MHP Hotel AG steigert Quartalsumsatz auf 56,8 Millionen Euro

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Die MHP Hotel AG hat im zweiten Quartal 2026 nach eigenen Angaben einen Hotelumsatz von 56,8 Millionen Euro erzielt. Das entspreche einem Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal mit 45,2 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr 2026 weist das Unternehmen einen Hotelumsatz von 98,3 Millionen Euro aus, was einem Anstieg von 25,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche.

Als wesentliche Wachstumstreiber nennt das Unternehmen die Erweiterung des Hotelportfolios sowie die anhaltende Nachfrage im Premium- und Luxussegment. Einen maßgeblichen Beitrag habe zudem das im Februar 2026 übernommene Hyatt Regency Vienna geleistet, das im zweiten Quartal erstmals für einen vollständigen Dreimonatszeitraum in den Konzernzahlen berücksichtigt worden sei.

Gastronomieumsätze wachsen deutlich stärker als das Zimmergeschäft

Nach Angaben der MHP Hotel AG stieg der Logis-Umsatz im zweiten Quartal um 22 Prozent, während der Food-&-Beverage-Umsatz um 41 Prozent zunahm. Der sonstige operative Umsatz habe sich um 14 Prozent erhöht. Die Belegungsquote habe einschließlich der Anlaufphase des Conrad Hamburg bei 79 Prozent gelegen. Bereinigt um diesen Effekt habe sie 82 Prozent erreicht, nach 80 Prozent im zweiten Quartal 2025.

Bei den Erlöskennzahlen verzeichnete das Unternehmen dagegen Rückgänge gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Zimmerrate (ADR) sank den Angaben zufolge von 238 Euro auf 229 Euro, der Umsatz je verfügbarem Zimmer (RevPar) von 189 Euro auf 180 Euro. Bereinigt um die Anlaufphase des Conrad Hamburg habe die ADR bei 225 Euro und der RevPar bei 184 Euro gelegen. Nach Unternehmensangaben lagen beide Kennzahlen weiterhin über dem Niveau einer Vergleichsgruppe.

Vorstand bestätigt Prognose für das Geschäftsjahr 2026

Die Gesellschaft führt die Entwicklung der Zimmererlöse unter anderem auf die Anlaufphase des Conrad Hamburg sowie auf eine im April 2026 zeitweise schwächere Nachfrage infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten zurück. Im weiteren Verlauf des Quartals habe sich die Belegung wieder erhöht.

Vorstandschef Dr. Jörg Frehse erklärte: „Unser Umsatzwachstum von 26 % im zweiten Quartal zeigt, wie robust unsere kombinierte Wachstumsstrategie durch Portfolioerweiterung und Premium-Positionierung ist. Die Anlaufphase des Conrad Hamburg sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten haben die Preisentwicklung im zweiten Quartal temporär gebremst. Seither hat die Belegung wieder spürbar angezogen und mit dem stark gestiegenen Gastronomieumsatz bauen wir die geplanten zusätzlichen Erlösquellen weiter aus. Mit Blick auf das dritte und vierte Quartal, die für unser Jahresergebnis entscheidend sind, sind wir zum heutigen Zeitpunkt zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt – sofern neuerliche geopolitische Spannungen ausbleiben.

Für das Geschäftsjahr 2026 hält der Vorstand an seiner bisherigen Prognose fest. Erwartet werde weiterhin ein Konzernumsatz von rund 225 Millionen Euro sowie ein Konzern-EBITDA von mehr als zehn Millionen Euro. Als wesentliche Faktoren nennt das Unternehmen den vollen Jahresbeitrag des Conrad Hamburg sowie die Integration des Hyatt Regency Vienna. Die Prognose stehe unter dem Vorbehalt, dass weitere geopolitische Entwicklungen die internationalen Reiseflüsse nicht wesentlich beeinträchtigen.

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