Lopesan erhält 300 Millionen Euro – Hotelgruppe betreibt auch Häuser in Deutschland

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Die Lopesan-Gruppe erhält von der Regierung der Kanarischen Inseln eine Entschädigung von 300 Millionen Euro. Die Hotelgruppe ist auch auf dem deutschen und österreichischen Markt vertreten. In Deutschland führt IFA by Lopesan Hotels derzeit vier Häuser.

Die außergerichtliche Einigung beendet nach einem Bericht von CoStar News, der sich auf das spanische Nachrichtenportal Hosteltur beruft, einen mehr als 20 Jahre dauernden Rechtsstreit um Planungsvorschriften und Beschränkungen beim Hotelbau auf den Kanarischen Inseln.

Insgesamt soll die kanarische Regierung 485 Millionen Euro an eine Gruppe von Hotelentwicklern zahlen. Fast 62 Prozent davon entfallen dem Bericht zufolge auf Lopesan. Ursprünglich hätten die beteiligten Entwickler insgesamt 843 Millionen Euro verlangt.

Lopesan betreibt auch Hotels in Deutschland und Österreich

CoStar beziffert das Portfolio von Lopesan auf insgesamt 24 Hotels. Davon befinden sich 13 auf den Kanarischen Inseln, vier in der Dominikanischen Republik, vier in Deutschland und drei in Österreich.

Die Häuser in Deutschland und Österreich werden unter IFA by Lopesan Hotels geführt. In Deutschland gehören dazu das IFA Schöneck Hotel & Ferienpark im Vogtland, das IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum, das IFA Rügen Hotel & Ferienpark sowie das IFA Graal-Müritz Hotel, Spa & Tagungen. In Österreich führt die Marke drei Häuser im Kleinwalsertal, darunter die IFA Breitach Apartments.

Vorschriften aus 2001 und 2003 lösten den Rechtsstreit aus

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stehen Vorschriften zur Flächennutzung und zum Hotelbau aus dem Jahr 2001 sowie das nachfolgende Gesetz 19/2003 mit allgemeinen Planungs- und Tourismusvorgaben für die Kanarischen Inseln.

Die Ansprüche beziehen sich nach Angaben von Ivar Yuste, Partner im Madrider Büro der Unternehmensberatung PHG Hotels & Resorts, auf Grundstücke, die ursprünglich für eine touristische Nutzung vorgesehen gewesen seien. Nach Inkrafttreten der neuen Planungsvorschriften von 2001 und 2003 hätten diese nicht mehr entsprechend entwickelt werden können.

Lopesan habe infolge der geänderten Regelungen 31 der insgesamt 45 Verfahren gegen die kanarische Verwaltung angestrengt und erhalte nun 300 Millionen Euro der vereinbarten Gesamtsumme von 485 Millionen Euro, erklärte Yuste gegenüber CoStar. Die betroffenen Grundstücke sollen demnach erneut ein Verfahren zur Nutzungsklassifizierung durchlaufen. Dies betreffe Flächen im Süden Gran Canarias sowie auf Lanzarote und Fuerteventura.

Einigung öffnet Weg für mehr als 20 Hotelprojekte

Hosteltur berichtet nach Darstellung von CoStar, die Einigung eröffne den Weg für die Reaktivierung von mehr als 20 Hotelprojekten, die seit Jahren blockiert seien. Bei Grundstücken, die Gegenstand der Verfahren waren, soll für fünf Jahre keine automatische Neueinstufung als ländliche Flächen erfolgen. Dadurch könne ihre städtebauliche Entwicklung nach den derzeit geltenden Planungsvorschriften erneut untersucht werden.

Neben Lopesan waren weitere Entwickler an den Verfahren beteiligt. Grupo Satocan erhalte nach Angaben Yustes 10,2 Millionen Euro. Zudem nennt er Seaside und Dream Place als beteiligte Hotelunternehmen. Die übrigen Eigentümer in den Verfahren seien keine Hotelgesellschaften.

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