MICE-Branche im Wandel: HSMA Barcamp in Hamburg diskutiert Digitalisierung

| Hotellerie Hotellerie

Rund 80 Fachkräfte aus der Hotellerie und von Dienstleistern kamen beim HSMA MICE Camp 2025 in Hamburg zusammen, um sich über die Zukunft der Veranstaltungsbranche auszutauschen. Das Barcamp, ein offenes Veranstaltungsformat, setzte klare Schwerpunkte auf die Themen Automatisierung, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit.

In über 20 Open-Session-Runden wurden verschiedene Fragestellungen rund um die Digitalisierung bearbeitet. Die Themen reichten von KI-gestützter Teilnehmerverwaltung und automatisierten Buchungssystemen bis hin zu CRM-basierten Strategien zur Lead-Generierung. Darüber hinaus standen auch die Wirtschaftlichkeit und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Abteilungen im Fokus.

Praxisnahe Lösungsansätze und effiziente Prozesse

Alexandra Weber, Head of Sales & Strategic Partnerships bei Hospitality X und Fachvorständin MICE & Sales bei HSMA Deutschland e.V., hob die Bedeutung des persönlichen Austauschs hervor: „Gerade in Zeiten immer dynamischer werdenden Veränderungen ist der persönliche Austausch innerhalb unserer Branche unabdingbar. Bei dem MICE Camp wurden aber nicht nur Herausforderungen benannt, sondern vor allem praxisnahe Lösungsansätze zu unterschiedlichen Themenbereichen wie zum Beispiel der Automatisierung und Systemintegration entwickelt.“

Die Diskussionen zeigten, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Vorauswahl von Eventpartnern, automatisierte Reporting-Tools und CRM-basierte Abläufe das tägliche Geschäft im MICE-Bereich erleichtern können. Die Teilnehmenden arbeiteten zudem an Live-Szenarien, die unter anderem Systemwechsel, digitale Dokumentationen und das Management von automatischen Feedback-Loops behandelten.

Strategische Bedeutung der Automatisierung

Uwe Krohn, Vorstandsmitglied der HSMA Deutschland e.V., betonte die strategische Ausrichtung der Veranstaltung: „Die Architektur moderner MICE-Programme liegt in der Automatisierung smarter Prozesse – vom Workshop bis zum Follow-up. Dieses Barcamp hat gezeigt, wie Digitalisierung nicht nur agil, sondern auch praxisnah und vor allem menschlich gestaltet werden kann.“

Das dreitägige Event, das seit 2013 jährlich stattfindet, bot auch Raum für Networking und fachlichen Austausch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalteten die Inhalte und Sessions selbst, was zu einem authentischen Wissenstransfer und zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungsansätzen beitrug.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.