MHP Hotel AG verzeichnet Rekordumsatz im vierten Quartal 2025

| Hotellerie Hotellerie

Die Münchener MHP Hotel AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit dem umsatzstärksten Quartal ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Der Hotelumsatz des Betreibers von Premium- und Luxushotels stieg im vierten Quartal 2025 um 16 Prozent auf 52,6 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 45,3 Millionen Euro. Getragen wurde diese Entwicklung maßgeblich von einer hohen Nachfrage im Luxussegment sowie einem ratenfokussierten Revenue-Management.

Positive Kennzahlen bei Zimmerpreisen und Auslastung

Parallel zum Umsatzplus verzeichnete die MHP Hotel AG eine deutliche Steigerung des durchschnittlichen Zimmerpreises (ADR). Dieser erhöhte sich von 227 Euro im vierten Quartal 2024 auf 249 Euro im Schlussquartal 2025. Der bereinigte Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) stieg um 10 Prozent auf 203 Euro, verglichen mit 185 Euro im Vorjahr. Bei dieser Berechnung wurden die Anlauf-Effekte des im September 2025 eröffneten Conrad Hamburg ausgeklammert.

Die bereinigte Belegungsquote der Hotelgruppe verbesserte sich leicht von 81 Prozent auf 82 Prozent. Unter Einbeziehung des neuen Standorts in Hamburg lag der RevPAR bei 195 Euro und die Auslastung bei 78 Prozent.

Performance der einzelnen Standorte und Expansion in Wien

Innerhalb des Portfolios zeigten sich unterschiedliche Schwerpunkte. Der Koenigshof in München, ein Hotel der Luxury Collection, steigerte seinen Umsatz um rund 40 Prozent durch höhere Raten und eine gestiegene Belegung. Das Sheraton Düsseldorf Airport Hotel profitierte von einer starken Nachfrage im Oktober und November und erzielte ein Umsatzplus von etwa 20 Prozent im vierten Quartal. Auch die Wiener Häuser Le Méridien und MOOONS entwickelten sich robust mit einem Wachstum von rund 20 Prozent im Dezember.

Der Standort Wien gewinnt für die MHP Hotel AG strategisch weiter an Bedeutung. Seit dem 2. Februar 2026 ergänzt das Andaz Vienna am Belvedere das Portfolio und wird künftig als Hyatt Regency Vienna geführt. Mit dem für 2027 geplanten Sheraton Vienna wird das Unternehmen künftig vier Hotels in der österreichischen Hauptstadt betreiben.

Ausblick und finanzielle Prognosen für 2026

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet die MHP Hotel AG nach aktuellem Stand der Prüfung einen Konzernumsatz von rund 180 Millionen Euro sowie ein Konzern-EBITDA von etwa 15 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen eine weitere Umsatzsteigerung um 25 Prozent auf rund 225 Millionen Euro. Das Konzern-EBITDA wird für 2026 auf über 10 Millionen Euro geschätzt.

Der im Vergleich zu 2025 niedrigere EBITDA-Ausblick für 2026 begründet sich durch den Wegfall von Einmaleffekten wie Eröffnungszuschüssen für das Conrad Hamburg. Zudem sind für das laufende Jahr Kosten für Due-Diligence-Prüfungen, Transaktionen und Rebrandings sowie Renovierungsmaßnahmen in den Häusern Le Méridien Stuttgart und Le Méridien Hamburg eingeplant.

Dr. Jörg Frehse, Vorstandsvorsitzender der MHP Hotel AG, kommentiert die Lage: „Mit dem Zugang zum Kapitalmarkt und unseren starken Performance-Kennzahlen sind wir bestens positioniert, um die laufende Marktkonsolidierung aktiv mitzugestalten und daraus strategische Wachstumschancen zu nutzen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die InterContinental Hotels Group (IHG) hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Meilenstein erreicht und betreibt nun weltweit mehr als 7.000 Hotels. Die Marke wurde durch die Eröffnung von insgesamt 82 Hotels in den ersten drei Monaten überschritten.

Elf familien- und inhabergeführte Hotels aus der Oberpfalz haben die Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ gegründet. Die Initiative wurde bei einer Auftaktveranstaltung in Parsberg vorgestellt.

Die Stichting Hotel Claims Alliance hat nach eigenen Angaben mehrere gerichtliche Maßnahmen zur Beweissicherung im Zusammenhang mit der europaweiten Sammelklage gegen Booking.com eingeleitet. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Hotelverband Deutschland, der "Genug des Hinhaltens und Behinderns!" auf Social Media postete.

Trivago hat eine Kartellklage gegen Google vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Das Unternehmen wirft dem Suchmaschinenkonzern vor, den eigenen Hotelpreisvergleich in den allgemeinen Suchergebnissen bevorzugt zu behandeln und Wettbewerber wie Trivago dadurch zu benachteiligen.

​​​​​​​Marriott International hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für den Betrieb des Hotelprojekts Seegut am Tegernsee in Bad Wiessee unterzeichnet. Das Resort soll künftig unter der Marke The Luxury Collection geführt werden. Die Eröffnung ist laut Mitteilung für das Jahr 2029 vorgesehen.

Das Sunneschlössli in Nesselwängle im Tiroler Tannheimer Tal bekommt neue Eigentümer. Nina und Matthias Kienzle übernehmen das Boutique-Apartmenthaus zum 1. Juli 2026. Das Ehepaar war nach eigenen Angaben seit 15 Jahren regelmäßig Gast des Hauses.

Nach der Insolvenz der Revo-Hospitality-Gruppe übernimmt die neu gegründete Ernst Leitz Hotel GmbH unter Führung der Familie Kaufmann das Ernst Leitz Hotel in Wetzlar. Die operative Leitung wird der Treugast Solutions Group übertragen.

Die Radisson Hotel Group baut ihr Portfolio in Deutschland und Österreich durch drei neue Standorte in Ahlbeck, Wien und Lustenau aus. In Kooperation mit der 1912 Hotels GmbH wächst die Präsenz der Gruppe in der DACH-Region damit auf insgesamt 90 Hotels.

Die Landlust Hotels bauen ihre Präsenz in Europa aus und integrieren fünf neue Partnerbetriebe in das Portfolio. Damit umfasst die Kollektion nun insgesamt 40 Häuser mit Schwerpunkten auf Regionalität und Naturverbundenheit.

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.