Marriott könnte mehr als 100 Hotels wegen ausstehender Zahlungen verlieren

| Hotellerie Hotellerie

Der Service Properties Trust (SVC), der unter anderem in den USA hunderte Hotelimmobilien besitzt, fordert ausstehende Zahlungen in Höhe von elf Millionen US-Dollar von Marriott International ein. SVC hat Marriott eine Frist von zehn Tagen gesetzt und droht das Management von 122 Hotels an Sonesta zu übertragen.

Die Vereinbarung zwischen SVC und Marriott, die 122 Hotels, darunter zwei Marriott, zwei Springhill Suites, zwölf TownePlace Suites, 35 Residence Inns und 71 Courtyards, in 31 Staaten umfasst, schreibt, nach Angaben von SVC, derzeit jährliche Mindestrückzahlungen in Höhe von 194,6 Millionen US-Dollar vor und läuft im Jahr 2035 aus. Sowohl die Kaution, die SVC zuvor zur Sicherung der Mindestrückzahlungen im Rahmen dieser Vereinbarung gehalten hat, als auch die von Marriott gewährte Garantie in Höhe von 30 Millionen Dollar seien vollständig ausgeschöpft worden.

Sollte Marriott die geforderte Zahlung nicht leisten und SVC die Vereinbarung kündigen, plant das Unternehmen derzeit, das Management und das Branding dieser 122 Hotels von Marriott auf die Sonesta International Hotels Corporation zu übertragen. SVC besitzt rund 34 Prozent der Anteile an Sonesta.

Dass SVC seine Ankündigungen wahr macht, bekam jüngst die InterContinental Hotels Group (IHG) zu spüren. Wegen ausbleibender Zahlungen wechseln in den USA 103 Hotels von der InterContinental Hotels Group (IHG) zum Hotelbetreiber Sonesta. Ob IHG nicht willens oder nicht in der Lage war, offene Forderungen zu bedienen, ist nicht bekannt. (Tageskarte berichtete).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.