Meliá Hotels kündigt Markteintritt in Tunesien mit 3.000 Zimmern an

| Hotellerie Hotellerie

Die spanische Hotelgruppe Meliá Hotels International weitet ihre Präsenz im Mittelmeerraum aus und hat den offiziellen Markteintritt in Tunesien bekannt gegeben. In Zusammenarbeit mit der Management Hospitality Group (MHG) plant das Unternehmen die Übernahme von insgesamt fünf Hotels, um bis zum Jahr 2030 eine Kapazität von 3.000 Zimmern zu erreichen. Das erste Projekt in Mahdia soll laut Unternehmensangaben noch im laufenden Jahr den Betrieb aufnehmen.

Expansionsplan und Standorte bis 2030

Der Auftakt der Wachstumsstrategie erfolgt mit einem Resort der Marke Meliá Hotels & Resorts in Mahdia, das über 307 Zimmer verfügt. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Eröffnung dieses Hauses für 2026 an einem der Küstenstandorte des Landes vorgesehen. Im weiteren Verlauf sieht der Zeitplan die Integration von vier zusätzlichen Hotels zwischen den Jahren 2027 und 2029 vor.

Diese weiteren Liegenschaften befinden sich in den Zielgebieten Tabarka, Monastir, Djerba sowie in der Hauptstadt Tunis. Die Projekte sind primär als Resorts konzipiert und sollen unter den Marken Sol, Meliá Hotels & Resorts und Gran Meliá betrieben werden. Damit deckt die Gruppe verschiedene Segmente des Beherbergungsmarktes ab.

Kooperation mit Management Hospitality Group

Für die Umsetzung der Pläne ist Meliá eine strategische Allianz mit der Management Hospitality Group (MHG) eingegangen. MHG ist eine auf die Entwicklung und den Betrieb von Hotelanlagen in Nordafrika spezialisierte Plattform, die als Gemeinschaftsunternehmen der AllianceOne Group und Voyages 2000 fungiert. Die Partnerschaft sieht vor, bestehende Immobilien durch Investitionen auf internationale Standards anzuheben.

Ziel dieser Neupositionierung ist es, die Attraktivität der Häuser für internationale Quellmärkte, insbesondere in Europa, zu steigern und die Rentabilität der Anlagen zu optimieren. Laut Mitteilung bringt MHG lokales Wissen über den tunesischen Markt sowie etablierte Netzwerke im Vertrieb und im Bereich der Reiseveranstalter in die Kooperation ein.

"Strategischer Schritt für Wachstum"

Der Vorsitzende und Vorstandsvorsitzende von Meliá Hotels International, Gabriel Escarrer, bezeichnet den Markteintritt als strategischen Schritt für das Wachstum im Mittelmeerraum und in Nordafrika. Das Unternehmen sehe in Tunesien ein Zielgebiet mit erheblichem Transformationspotenzial. Man beabsichtige, die Entwicklung eines touristischen Angebots mit höherer Wertschöpfung zu unterstützen, das sich an Trends wie Qualität und Nachhaltigkeit orientiere.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Accor weist Vorwürfe zu Menschenrechtsverstößen zurück und kündigt interne sowie externe Untersuchungen an. Der Konzern bestreitet zudem Verbindungen zu Jeffrey Epstein.

Mit der Eröffnung des Masana Algarve führt Hyatt ihre Marke Destination in Portugal ein. Das Resort in der Nähe von Albufeira bietet 33 Wohneinheiten und ist Teil einer Wachstumsstrategie des Konzerns auf der Iberischen Halbinsel.

Der Landkreis Harz hat das Brockenhotel und die Gastronomie an Timberjacks verpachtet. Der Betreiberwechsel ist für den 1. April 2026 vorgesehen. Timberjacks habe sich in einem europaweiten Teilnahmewettbewerb mit seinem Konzept „Brocken Mountain Lodge“ durchgesetzt.

Für die Grafenau Hotel Betriebs GmbH & Co. KG wurde eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Laut Impressum ist die Gesellschaft dem Sonnenhof in Grafenau zugeordnet. Laut Bericht soll eine Zusammenarbeit zwischen InterSPA und Michel-Hotels gestoppt worden sein.

Der Bodenmaiser Hof im Bayerischen Wald wird umfassend umgebaut und bleibt bis Juni 2026 geschlossen. Laut Hotelchefin Sandra Geiger-Pauli entspricht das Projekt in seinem Umfang einem Neubau.

Ein Bericht von Hospitality Investor zeigt: US-Investoren richten ihren Fokus 2026 verstärkt auf Europas Hotelmarkt. Nicht verkaufte Portfolios und Marktbedingungen spielen dabei eine Rolle.

1912 Hotels hat den Betrieb des Strandhotels Ahlbeck auf Usedom übernommen. Das Unternehmen plant eine strategische Neuausrichtung des Hauses mit 105 Zimmern inklusive eines neuen Gastronomiekonzepts.

Die Frankfurter Oreda GmbH hat ein insolventes Hotelprojekt in Mittenwald restrukturiert und die Suche nach einem Endinvestor eingeleitet. Durch eine Anpassung des Baurechts und der Zimmerkapazitäten wurde die Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb des künftigen Wellnesshotels geschaffen.

In Fusch an der Großglocknerstraße entsteht bis Ende 2026 das Designer Motel glockna mit 100 Betten. Das Konzept von Helmut Wimreiter setzt auf eine Kombination aus moderner Architektur, Gastronomie und einer spezialisierten Infrastruktur für mobile Reisende.

Das Kastens Hotel Luisenhof in Hannover hat eine von Azubis gestaltete Veranstaltung für deren Angehörige durchgeführt. Die angehenden Fachkräfte übernahmen die Planung, die Organisation des Menüs sowie die Durchführung des Service und des Rahmenprogramms in Eigenregie.