Marriott steigert RevPAR im dritten Quartal

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Marriott International hat im dritten Quartal 2026 den Umsatz je verfügbarem Zimmer (RevPAR) weltweit um 6,5 Prozent gesteigert. In den USA und Kanada lag das Wachstum bei 7,4 Prozent, in den internationalen Märkten bei 4,4 Prozent. Der Hotelkonzern meldete für den Zeitraum einen Nettogewinn von 794 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 1,512 Milliarden US-Dollar.

Der Vorstandsvorsitzende Anthony Capuano erklärte, das Wachstum beim RevPAR sei sowohl auf höhere durchschnittliche Zimmerpreise als auch auf eine gestiegene Belegung zurückzuführen. Besonders stark entwickelten sich die USA und Kanada. Dort habe der RevPAR über verschiedene Kundensegmente und Hotelkategorien hinweg zugelegt.

Marriott hebt Prognose für Gesamtjahr 2026 an

Auch in den internationalen Märkten verzeichnete Marriott Zuwächse. Die Region Asien-Pazifik (APEC) erreichte ein RevPAR-Wachstum von mehr als neun Prozent. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) lag der Zuwachs bei mehr als vier Prozent. Marriott verwies dabei auf eine solide Entwicklung in Europa. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten habe die Ergebnisse in dieser Region weiterhin belastet. Die Entwicklung habe sich gegenüber dem zweiten Quartal jedoch verbessert.

Für das Gesamtjahr 2026 hob Marriott seine Prognose für das weltweite RevPAR-Wachstum an. Der Konzern erwarte nun einen Zuwachs zwischen 4,5 und fünf Prozent. Als Grundlage nannte Capuano die Entwicklung im dritten Quartal und die Erwartung einer weiterhin stabilen Nachfrage.

Der bereinigte Nettogewinn belief sich im dritten Quartal auf 790 Millionen US-Dollar nach 674 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie stieg von 2,47 auf 3,02 US-Dollar. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um zwölf Prozent auf 1,512 Milliarden US-Dollar.
 

Hotelkonzern erweitert sein weltweites Zimmerangebot

Marriott nahm im dritten Quartal weltweit rund 20.100 zusätzliche Nettozimmer in sein System auf. Davon entfielen mehr als 13.400 Zimmer auf internationale Märkte. Gegenüber dem Ende des dritten Quartals 2025 wuchs die Zahl der Zimmer im Konzernsystem um 4,6 Prozent. Zum Quartalsende umfasste das weltweite Portfolio mehr als 10.200 Hotels mit knapp 1,834 Millionen Zimmern.

Auch die Entwicklungspipeline erreichte einen neuen Höchststand. Sie umfasste zum Quartalsende 4.209 Hotels mit mehr als 634.000 Zimmern. Davon befanden sich 1.750 Hotels mit über 278.000 Zimmern im Bau. In dieser Zahl sind auch Hotels enthalten, die sich im Umwandlungsprozess in das Marriott-System befinden. Mehr als die Hälfte der Zimmer in der Pipeline entfiel auf internationale Märkte.

Marriott verwies zudem auf eine hohe Zahl neuer Vertragsabschlüsse. Bis Ende September habe der Konzern weltweit so viele neue organische Verträge unterzeichnet wie noch nie in einem vergleichbaren Zeitraum. Umwandlungen bestehender Hotels in Marken des Konzerns hätten in den ersten neun Monaten mehr als ein Drittel der Vertragsabschlüsse und über 40 Prozent der Hoteleröffnungen ausgemacht.

Marriott steigert Gebühreneinnahmen und kauft eigene Aktien zurück

Die Franchise- und Basismanagementgebühren stiegen im dritten Quartal um 13 Prozent auf 1,341 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatten sie 1,190 Milliarden US-Dollar betragen. Marriott führte den Zuwachs vor allem auf höhere Gebühren aus Kreditkartenpartnerschaften, gestiegene RevPAR-Werte und das Wachstum des Zimmerangebots zurück.

Die erfolgsabhängigen Managementgebühren erhöhten sich um 22 Prozent auf 181 Millionen US-Dollar. Im dritten Quartal 2025 waren es 148 Millionen US-Dollar gewesen. Alle Regionen verzeichneten dabei Zuwächse gegenüber dem Vorjahr.

Beim Aktienrückkauf erwarb Marriott im dritten Quartal 3,5 Millionen eigene Aktien für 1,3 Milliarden US-Dollar. Bis zum 28. Oktober 2026 belief sich das Volumen der seit Jahresbeginn zurückgekauften Aktien auf 3,4 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 9,6 Millionen Aktien. Einschließlich Dividenden habe Marriott bis zu diesem Stichtag rund vier Milliarden US-Dollar an seine Aktionäre zurückgeführt.

Die Gesamtverschuldung des Konzerns lag zum Quartalsende bei 16,8 Milliarden US-Dollar. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 500 Millionen US-Dollar.

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