Meldescheine im Hotel für Deutsche bald passé

| Hotellerie Hotellerie

Bei Hotelübernachtungen im Inland müssen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bald keine Meldezettel mehr ausfüllen. Das sieht das vom Bundestag beschlossene Gesetz der Ampel-Koalition zum Bürokratieabbau vor, dem der Bundesrat jetzt ebenfalls in Berlin zustimmte. 

„Wir begrüßen das vollständige Entfallen der besonderen Meldepflicht für inländische Beherbergungsgäste. Seit Jahrzehnten fordert der Hotelverband Deutschland (IHA) die Ablösung der papierhaften Meldescheine beim Check-in im Hotel, die für die Branche geradezu zum Inbegriff überflüssiger Bürokratie geworden sind“, erklärt IHA-Vorsitzender Otto Lindner. „Nun sollte umgehend auch eine zeitgemäße Alternative für unsere ausländischen Gäste in Angriff genommen werden. Wir erwarten, dass die Bundesregierung hierzu zumindest auf europäischer Ebene zeitnah eine Initiative startet.“

Geregelt werden damit verschiedene Bürokratie-Entlastungen für die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger. So werden für Unternehmen Aufbewahrungsfristen für Rechnungskopien, Kontoauszüge, Lohn- und Gehaltslisten von zehn auf acht Jahre verkürzt.

Möglich werden auch digitale Steuerbescheide sowie mehr digitale Rechtsgeschäfte per Mail, SMS oder Messenger-Nachricht, ohne die bisher erforderliche «Schriftform» mit einer eigenhändigen Unterschrift. Geregelt wird zudem, dass Arbeitgeber Bedingungen von Arbeitsverträgen nicht mehr auf Papier mit Unterschrift an künftige Mitarbeiter aushändigen müssen - sondern dies auch per E-Mail geht. Für Hauptversammlungen börsennotierter Unternehmen sollen Unterlagen auch online zur Verfügung gestellt werden können.

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sagte, die Wirtschaft werde damit insgesamt um fast eine Milliarde Euro pro Jahr entlastet. Zum 1. Januar 2025 könne ein Großteil der im Gesetz enthaltenen Maßnahmen in Kraft treten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hard Rock International startet den Buchungsbetrieb für sein neues Hotel auf Malta. Die Eröffnung der Anlage mit 397 Zimmern und einem 3.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist für Juli 2026 geplant.

Ein Podcast von HotelPartner beleuchtet die Preisstrategie des Hotels Grace La Margna in St. Moritz. General Manager David Frei nennt darin konkrete Zahlen zur Entwicklung der Zimmerpreise und zur Positionierung des Hauses.

Premier Inn hat zeitgleich drei neue Häuser in Freiburg, München und Koblenz eröffnet und baut damit die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt auf rund 70 Standorte aus.

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.

Six Senses zieht ein Jahr nach dem Start ihres Female Wellness Programms eine positive Bilanz. Das Angebot kombiniert medizinische Diagnostik mit Ernährungsstrategien und ist bereits an mehreren Standorten verfügbar.

Das Berliner Hotel Das Stue erweitert sein digitales Angebot durch den neuen Video-Podcast „Man wird doch wohl fragen dürfen“. In der ersten Folge spricht General Manager Zeèv Rosenberg mit dem Moderator Dominik Porschen über die Hintergründe des Hauses.