (39 Prozent).

Dieser Trend wird ebenfalls stark von der jungen Generation getragen: 82 Prozent der Gen Z (die aktuell Jüngsten, hier 18-28 Jahre) und 77 Prozent der Millennials (etwa 29-44 Jahre) haben im letzten Jahr eine solche Reise unternommen, verglichen mit 63 Prozent bei der Gen X (etwa 45-60 Jahre).

 

Beliebte Ziele und Kriterien für Unterkünfte

Die Analyse der Buchungsdaten von Marriott Bonvoy zeigt für 2026 folgende Trendziele für Verbraucher in der EMEA-Region:

  • Oslo, Norwegen

  • Algier, Algerien

  • Muscat, Oman

  • Split und Zagreb, Kroatien

  • Kopenhagen, Dänemark

Bei der Wahl der Unterkunft bleiben Sauberkeit (89 Prozent), der Preis (88 Prozent) und die Lage (87 Prozent) die wichtigsten Faktoren. Daneben gewinnt die Ausstattung an Bedeutung: 58 Prozent legen Wert darauf, dass die Unterkunft „alleinreisendenfreundlich“ ist, und fast die Hälfte (47 Prozent) hält eine „tierfreundliche“ Umgebung für wichtig.

Andrew Watson, Chief Commercial Officer, Marriott International - Europe, Middle East & Africa, kommentierte: "Dieser umfangreiche Bericht über die Reisestimmung für 2026 ist ein starkes Signal des Optimismus für die Reisebranche. Es ist offensichtlich, dass die Verbraucher in der gesamten Region das Reisen weiterhin als eine wichtige Möglichkeit betrachten, ihre Freizeit und ihr verfügbares Einkommen zu verbringen."

Er hob besonders die Rolle der jungen Generationen hervor: "Letztendlich legt diese Forschung nahe, dass Gen Z und Millennials die Reiselandschaft neu gestalten. Ihr Entdeckergeist, kombiniert mit ihrem technikaffinen Ansatz bei der Planung und Buchung, treibt die Entwicklung des Reisens in aufregende neue Richtungen voran."

Weitere Erkenntnisse des Reports:

  • Rundreisen durch mehrere Länder nehmen zu: Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) plant 2026 „wahrscheinlich oder definitiv“, im Rahmen einer Reise mindestens zwei Länder zu besuchen. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 66 Prozent.

  • Alles Inklusive ist die gefragteste Urlaubsform: 45 Prozent der Reisenden planen einen All-Inclusive-Urlaub (alles im Preis enthalten) für 2026. Hotels folgen mit 33 Prozent, Städtereisen mit 29 Prozent und Wellness- oder Gesundheitsreisen mit 21 Prozent.

  • Nachhaltigkeit bleibt relevant: Fast drei Viertel (73 Prozent) der Buchenden achten zumindest gelegentlich auf die Umweltauswirkungen ihrer Reisepläne. 32 Prozent berücksichtigten die Nachhaltigkeit der Unterkunft vor der Buchung ihrer letzten Reise.


 

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