Marriott International führt Vermietung von Privatunterkünften in über 100 Märkten ein

| Hotellerie Hotellerie

Jetzt dreht der weltgrößte Hotelier den Spieß um und bringt einen Airbnb-Konkurrenten an den Start: Marriott International gab heute die Einführung von Homes & Villas by Marriott International bekannt: 2.000 Luxus-Eigenheime können ab sofort an über 100 Standorten in den Vereinigten Staaten, Europa, der Karibik und Lateinamerika gemietet werden. Mit Beginn des Angebotes kommende Woche können Mitglieder des Bonusprogramms Marriott Bonvoy in diesen privaten Unterkünften auch Punkte sammeln und einlösen.

„Die Einführung von Homes & Villas by Marriott International spiegelt unser kontinuierliches Engagement für innovative Ideen wider, während sich die Bedürfnisse von Reisenden immer weiter entwickeln", sagte Stephanie Linnartz, Global Chief Commercial Officer, Marriott International. „Was vor einem Jahr als Pilotprojekt begann, ist heute ein globales Angebot, das unseren Gästen den Platz und die Annehmlichkeiten eines Eigenheims bietet – unterstützt durch ein zuverlässiges und vertrauenswürdiges Reiseunternehmen, inklusive der besten Treuevorteile."

Pluspunkt für die Gäste soll in der Tat sein, dass sie Punkte für das neue Bonusprogramm der Gruppe, das auch bei den übrigen 29 Marken des Konzerns gilt., sammeln. Airbnb-Gründer Brian Chesky zeigte sich von Marriotts-Vorstoß unbeeindruckt und bewertete diesen als Anerkennung für das eigene Geschäftsmodell. Der Reisebereich habe in etwa die Größe der Ölindustrie und somit Platz für diverse Player, sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC.

Marriotts Expansion in den Bereich der Privatunterkunft-Vermietung wurde auf Grundlage des Pilotprojekts von 2018 unter der Markenerweiterung Tribute Portfolio Homes entwickelt. Von den Gästen, die im Rahmen des Pilotprojektes, das nur in ausgewählten europäischen Städten verfügbar war, eine Unterkunft buchten, waren nahezu 90 Prozent Mitglieder von Marriott Bonvoy; über drei Viertel reisten privat mit Familie und Freunden.

In dieser Pilotphase war der durchschnittliche Gästeaufenthalt etwa dreimal so lang wie ein typischer Hotelaufenthalt. Bei der Auswahl von Luxus- und Premium-Unterkünften spielten diese Erkenntnisse zusammen mit Marriotts Engagement, Reisenden Unterkünfte unterschiedlicher Art anzubieten ebenso eine wichtige Rolle wie die Verfügbarkeit von Urlaubs- und Freizeitdestinationen zum Launch-Zeitpunkt, die das Kernangebot von Marriotts Hotelportfolio ergänzen.

Die Einführung von Homes & Villas by Marriott International bietet Marriott Bonvoy-Mitgliedern nahezu 40 neue Urlaubsziele an, in denen sie Punkte sammeln und auch einlösen können, darunter Sorrent und die Amalfi-Küste in Italien, North Lake Tahoe in Kalifornien, St. Tropez in Frankreich und St. Barts in der Karibik. Diese zusammengestellte Auswahl an Unterkünften soll Reisenden Zugang zu Tausenden von Mietobjekten auf der ganzen Welt ermöglichen. Zu den Unterkünften gehören:

  • Ein Cottage mit vier Schlafzimmern auf einem privaten, sechs Hektar großen Grundstück im kalifornischen Weinland.
  • Eine Villa mi sechs Schlafzimmern in Sorrent mit Infinity-Pool, direktem Blick auf das Mittelmeer und einem Pizzaholzofen.
  • Eine Villa mit Meerblick auf der Karibikinsel Anguilla mit privatem Strand, persönlichem Butler sowie Hauspersonal.
  • Ein irisches Schloss aus dem 18. Jahrhundert, das Platz für bis zu 17 Personen bietet, mit privatem See zum Bootfahren und Angeln.
  • Ein Stadthaus in London mit sechs Schlafzimmern, einem Spielzimmer für Kinder und einer Kletterwand.

