Mandarin Oriental will bekannte Luxushotels in Europa übernehmen

| Hotellerie Hotellerie

Die Mandarin Oriental Hotelgruppe gibt bekannt, dass sie ab Anfang 2025 die Option hat, gleich zwei bekannte Luxushotels in Europa in ihr Portfolio aufzunehmen: das Hôtel Lutetia in Paris und das Conservatorium Hotel in Amsterdam. Die Annahme des Angebots steht unter dem Vorbehalt eines noch durchzuführenden Konsultationsverfahrens mit den zuständigen Betriebsräten, das in Kürze eingeleitet wird. 

Nach Abschluss der Transaktion wird das Hôtel Lutetia in Mandarin Oriental Lutetia, Paris, umbenannt, während das Conservatorium Hotel im Januar 2026 nach einer Modernisierung – der Betrieb bleibt währenddessen geöffnet – als Mandarin Oriental Conservatorium, Amsterdam, neu eröffnet wird. 

„Mandarin Oriental hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit führend in der Luxushotellerie zu sein. Diese neuen langfristigen Managementvereinbarungen mit zwei der großartigsten Heritage-Hotels in Europa sind ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, die Präsenz unserer Marke in weltweiten Destinationen, die unsere Fans ansprechen, zu erweitern und zu stärken. Die Übernahme des legendären Hôtel Lutetia in unser Portfolio, 115 Jahre nach seiner Eröffnung, stärkt die Position von Mandarin Oriental in diesem wichtigen Luxusmarkt, wo wir seit 2011 erfolgreich das Mandarin Oriental, Paris in der Rue Saint Honoré betreiben", so Laurent Kleitman, Group Chief Executive.

Kleitman weiter: "Die Aufnahme des Conservatorium Hotels in unser Portfolio wird unserer Präsenz in den führenden europäischen Hauptstädten eine neue Dimension verleihen, in denen wir bereits sehr versiert sind, wenn es darum geht, in Städten, die Luxus und Kulturerbe schätzen, einen erstklassigen Service zu bieten.“

„Seit wir beide Hotels eröffnet haben, konnten wir ein Wachstum der Resultate und der Gästezufriedenheit beobachten, was beide Hotels zu begehrten führenden Destinationen in Europa macht. Ich bin den Teams der Hotels für ihre großartige Arbeit dankbar. Wir freuen uns sehr, mit Mandarin Oriental zusammenzuarbeiten, um unseren historischen Wahrzeichen einen neuen Namen zu geben und den Erlebnissen, die beide Hotels zu bieten haben, eine neue Energie zu verleihen. Diese Partnerschaft markiert ein bedeutendes Kapitel in der illustren Geschichte beider Hotels und wir sind zuversichtlich, dass die legendäre Gastfreundschaft der Mandarin Oriental Hotel Group diese ikonischen Häuser weiter aufwerten und neue Fans dazu bringen wird, die Vorzüge jeder Destination und den einzigartigen Geist jedes Hotels zu genießen", so Alfred Akirov, Gründer von Locka Holding BV, zu der die Hotels gehören. 

Hôtel Lutetia
 

Das Hôtel Lutetia, 1910 von der Familie Boucicaut, den Besitzern des Le Bon Marché, gegründet, gilt seit jeher als Symbol für Pariser Eleganz und Kultur. Das Hotel wurde in einem Stil-Mix aus Art Nouveau und Art Deco gestaltet und entwickelte sich rasch zu einem Treffpunkt der intellektuellen und künstlerischen Elite der Stadt.

Im Laufe der Jahre wohnten dort Persönlichkeiten wie Picasso, Matisse, Charles de Gaulle und James Joyce, der hier bekanntlich sein Meisterwerk Ulysses vollendete. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Hotel von den Besatzungstruppen requiriert und diente nach der Befreiung als Zufluchtsort für Rückkehrer aus den Lagern – ein weiterer Meilenstein seiner bewegten Geschichte. Beiträge moderner Kulturikonen wie Sonia Rykiel, David Lynch und Serge Gainsbourg festigten Lutetias Ruf als Treffpunkt für kreative Köpfe und globale Entscheidungsträger.

