Leichtes Plus bei Übernachtungen in Hamburg

| Hotellerie Hotellerie

Das Interesse an Hamburg als Reiseziel ist leicht gestiegen. 16,1 Millionen Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr laut einer Hochrechnung erreicht, wie die Wirtschaftsbehörde mitteilte. Das seien annähernd 1,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als 15,94 Millionen Übernachtungen gezählt wurden. 

Zusätzlich zu den Übernachtungsgästen hätten 100 Millionen Tagesgäste Hamburg besucht. «Ohne diese Frequenz wäre unsere Stadt nicht, was sie heute ist», sagte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD). Die Hamburger Hotels waren laut Behörde zu 77 Prozent ausgelastet und damit mehr als etwa in Berlin, Kopenhagen und Paris. 

Otremba: Hamburger Hotelzimmer bringen am meisten Geld ein

Von 2022 auf 2023 stieg die Zahl der Übernachtungen laut Statistikamt um neun Prozent. Hamburg sei weiter die einzige Metropole in Deutschland, die das Vor-Corona-Niveau erreicht habe, sagte der Geschäftsführer von Hamburg Tourismus, Michael Otremba. Ein Hotelzimmer in Hamburg habe im Schnitt 103,47 Euro erlöst. Das sei mehr als in jeder anderen deutschen Stadt.

Rund zwei Drittel der Gäste kamen laut Hamburg Tourismus aus Deutschland. Im Ausland war demnach Dänemark das wichtigste Ursprungsland. Gewachsen sei die Nachfrage besonders in den Vereinigten Staaten. Die 250.000 Übernachtungen amerikanischer Gäste seien 15 Prozent mehr gewesen als im Vorjahr, sagte Otremba.

Leonhard sagte, Sonderausstellungen in Museen, die Fußball-Europameisterschaft, Fachmessen und die Konzerte von Taylor Swift hätten zu dem Ergebnis beigetragen. Die US-Popmusikerin hatte im vergangenen Juli zwei ausverkaufte Konzerte im Volksparkstadion gespielt.

Leonhard: Oper kann zusätzliche Klientel anlocken

Dass in Hamburg über das nächste Jahrzehnt eine neue Oper entstehen soll, verschaffe der Stadt schon jetzt Aufmerksamkeit, sagte Leonhard. Der Bau am Baakenhöft wird unter anderem aus einer Spende der Stiftung des Milliardärs Klaus-Michael Kühne finanziert und soll Mitte der 2030er Jahre fertiggestellt werden. 

Die Oper könne zusätzliche Klientel in die Stadt locken, sagte die Senatorin. Wenn die Architektur der Oper herausragend sei, könne es gelingen, dass Menschen allein wegen des Gebäudes die Stadt besuchten. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.