Marriott kooperiert für Homes & Villas by Marriott International mit ausgewählten Immobilienmanagement-Gesellschaften, die diese Objekte bereits verwalten. Diese Gesellschaften bieten den Gästen eine professionell gereinigte Unterkunft mit Betreuung rund um die Uhr, Highspeed-WLAN, entsprechende Ausstattung und familienfreundlichen Einrichtungen auf Anfrage. Zu den von Marriott ausgewählten Immobilienmanagement-Gesellschaften gehören TurnKey Vacation Rentals, LaCure, Loyd & Townsend Rose, Veeve, London Residents Club sowie gegenwärtige Hoteleigentümer und -betreiber wie Mainsail Lodging und Reserva Conchal. Für die Zukunft plant Marriott, Homes & Villas by Marriott Intrnational in weitere Märkte einzuführen und die Zahl der angebotenen Objekte weiter zu erhöhen.

„Indem wir im Bereich Eigenheim-Vermietung aktiv werden, können wir für unsere Gäste eine außergewöhnliche Selektion von Wohnmöglichkeiten zusammenstellen, die das Reiseerlebnis verstärken", sagte Jennifer Hsieh, Vice President, Homes & Villas by Marriott International. „Durch die Zusammenarbeit mit einer ausgewählten Gruppe professioneller Managementgesellschaften, die sich in diesem dynamischen Markt auskennen und agieren, können wir uns auf das konzentrieren, was wir am besten können – die Auswahl einer Vielzahl von Eigenheimen in attraktiven Destinationen, die Festlegung von Standards für einen zuverlässigen Kundenservice sowie die Entwicklung eines nahtlosen Buchungsverfahrens, das unseren Gästen hilft, sich bei der immer komplexer und undurchschaubarer werdenden Auswahl an Mietobjekten zurechtzufinden."

Buchung

Ab nächster Woche können Reisende auf der Website Homes & Villas by Marriott International (www.homesandvillasbymarriott.com) nach passenden Unterkünften suchen und diese direkt buchen. Zusätzlich werden Reisende, die auf Marriott.com nach Unterkünften für mehr als drei Nächte in Märkten suchen, in denen es Mietobjekte gibt, Links zu den Angeboten von Homes & Villas by Marriott International erhalten. Marriott ist im Begriff zu ermitteln, auf welche Weise Homes & Villas by Marriott International über weitere Kanäle, einschließlich der Marriott Bonvoy-App und Reiseberatern, vermarktet werden kann, und wird Neuigkeiten dazu in naher Zukunft bekanntgeben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Strandhotel Sylt in Westerland ist als erstes Haus der Marke auf der Nordseeinsel in das Portfolio von BWH Hotels Central Europe aufgenommen worden. Nun wird es in die BW Signature Collection by Best Western integriert.

Marriott International baut seine Präsenz in Osteuropa und der Kaukasus-Region durch eine neue Vereinbarung mit regionalen Partnern gezielt aus. Insgesamt sind drei neue Hotel- und Wohnimmobilienprojekte in Aserbaidschan und Georgien vorgesehen.

Mercure führt weltweit die digitalen „Mercure Local Maps“ ein, um Gästen durch kuratierte Empfehlungen von Hotelteams authentische lokale Erlebnisse in über einhundert Destinationen zu bieten.

Die Radisson Hotel Group hat zum 1. August 2026 das Management des Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz übernommen. Das Hotel wurde bereits zuvor unter der Marke Park Inn by Radisson im Rahmen eines Franchisevertrags geführt.

Das Central in Sölden hat sein Zimmerangebot um die neu gestalteten Juniorsuiten Nederkogl erweitert. Die Einheiten verfügen über eine Größe von 50 Quadratmetern und sind konsequent auf den 3.163 Meter hohen Hausberg ausgerichtet.

Wie können Hotels trotz massiv gestiegener Kosten nachhaltig profitabel wirtschaften? Für Urs Grimm, Co-Founder und Managing Partner bei UNISONO Hospitality, führt an einer grundlegenden Veränderung der Betriebsmodelle in Verbindung mit Prozess-Automatisierung kein Weg vorbei.

Die britische Verbraucherorganisation Which? hat die Downing Street 10 testweise als Ferienwohnung bei Booking.com eingestellt. Booking.com erklärt, der Test sei nicht repräsentativ für die Plattform.

Der Hotelverband Deutschland empfiehlt Hoteliers, zur Absicherung von Buchungen eine Kreditkarte beim Buchungsvorgang oder spätestens beim Check-in hinterlegen zu lassen. Bei der vorherigen Information des Gastes, einem blockierten Betrag und der Verweigerung einer Kreditkarte sind nach einem dpa-Bericht mehrere Punkte zu beachten.

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.