Das Hôtel Lutetia bietet 184 Gästezimmer, darunter 47 Suiten. Viele der Signature Suiten wurden von namhaften Persönlichkeiten gestaltet, wie das Saint Germain Penthouse von Francis Ford Coppola und die Suite Parisienne von Isabelle Huppert. Die Joséphine-Baker-Suite verfügt über private Terrassen mit Blick auf den Eiffelturm. 

Conservatorium Hotel

Das ursprünglich im späten 19. Jahrhundert vom Architekten Daniel Knuttel entworfene Gebäude blickt auf eine bewegte Vergangenheit als ehemalige Bank und Musikhochschule zurück. Das Hotel bietet 129 Zimmer und Suiten. Das Taiko Restaurant unter der Leitung von Executive Chef Schilo van Coevorden serviert asiatisch inspirierte Gerichte, während die Brasserie & Lounge ganztägige Kulinarik unter einem Glasatrium bietet. Die kulturelle Verbundenheit des Hotels zeigt sich nicht nur in seinem Design, sondern auch in seinen Kooperationen mit Künstlern, Musikern und lokalen Institutionen. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zu kulturellen Highlights wie dem Van-Gogh-Museum, dem Rijksmuseum und dem Concertgebouw.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Microsoft berichtet über erneute Cyberangriffe über Hotelnetzwerke. Die Angreifer nutzten vermeintliche Aktualisierungen und Anmeldeaufforderungen, um Schadsoftware zu verbreiten und Zugang zu Konten zu erlangen.

Travel + Leisure Co. und Wyndham erweitern ihre Zusammenarbeit, um klassische Hotels unter der Marke Sports Illustrated Resorts zu entwickeln. Für Chicago, Baton Rouge und Tuscaloosa nennt eine Mitteilung geplante Projektabschlüsse beziehungsweise Eröffnungen für 2027 und 2028.

Die Gelder der Betreiber-GmbH des ehemaligen Hilton-Hotels in Frankfurt-Gravenbruch bleiben eingefroren. Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass auch die Bestellung eines starken vorläufigen Insolvenzverwalters daran nichts ändere.

Motel One und B&B Hotels erhalten im Treugast Rating 2026 erneut die Bestnote AAA. Odyssey Hotel Group steigt mit BBB ein, während Premier Inn und travdo ausgezeichnet werden.

Die Investmentgesellschaft Ardian und die Wohnplattform Rockfield haben eine Mehrheitsbeteiligung an dem Hybridhotel The Social Hub in Berlin am Alexanderplatz erworben. Die Transaktion markiert den ersten Schritt der neuen Wachstumsstrategie.

Stayery expandiert nach Österreich und realisiert gemeinsam mit der Real-Treuhand Immobilien ein neues Haus in Wien. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Anfang 2030 vorgesehen.

Wenn Prozesse digitalisiert und automatisiert werden, muss dies immer mit einem finanziellen ROI einhergehen, sagt Lukas Fritschi, CEO von b_smart hospitality in einer neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“. Wie das insbesondere auch Hotels in B-Lagen gelingen kann und welche Balance dabei wichtig ist, lesen Sie im Beitrag – oder hören Sie im Gespräch mit Host Oliver Meyer.

Die IHG-Marke Ruby hat mit dem Ruby Lilou ihr erstes Hotel in Frankreich eröffnet. Das Haus in Marseille verfügt über 237 Zimmer und wird gemeinsam mit dem neuen Ruby Yani Workspace betrieben.

Novum Hospitality weist für 2025 Gesamterlöse von 450,9 Millionen Euro aus, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich integrierte die Hotelgruppe 40 Bestandshotels in die IHG-Systeme und sicherte acht Neubauprojekte.

Likestay erweitert sein Portfolio um zwei gepachtete Hotels auf rund 250 Zimmer. In Bochum übernimmt die Marke den Betrieb des bisherigen Wald & Golfhotels Lottental aus der Insolvenz, in Regensburg das bisherige Atrium im Park Hotel.