MHP Hotel AG will über vier Millionen Aktien zurückkaufen

| Hotellerie Hotellerie

Die MHP Hotel AG hat am 8. Oktober 2026 ein öffentliches Aktienrückkaufangebot für bis zu 4.403.530 Aktien beschlossen. Das geht aus der Pressemitteilung des Münchner Hotelbetreibers vom selben Tag hervor. Der Angebotspreis betrage 1,35 Euro je Aktie, die Annahmefrist beginne am 13. Oktober und ende am 2. November 2026. Den überwiegenden Teil der erworbenen Aktien wolle die Gesellschaft einziehen, einen kleineren Teil für Mitarbeiterbeteiligungen verwenden.

Der Vorstand fasste den Beschluss mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Damit nutze MHP erstmals die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien, die die Hauptversammlung am 19. Juni 2026 erteilt habe. Das Angebot umfasse rund 9,5 Prozent des derzeitigen Grundkapitals, das 46.352.945 Euro betrage.

MHP bietet allen Aktionären 1,35 Euro je Aktie an

Der Angebotspreis enthalte einen Aufschlag von rund sieben Prozent auf den Referenzpreis, erklärt MHP. Dieser entspreche dem durchschnittlichen Schlusskurs der MHP-Aktien im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten drei Börsenhandelstage. Der Preis liege innerhalb des von der Hauptversammlung vorgegebenen Rahmens.

Das Angebot richte sich zu gleichen Bedingungen an alle Aktionäre. Die Annahmefrist ende am 2. November 2026 um 24 Uhr MEZ. Die Abwicklung erfolge über die Clearstream Europe AG; die Aktionäre würden über ihre depotführenden Banken informiert.

Das Rückkaufangebot könne angepasst, ausgesetzt und wieder aufgenommen werden, soweit dies erforderlich und rechtlich zulässig sei. Maßgeblich seien ausschließlich die Bestimmungen der Angebotsunterlage.

Vier Gründungsaktionäre beteiligen sich nicht am öffentlichen Rückkaufangebot

Die vier Gründungsaktionäre hielten zusammen rund 75 Prozent des Grundkapitals und würden keine Aktien andienen, teilt die Gesellschaft mit. Damit stehe das Rückkaufangebot in vollem Umfang den übrigen Aktionären offen.

Für die Verwendung der erworbenen Aktien kämen grundsätzlich alle Zwecke infrage, die durch die Ermächtigung der Hauptversammlung zugelassen seien. Bei der vorgesehenen Einziehung des überwiegenden Teils erhöhe sich nach Darstellung des Unternehmens der Anteil aller verbleibenden Aktionäre an MHP.

MHP will geplante Hotelprojekte unabhängig vom Aktienrückkauf umsetzen

Die Umsetzung der geplanten Hotelprojekte bleibe vom Aktienrückkauf unberührt, erklärt MHP. Dazu zählten das Sheraton Vienna für 2027, ein Autograph Collection Hotel in Stuttgart für 2028 sowie das MOOONS Frankfurt und ein Autograph Collection Hotel in Düsseldorf für 2029.

Zum 30. Juni 2026 habe die Gruppe über liquide Mittel von rund zehn Millionen Euro verfügt. MHP verweist auf sein Pacht- und Franchisemodell, bei dem die Gesellschaft kein eigenes Kapital in Hotelimmobilien binde.

MHP meldet 25 Prozent Umsatzwachstum im ersten Halbjahr

Den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 beziffert MHP auf 99,3 Millionen Euro, ein Zuwachs von 25 Prozent. Als Träger dieser Entwicklung nennt die Gesellschaft das Conrad Hamburg und das im Februar 2026 übernommene Hyatt Regency Vienna.

Durch eine Kapitalerhöhung im Juli 2025 und eine Umplatzierung im Juni 2026 sei der Streubesitz zuvor von rund 16 auf 25 Prozent gestiegen. Zugleich habe MHP seine Aktionärsbasis um institutionelle Investoren erweitert.

Der Vorstandsvorsitzende Jörg Frehse erklärt, das Unternehmen sehe seine operative Entwicklung im aktuellen Aktienkurs nicht abgebildet. Dies nennt er als Begründung für das Rückkaufangebot.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelraten zum Oktoberfest 2026 liegen je nach Kategorie zwischen 5,4 und 7,6 Prozent über dem Vorjahr, der Buchungsstand aber noch rund sieben Prozentpunkte unter dem Endwert von 2025. Das geht aus einer Auswertung von Marktdaten hervor, die Philipp Stelzer von Lighthouse auf LinkedIn veröffentlicht hat.

Der Michelin Guide hat seine weltweite Hotelauswahl mit Hotel-Schlüsseln für 2026 vorgestellt, wobei insbesondere die Schweizer Spitzenhotellerie Zuwächse verzeichnet.

easyJet und IHG Hotels & Resorts verbinden die Geschäftsreiseprogramme easyJet plus und IHG Business Edge. Mitglieder der beiden Programme erhalten jeweils festgelegte Leistungen bei Hotels beziehungsweise Flügen.

Aus dem Hotel Caro & Selig ist das A-ROSA Tegernsee geworden. Wie die DSR Hotel Holding und die DERTOUR Group mitteilen, wurde das Haus am 18. September 2026 offiziell unter der Marke A-ROSA eröffnet. An der Veranstaltung nahmen geladene Gäste aus Tourismus, Wirtschaft, Sport und Medien sowie Vertreter aus der Region teil.

SV Hotel plant in den Ulmer Posthöfen ein Moxy Hotel mit 146 Zimmern. Das Haus am Ulmer Hauptbahnhof soll Ende 2028 eröffnen.

Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts haben das Garner Hotel Frankfurt – Main Station mit 84 Zimmern eröffnet. In das frühere Hotel Continental Frankfurt wurden nach Unternehmensangaben eigentümer- und betreiberseitig rund 5,1 Millionen Euro investiert.

Motel One und Leonardo Hotels haben in mehreren Pilotprojekten den Umgang mit Verpackungen, Restmüll und Hotelmobiliar untersucht. Ein gemeinsamer Report dokumentiert die Ergebnisse und Grenzen der Projekte.

Das Wilmina, das Hotel Schani City, das Biohotel Bühelwirt und Franz-Josef Perauer haben die Independent Hotel Show Munich Awards 2026 gewonnen. Die Auszeichnungen wurden am 16. September im MOC München verliehen.

Leonardo Hotels Central Europe übernimmt vier ehemalige Revo-Häuser in Berlin, Düsseldorf und Dortmund. Die Hotels verfügen zusammen über 1.040 Zimmer.

BWH Hotels Central Europe erweitert das Portfolio in der Rhein-Main-Region um das Main Plaza Suite Hotel in Frankfurt am Main. Das von Michael Schramm geführte Haus im Stadtteil Sachsenhausen wechselt in die WorldHotels Elite Collection.