Marriott meldet Rekordwachstum und Portfolio-Erweiterung für 2025

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Ausbau seines globalen Portfolios abgeschlossen. Das Unternehmen verzeichnete ein Netto-Zimmerwachstum von über 4,3 Prozent und ergänzte sein System um mehr als 700 Immobilien mit insgesamt fast 100.000 Zimmern. Von diesen Neuzugängen entfielen über 630 Objekte auf organische Projekte.

Anthony Capuano, Präsident und CEO von Marriott International, bezeichnete 2025 als ein prägendes Jahr für das Unternehmen, das durch eine mutige Expansion und globale Meilensteine gekennzeichnet war. Man habe ikonische Marken in neue Märkte skaliert, das Portfolio in jedem Segment gestärkt und neue Reiseziele erschlossen. Diese Erfolge spiegelten laut Capuano das Engagement der globalen Teams und das Vertrauen der Hoteleigentümer wider.

Strategische Expansion und starke Pipeline

Zum Jahresende 2025 umfasste die Entwicklungspipeline von Marriott rund 610.000 Zimmer, was einer Steigerung von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Weltweit wurden fast 1.200 organische Verträge mit 163.000 Zimmern unterzeichnet. Besonders starkes Wachstum verzeichneten die Regionen Greater China mit 201 Abschlüssen, der asiatisch-pazifische Raum ohne China mit 187 Verträgen sowie die Karibik und Lateinamerika mit 94 neuen Vereinbarungen.

Ein wesentlicher Treiber des Wachstums waren Konversionen, also die Umwandlung bestehender Hotels in Marriott-Marken. Mit fast 400 Verträgen und über 50.800 Zimmern machten Konversionen mehr als 30 Prozent der jährlichen organischen Zimmerunterzeichnungen aus. Dabei konnten rund 75 Prozent dieser Projekte innerhalb von zwölf Monaten nach Vertragsunterzeichnung eröffnet werden.

Neue Markenangebote und Integrationen

Marriott erweiterte sein Portfolio im Jahr 2025 um mehrere neue Marken, um auf veränderte Reisebedürfnisse zu reagieren. Im Juli wurde die Übernahme der Marke citizenM abgeschlossen, deren über 35 Hotels mit fast 9.000 Zimmern im vierten Quartal in die Marriott-Plattformen integriert wurden.

Zudem führte das Unternehmen neue Konzepte ein:

  • Die im Mai gestartete Kollektionsmarke Series by Marriott für das Midscale- und Upscale-Segment eröffnete bis Ende 2025 bereits 37 Häuser in Indien und sicherte sich erste Verträge in den USA und Kanada.

  • Für Reisende, die naturnahe Erlebnisse suchen, wurde die Outdoor Collection by Marriott Bonvoy offiziell eingeführt, die das Jahr mit mehr als 30 aktiven Objekten beendete.

Fokus auf das Midscale-Segment

Seit dem Einstieg in das Midscale-Segment im Jahr 2023 hat Marriott diesen Bereich massiv ausgebaut. Die Marken City Express by Marriott, StudioRes und Four Points Flex by Sheraton verzeichneten zusammen ein Wachstum von über 50 Prozent bei den eröffneten und geplanten Objekten. Insgesamt umfasst dieses Segment nun 216 aktive Hotels und mehr als 250 Projekte in der Pipeline.

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der Marke City Express, die mit 158 Hotels und 150 weiteren Projekten eine starke Präsenz in Lateinamerika sowie erste Abschlüsse in Brasilien, El Salvador und im asiatisch-pazifischen Raum erreichte. Die Marke Four Points Flex by Sheraton entwickelte sich zudem zur am schnellsten wachsenden Marke des Konzerns in Europa.

Rekordzahlen im Luxussegment und bei Wohnresidenzen

Im Luxusbereich erzielte Marriott mit 114 unterzeichneten Verträgen für insgesamt 15.301 Zimmer einen neuen Rekord. Dies entspricht fast 10 Prozent der gesamten organischen Vertragsabschlüsse des Jahres. Die Luxus-Pipeline wuchs damit auf 296 Hotels und Resorts an.

Ein signifikantes Wachstum verzeichnete die Marke JW Marriott mit 27 neuen Verträgen, darunter der Markteintritt in Usbekistan. Auch die Lifestyle-Luxusmarken EDITION und W Hotels expandierten mit Eröffnungen am Comer See und in der Dominikanischen Republik. Ritz-Carlton Reserve erweiterte sein Portfolio um Standorte in Mexiko und Costa Rica.

Im Bereich der markengebundenen Wohnresidenzen (Branded Residences) feierte Marriott sein 25-jähriges Bestehen mit einem Rekordjahr. Die Anzahl der Vertragsabschlüsse stieg um 50 Prozent auf 55 neue Deals. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über 149 aktive Standorte und 175 weitere Projekte in der Entwicklung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.