Levantehaus Hamburg: MHP verhandelt über Betrieb des Luxushotels

| Hotellerie Hotellerie

Am 19. Dezember schließt das Hotel Park Hyatt im Levantehaus in Hamburg für immer seine Pforten. Wie das Hamburger Abendblatt jetzt berichtet, wird die MHP Hotel AG dort künftig ein Hotel betreiben. MHP bestätigt, dass man Verhandlungen mit den Eigentümern des Levantehauses über den Betrieb des zugehörigen Luxushotels führe. Diese Gespräche befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Auch der Geschäftsführer des Levantehauses, Dietmar Hamm, bestätigt Verhandlungen ohne einen Namen zu nennen. Man werde einen exzellenten Betreiber für dieses besondere Haus gewinnen, bei den Gesprächen sei man sehr weit, sozusagen auf der Zielgeraden. Unter welcher Marke MHP das jetzige Park Hyatt weiterführt ist noch nicht bekannt. MHP führt in Hamburg bereits das Le Méridien an der Außenalster. In Frankfurt betreibt das börsennotierte Unternehmen den JW Marriott-Hotel und in Berlin das Hotel Luc unter Marriotts Autograph-Collection.

Der aktuelle Pachtvertrag mit dem Park Hyatt im Levantehaus läuft zum Jahresende 2022 aus und wurde vonseiten der Eigentümer des Levantehauses – der Hamburger Familie Bach – nicht verlängert. (Tageskarte berichtete). Hyatt wird auch zukünftig ein Hotel in Hamburg betreiben. Ein Hyatt Centric-Hotel, das unweit des Levatehauses in einer ehemaligen C&A-Filiale entstehen soll, plant die Eröffnung für die zweite  Jahreshälfte 2025 geplant. Das neue Hotel wird allerdings nicht von Hyatt, sondern im Franchise von der SV Hotel AG für Hyatt Centric betrieben (Tageskarte berichtete).

Die MHP Hotel AG ist eine unabhängige deutsche Hotel-Investment- und Management-Plattform mit Sitz in München. Die im Jahr 2012 gegründete Gruppe entwirft Betreiberkonzepte für Hotels des Premium Segments, die sich im Besitz von institutionellen Investoren befinden. Aktuell gehören die Le Méridien Hotels in Hamburg, Stuttgart, München und Wien, das Sheraton Düsseldorf Airport Hotel, das Hotel Luc, Autograph Collection in Berlin sowie das JW Marriott Hotel Frankfurt zum Portfolio. Hinzu kommt das im Juni 2022 eröffnete Basel Marriott Hotel sowie das neue JW Marriott Hotel München, dessen Eröffnung Ende 2023 geplant ist. Im November 2021 startete das MOOONS Vienna als erstes Hotel unter der Eigenmarke MOOONS. Die Aktien der MHP Hotel AG (ISIN: DE000A3E5C24, Symbol: CDZ0) sind im Qualitätssegment m:access der Börse München notiert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Accor-Studie prognostiziert bis 2036 ein Wachstum der touristischen Übernachtungen in Europa um 32 Prozent. Besonders stark soll die internationale Nachfrage in Teilen Osteuropas sowie aus Asien und dem Nahen Osten steigen.

Das Hessnery Hotel in Tallinn wird ab Dezember unter der Marke Adagio Access betrieben. Grundlage ist ein Franchisevertrag mit Accor. Für die Aparthotelmarke ist es der erste Standort in Estland und zugleich das erste Haus in Osteuropa.

Sunday PropTech hat die vollständige Übernahme von Fletcher Hotels mit 170 Häusern vereinbart. Die Investmentgesellschaft wird von Prism unterstützt. Die OYO-Muttergesellschaft ist über Sunday Hotels und Belvilla bereits im deutschen Hotelmarkt vertreten.

Wyndham erwartet, rund 5.000 bis 6.000 Revo-Zimmer im eigenen System zu behalten. Rund 9.100 Zimmer seien bereits ausgeschieden. Bei der ursprünglichen Bestandsgröße nennt die Mitschrift einer Telefonkonferenz unterschiedliche Zahlen. Es kann jedoch von mehr als 20.000 Zimmern ausgegangen werden.

Wyndham meldet vollständige Direktbuchungen samt Bezahlung über Google AI Mode sowie Anwendungen in ChatGPT und Claude. Der Verkehr über die neuen Kanäle sei bislang gering; konkrete Kostenvorteile gegenüber Buchungsportalen bezifferte die Hotelgruppe nicht.

Während die Umsätze der Stadthotellerie in ganz Österreich steigen, verzeichnet Wien das dritte Monat in Folge rückläufige Erlöse pro verfügbarem Zimmer. Vertreter der Branchenverbände warnen vor weiteren Belastungen durch die geplante Erhöhung der Ortstaxe.

Wyndham meldet für das dritte Quartal 2026 mehr Umsatz und einen niedrigeren Nettogewinn. Bei den Wachstumsangaben zum Zimmerbestand und zu geplanten Hotelprojekten bleibt die insolvente Revo Hospitality Group ausgeklammert.

Sachsen-Anhalts Gasthöfe meldeten im August 2026 einen Rückgang der Gästeankünfte um 20,2 Prozent und der Übernachtungen um 13,8 Prozent. Hotels garnis verzeichneten dagegen als einzige Betriebsart innerhalb der Hotellerie bei beiden Kennzahlen Zuwächse.

Die Privathotels Dr. Lohbeck wollen ihr Portfolio in Deutschland und Österreich bis 2028 von 25 auf 30 Hotels erweitern. Zum Wachstum sollen künftig auch Pachtverträge beitragen.

IHG meldet erstmals mehr als 1.000 eröffnete Hotels in Europa. Deutschland ist mit 198 eröffneten Häusern und 54 weiteren Projekten nach Unternehmensangaben der zweitgrößte europäische Markt.