Mandarin Oriental erweitert gastronomisches Konzept

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Mandarin Oriental führt die neue Bezeichnung Restaurants, Bars & Experiences (RB&E) ein. Damit benennt das Unternehmen seinen bisherigen Food-&-Beverage-Bereich um und erweitert dessen konzeptionelle Ausrichtung. Neben Speisen und Getränken sollen künftig auch Design, Musik, Kultur und Veranstaltungen stärker in die Gestaltung der gastronomischen Angebote einfließen.

Mit dem Wechsel von Food & Beverage zu Restaurants, Bars & Experiences wolle die Gruppe der veränderten Erwartungshaltung ihrer Gäste Rechnung tragen. Restaurants und Bars sollten nicht mehr ausschließlich als gastronomische Einrichtungen innerhalb eines Hotels betrachtet werden, sondern als eigenständige Konzepte mit eigener Identität und einem Bezug zur jeweiligen Stadt. Dabei gehe es auch darum, neben internationalen Reisenden verstärkt ein lokales Publikum anzusprechen.

Christian Gradnitzer, Group Director Restaurants, Bars & Experiences bei Mandarin Oriental, bezeichnete die Umstellung als grundlegenden Wandel der bisherigen Denkweise. „Deshalb ist der Schritt von Food & Beverage zu Restaurants, Bars & Experiences weit mehr als eine Namensänderung. Es ist ein Wandel in der Denkweise“, erklärte er. Speisen und Getränke blieben zwar das Herzstück des Angebots, das Gesamterlebnis werde jedoch ebenso durch Service, Raumgestaltung, Musik und Programmgestaltung geprägt.

Mandarin Oriental erweitert die Führung für Restaurants und Bars

Im Zuge der Neuausrichtung verstärkt die Hotelgruppe auch ihr Führungsteam. James Norman übernimmt die Position des Regional Director of Restaurants, Bars & Experiences Operations für Europa und Amerika.

Norman war zuvor in leitenden operativen Funktionen für Ritz-Carlton, Kempinski und Mandarin Oriental tätig. Seine beruflichen Stationen umfassen Europa, den Nahen Osten und Asien. Nach Unternehmensangaben arbeitete er unter anderem mit Restaurants zusammen, die mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Zu seinen Aufgaben gehörten außerdem die Entwicklung gastronomischer Konzepte, die Steuerung komplexer Hotelbetriebe und die Förderung von Mitarbeitern.

Gemeinsam mit Gradnitzer und dem bestehenden Führungsteam soll Norman die operative Steuerung, die Konzeptentwicklung und die Personalentwicklung innerhalb des gastronomischen Portfolios verantworten.

Hongkong erhält 14 eigenständige Restaurant- und Barkonzepte

Ein konkretes Beispiel für die neue Ausrichtung ist die schrittweise Neugestaltung des Mandarin Oriental, Hong Kong. Dort sollen insgesamt 14 eigenständige Restaurant-, Bar- und Erlebniskonzepte entstehen. Das Angebot verbindet bestehende Einrichtungen mit neuen gastronomischen Konzepten.

Zu den bisherigen Angeboten zählt Terrace Boulud. Die neuen Konzepte The Pizza Bar by Daniele und Thistle & Jade sollen am 2. November 2026 eröffnen. Anschließend ist die Eröffnung von Blake Foyer vorgesehen. Ergänzt werden soll das Angebot durch ein Konzept mit Schwerpunkt auf Wellness und Ernährung.

Auch andere Häuser der Gruppe sollen die neue Ausrichtung umsetzen. Im Mandarin Oriental Punta Negra auf Mallorca gehören Leña, Matsuhisa, Sobretaula und Jacinta zum gastronomischen Angebot. Die verschiedenen Konzepte sollen dort gemeinsam eine gastronomische Destination innerhalb des Resorts bilden.

In Shenzhen verweist die Hotelgruppe auf die Auszeichnungen ihrer Restaurants The Bay by Chef Fei mit zwei Michelin-Sternen und OPUS by Chef Alessio Durante mit einem Stern. Das Restaurant Jiang by Chef Fei in Guangzhou verfügt nach Unternehmensangaben ebenfalls über zwei Michelin-Sterne. In Wien umfasst das Angebot unter anderem Le Sept, Atelier 7 Brasserie, Atelier 7 The Café und Atelier 7 Izakaya & Bar.

Hotelgruppe beziffert gastronomisches Portfolio auf 33 Michelin-Sterne

International vereine das gastronomische Portfolio von Mandarin Oriental derzeit 33 Michelin-Sterne. Die Zahl umfasst die Restaurants der Gruppe an ihren verschiedenen Standorten.

Neben der Entwicklung eigener Konzepte setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Kooperationen mit externen Gastronomieakteuren und auf den Austausch innerhalb des eigenen Portfolios. Als Beispiele nennt Mandarin Oriental die Zusammenarbeit mit A. Wong im Mandarin Oriental Mayfair in London sowie den Culinary Dialogue zwischen Thomas Seifried und Richard Ekkebus.

Bei der Weiterentwicklung sollen die Konzepte jeweils an die Besonderheiten ihrer Standorte angepasst werden. Eine vollständige Vereinheitlichung sei nicht vorgesehen. Vielmehr wolle die Gruppe eigene gastronomische Konzepte und Erlebnisformate entwickeln, die sich an unterschiedlichen Standorten mit einer jeweils eigenen Identität umsetzen lassen.

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