Max C. Luscher von B&B Hotels im Interview - „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“

| Hotellerie Hotellerie

Gefühlt macht derzeit jede Woche ein B&B-Hotel in Deutschland auf. B&B HOTELS Deutschland ist die Marke mit den meisten Hotels in hierzulande. Auch wenn B&B eine Tochter der US-amerikanischen Großbank Goldman Sachs ist, muss sich das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Wie das gelingt und wie das weitergehen soll, sagt Max Luscher, der unter anderem für das Deutschlandgeschäft bei B&B verantwortlich ist, in einem Interview mit Marc Schnerr von Tageskarte.

Max C. Luscher (CEO Central & Northern Europe B&B HOTELS) ist bekannt dafür, nicht um die Dinge herumzureden und findet daher auch klare Worte zur allgemeinen Situation der Hotellerie in Deutschland. Er bezeichnet die ersten erste Halbjahr 2023 aus wirtschaftlicher Sicht als Katastrophe. Auch der Sommer sei schlechter gelaufen als erwartet. Mit einer RevPar-Steigerung von 30 Prozent, hätte sich B&B aber vom Markt nach oben abgesetzt. B&B könne ferner zeigen, dass man seine Hausaufgaben gemacht habe.

Beim Thema ESG, wenn es also um Nachhaltigkeit geht, wird Luscher besonders deutlich. Er schäme sich gegenüber seinen Kindern und der nachfolgenden Generation, was für einen Sauladen wir als Menschheit hinterlassen werden. Der Planet rauche ab, aber keinen scheine es zu interessieren. B&B sei auch bei diesem Thema lange nicht perfekt, habe sich als Unternehmen aber auf den Weg gemacht, voranzugehen.

Auch beim Marketing geht B&B andere Wege. Statt einfach mit einem Travel Influencer zu kooperieren, setzt die Marke auf humorvolle Kurz-Clips auf Social Media. Die Videos der Kampagne mit dem Influencer „Herr Anwalt“ spielen mit gängigen Hotel-Mythen (Darfst du am Buffet so viel essen, wie du willst? Markiere einen Vielfraß, der aufgeklärt werden muss!) – und bindet auch die Mitarbeitenden ein. Die Ergebnisse: 16 Millionen Views und 15.000 neue Follower auf Tiktok, dazu 5,5 Millionen Views auf Youtube Shorts.

Abschließend bekräftigt Luscher die Expansionpläne der Marke, die derzeit bereits über 170 Hotels in Deutschland betreibt. Ziel sei es für Deutschland und Österreich 400 Hotels bis 2030 im Portfolio zu haben.
 

 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Preisstudie zeigt, dass viele Hotels an der Nord- und Ostsee trotz einer hohen Nachfrage ihre Preise senken. Grund dafür ist ein verändertes Buchungsverhalten der Gäste, auf das viele Betriebe mit defensiven Preisstrategien reagieren.

Die Jufenalm hat den Umbau ihrer Hotelanlage in den Salzburger Bergen abgeschlossen. Das Unternehmen startet mit neuen Suiten, einem erweiterten Wellnessbereich und speziellen Rabattaktionen in die aktuelle Sommersaison.

Das Hotel Bergkristall in Oberstaufen hat sechs neue Seesuiten am hauseigenen Bergsee eröffnet. Ab August 2026 soll das Angebot laut Unternehmen um weitere Bergsuiten ergänzt werden.

Die H World Group hat nach eigenen Angaben das Europageschäft wieder in die Gewinnzone geführt. In den veröffentlichten Quartalszahlen verweist das Unternehmen auf Fortschritte im internationalen Segment sowie auf den weiteren Ausbau der Marken Steigenberger und IntercityHotel.

Eine Studie von Mews zeigt eine breite Nutzung von künstlicher Intelligenz in Hotels. Gleichzeitig sehen viele Hoteliers persönliche Kontakte wie Begrüßung und Check-in weiterhin als Aufgabe von Mitarbeitern.

Der Apartment-Anbieter Stayery hat ein neues Haus in der Innenstadt von Fürth eröffnet. Das Unternehmen setzt am Standort auf digitale Abläufe und plant bereits die Erschließung weiterer Märkte im deutschsprachigen Raum.

Das Best Western Plus Ostseehotel Waldschlösschen im Ostseebad Prerow feiert sein dreißigjähriges Bestehen unter der Leitung der Inhaberfamilie Jahncke. Seit dem Kauf im Jahr 1995 wurde die historische Immobilie kontinuierlich modernisiert.

Die Schlosshotels & Herrenhäuser trauern um ihren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Max Eidlhuber. Der österreichische Hotelier starb im Alter von 78 Jahren in Salzburg.

Die Dormero Hotel AG übernimmt das bisherige Amedia Express Passau aus der Insolvenz der Revo-Gruppe. Das Hotel mit 73 Zimmern soll in den kommenden zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert werden.

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt