Meininger Hotels auf Expansionskurs

| Hotellerie Hotellerie

Meininger Hotels setzt den Wachstumskurs fort und plant strategische Investitionen. Nach einem Geschäftsjahr mit positiven Ergebnissen konzentriert sich das Unternehmen auf die Digitalisierung seiner Prozesse, die Renovierung bestehender Häuser und die Expansion in neue europäische Märkte.

Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichneten die Meininger Hotels ein Wachstum mit einem Umsatz von über 200 Millionen Euro. Ajit Menon, CEO von Meininger Hotels, zeigt sich mit dem Gesamtergebnis zufrieden: „Wir wachsen seit Jahren konstant, darauf sind wir stolz. Mit 4,5 Millionen Übernachtungen konnten wir eine starke Auslastung von nahezu 80 Prozent erreichen. Eine tolle Teamleistung!“ Für das laufende Geschäftsjahr werden weitere Umsatzsteigerungen erwartet, unterstützt durch geplante Neueröffnungen und eine bestehende Projektpipeline.

Expansion nach Spanien und Großbritannien

Die Hotelgruppe plant Ende 2025 die Eröffnung ihres ersten Hauses in Spanien. Das Hotel in Barcelona mit 162 Zimmern und 555 Betten befindet sich gegenüber der Fira de Barcelona Gran Via, einem wichtigen Messegelände in Europa. Ajit Menon, CEO von Meininger Hotels, bestätigte weitere geplante Eröffnungen. Dazu gehören der Wiedereintritt in den britischen Markt mit einem Hotel in Edinburgh sowie neue Standorte in Kiel, Tel Aviv und Straßburg.

Modernisierung bestehender Standorte

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden bereits mehrere Meininger Hotels in Städten wie Berlin, München, Wien, Paris und Hamburg renoviert. Diese Modernisierungen sollen auch im aktuellen Geschäftsjahr fortgesetzt werden, um den Gästekomfort zu verbessern und die Häuser an den aktuellen Standard anzupassen. Thomas Hagemann, COO bei Meininger Hotels, erläuterte, dass die Bedürfnisse der Gäste fortlaufend analysiert würden, um das Angebot zu optimieren.

Digitale Transformation im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Transformation des Unternehmens. Im letzten Jahr wurde ein Self-Service für Gruppenbuchungen eingeführt, der Großkunden die eigenständige Verwaltung ihrer Buchungen über digitale Portale ermöglicht. Für das neue Geschäftsjahr sind weitere Initiativen geplant: Die Einführung einer cloudbasierten HR-Lösung soll sechs bestehende Systeme ersetzen und HR-Prozesse optimieren. Zudem werden ein zentrales Purchase Ordering System und eine neue Plattform für das Rechnungsmanagement implementiert, um Einkaufsprozesse effizienter zu gestalten. Auch für die Gäste gibt es Neuerungen: Ein neuer Web-Check-in, der bereits in einigen Häusern verfügbar ist, soll bis Ende Sommer 2025 in allen Meininger Hotels eingeführt werden und eine vollständig digitale Abwicklung vor der Anreise ermöglichen.

Personalentwicklung und Nachhaltigkeit

Das Wachstum der Hotelkette erfordert gezielte Strategien zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg der Weiterbeschäftigungsquote um acht Prozent im Kalenderjahr 2024 und einen deutlich höheren Eingang an Bewerbungen für das Jahr 2025. Dies wird unter anderem auf Investitionen in Employer Branding und Weiterbildung, wie ein neues Learning Management System, zurückgeführt. Meininger Hotels legt Wert auf Diversität: Die Belegschaft ist nahezu paritätisch besetzt, und die Mitarbeitenden stammen aus insgesamt 90 Nationen.

Im Bereich Nachhaltigkeit wurden Fortschritte erzielt. Eine Partnerschaft mit dem E-Ladestationen-Anbieter Wirelane führte zur Ausstattung von sechs Standorten in Deutschland mit Ladeinfrastruktur. Zudem werden 34 der 36 Häuser zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben. Eine im Jahr 2024 durchgeführte doppelte Wesentlichkeitsanalyse soll die Grundlage für die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie und die Identifizierung weiterer CO₂-Reduktionspotenziale bilden. Für 2025 ist eine Aktualisierung der konzernweiten CO₂-Bilanz geplant.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group expandiert mit einem langfristigen Managementvertrag für das Triforêt alpin.resort in Hinterstoder. Das Boutique-Resort mit 41 Apartments und 20 Chalets eröffnet im Juli 2026 unter der Marke Falkensteiner Residences.

Die Sommersaison 2026 im Alpenraum zeigt eine stabile Auslastung auf Vorjahresniveau, während die Umsätze primär durch gestiegene Zimmerpreise getrieben werden. Trotz höherer Raten stehen die Margen aufgrund steigender Kosten aber weiterhin unter Druck.

Das Bollants Spa im Park in Bad Sobernheim wird ab Juli 2026 als Adults-Only-Hotel geführt. Familien mit Kindern können weiterhin die separat betriebenen Lodges und das Landhaus nutzen.

Das historische Hotel Anker in Saalfeld wurde nach der Feststellung statischer Mängel vorübergehend gesperrt. Nach Angaben des Landratsamtes besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit, während weitere Untersuchungen laufen.

Eine Auswertung des Unternehmens Mineko zeigt eine hohe Fehlerquote bei geprüften Betriebskosten-Abrechnungen in der Hotellerie. Laut den Angaben des Anbieters waren 93 Prozent der untersuchten Abrechnungen fehlerhaft.

Am Münchner Flughafen hat das ibis Styles München Airport eröffnet. Das Hotel mit 358 Zimmern wird von Accor gemeinsam mit der FMG-Tochter Allresto betrieben.

Bob W plant zwölf neue Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit den Projekten erfolgt zugleich der Eintritt des Aparthotel-Anbieters in den österreichischen Markt.

Die Münchner Gastronomen Thomas und Natascha Manglkammer haben das Lartor-Resort in Unterammergau übernommen. Nach Angaben von Merkur.de sollen Hotel, Restaurant und Kunsthalle unter der neuen Führung gemeinsam weiterentwickelt werden.

Die Münchner Hospitality-Gruppe Alpami eröffnet Anfang Juni 2026 ihr erstes Stadthotel in der bayerischen Landeshauptstadt. Das neue Haus mit dem Namen Alpami Glockenbach verfügt über 16 Zimmer und befindet sich im Glockenbachviertel unweit der Isar, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht.

Four Seasons hat gemeinsam mit dem Investmentunternehmen Blasson Pläne für ein neues Luxushotel in Sevilla bekannt gegeben. Das Projekt an der Plaza Nueva umfasst die Revitalisierung eines Gebäudes aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.