Mehr als 18.000 Hotels beteiligen sich an Sammelklage gegen Booking Holdings

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Die Zahl der Hotels, die sich an der europäischen Sammelklage gegen Booking Holdings beteiligen, ist auf 18.135 gestiegen. Die Stichting Hotel Claims Alliance (SHCA) hat am 30. Oktober 2026 die dritte und letzte Gruppe von Teilnehmern beim Bezirksgericht Amsterdam eingereicht. Innerhalb von drei Monaten erhöhte sich die Zahl der beteiligten Hotels damit nach Angaben der Stiftung um 68 Prozent.

Die auch vom Hotelverband Deutschland (IHA) unterstützte Klage richtet sich gegen die Muttergesellschaft von Booking.com. Die beteiligten Hotels verlangen Schadenersatz für finanzielle Einbußen, die unter anderem durch die Anwendung wettbewerbswidriger Preisparitätsklauseln im Zeitraum von 2004 bis 2024 entstanden seien. Diese Klauseln hätten die Möglichkeiten der Hotels eingeschränkt, über andere Vertriebskanäle, einschließlich ihrer eigenen Internetseiten, niedrigere Preise anzubieten.

Zahl der beteiligten Hotels steigt seit Verfahrensbeginn im Januar deutlich

Die Zahl der Teilnehmer hat sich seit Beginn des Verfahrens mehrfach erhöht. Im Januar 2026 waren zunächst 3.087 Hotels beteiligt. Im Juli stieg die Zahl auf 10.783. Mit der Ende Oktober eingereichten dritten Gruppe umfasst die Sammelklage nun 18.135 Hotels.

Nach Darstellung der SHCA gehöre das Verfahren damit zu den größten wettbewerbsrechtlichen Schadenersatzklagen, die jemals in Europa gegen ein einzelnes Unternehmen erhoben worden seien.

Die Stiftung schätzt, dass sich die gesamte Schadenersatzforderung auf mehrere Milliarden Euro zuzüglich Zinsen belaufen könnte. Nach Einschätzung der SHCA könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Bilanz von Booking Holdings haben. Eine erste Anhörung vor dem Bezirksgericht Amsterdam werde für 2027 erwartet.

Klagevertreter sieht Vertrauensverlust bei europäischen Hotelpartnern von Booking Holdings

Dr. Volker Soyez, der die Klage leitet, äußerte sich in der Pressemitteilung der SHCA vom 30. Oktober 2026 zur gestiegenen Beteiligung an dem Verfahren.

„Das Ausmaß der Anmeldungen in den letzten Monaten spiegelt den Vertrauensverlust unter den europäischen Hotelpartnern von Booking Holdings wider, der durch jahrzehntelange wettbewerbswidrige Praktiken entstanden ist. Da KI die Reisebranche verändert und Gästen neue Möglichkeiten bietet, Unterkünfte zu finden, könnte der Verlust des guten Rufs bei den Hotels ein großes Risiko für das Geschäft von Booking Holdings darstellen.“

Auch HOTREC-Präsident Alexandros Vassilikos äußerte sich zu der Sammelklage. Tausende Hotels in ganz Europa hätten sich dem Verfahren angeschlossen, um Schadenersatz für Schäden zu fordern, die durch wettbewerbswidrige Praktiken von Booking.com verursacht worden seien.

Vassilikos erklärte, fairer Wettbewerb und die Freiheit, eigene Preise festzulegen, seien für Europas Hotels von entscheidender Bedeutung. Die Durchsetzung von Schadenersatz bezeichnete er als wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Fairness und zum Aufbau ausgewogenerer Geschäftsbeziehungen mit Online-Reisebüros.

Die Angaben zur Zahl der beteiligten Hotels, zur Höhe der möglichen Schadenersatzforderungen und zum erwarteten Verfahrensablauf stammen aus einer Pressemitteilung der Stichting Hotel Claims Alliance vom 30. Oktober 2026.

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