Miiro eröffnet zweites Hotel in Wien am Spittelberg

| Hotellerie Hotellerie

Alle Fotos: © James McDonald

Am 30. März 2026 eröffnet mit dem Miiro SpittelBerg ein neues Hotel im 7. Wiener Bezirk. Das Haus liegt in der Kirchberggasse nahe dem MuseumsQuartier und ist nach Angaben des Unternehmens das zweite Hotel der Londoner Gruppe Miiro in Österreich. Bereits im November 2025 hatte die Gruppe das Palais Rudolf in Wien eröffnet.

Hotel mit 132 Zimmern und architektonischem Konzept

Das neue Hotel verfügt über 132 Zimmer und Suiten. Laut Unternehmensangaben wurden die Räume mit natürlichen Materialien, hellen Farbtönen und einzelnen Farbakzenten gestaltet. Je nach Kategorie bieten die Zimmer zusätzliche Aufenthaltsbereiche, Terrassen oder Ausblicke über die Stadt.

Der Entwurf entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekten Gabriel Kacerovsky vom Büro Archisphere. Nach Angaben des Unternehmens wurde ein Townhouse-Hotel mit klarer Struktur und reduzierter Materialauswahl konzipiert. Kacerovsky wird mit den Worten zitiert: „Das Haus wurde als Teil des Spittelbergs gedacht – mit klarer Struktur, offenen Übergängen und einem Verständnis von Gastlichkeit, das Architektur, Nachbarschaft und Kultur zusammenführt.“

Kunstkonzept im gesamten Haus

Nach Angaben des Unternehmens sind im Hotel Arbeiten mehrerer Künstler integriert. Dazu zählen unter anderem Christian Ludwig Attersee, Kurt Moldovan, Josef Mikl, Hubert Pfaffenbichler, Heimo Zobernig und Cornelius Kolig. Im sogenannten Refresh Room sind Werke von Helen Mae LaCroix installiert.

Zusätzlich wurde der Eingangsbereich, die Rezeption und die Bar mit einer Arbeit des Wiener Künstlers Florian Metzler (Flowsofly) gestaltet.

Gastronomie im Erdgeschoss: Restaurant und Bar Poco

Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant und die Bar Poco. Laut Mitteilung steht dort ein Angebot aus Pizza, ofengefeuerten Gerichten zum Teilen sowie Desserts wie Tiramisu oder Banoffee im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Angebot durch Aperitifs, Spritz-Variationen, Cocktails und Bier.

Das gastronomische Konzept wurde nach Angaben des Unternehmens gemeinsam mit den Londoner Gastronomen Jake Bucknall und Jacob Stuttard entwickelt. Beide waren zuvor am Projekt D4100 beteiligt.

Angebot auch für externe Gäste

Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das gastronomische Angebot nicht nur an Hotelgäste, sondern auch an Besucher aus der Umgebung. Zudem sind ein DJ-Bereich sowie regelmäßige Veranstaltungen mit Schallplattenmusik geplant.

General Manager Dirk Jan Doek wird mit den Worten zitiert: „Miiro SpittelBerg ist als offenes Haus für Reisende und Wiener:innen gedacht. Mit poco, dem kulturellen Bezug des Hauses und der Verankerung im Grätzel wollen wir einen Ort schaffen, der über die klassische Hotelnutzung hinaus relevant ist.“

Opening Night vor offizieller Eröffnung

Wie das Portal Leadersnet berichtet, fand am 25. März 2026 eine sogenannte Opening Night statt, bei der geladene Gäste das Hotel vor der offiziellen Eröffnung besichtigen konnten. Dabei wurden nach Angaben von Leadersnet Drinks sowie ein Dinner im Restaurant Poco angeboten.

Die Hotelgruppe Miiro betreibt nach eigenen Angaben seit 2024 mehrere Häuser in europäischen Städten und setzt dabei auf Standorte in Stadtvierteln mit ausgeprägter lokaler Identität. CEO Neena Gupta erklärt laut Mitteilung: „Mit Miiro entwickeln wir Hotels in Stadtvierteln mit starker Identität. Unser Ziel ist es, Häuser zu schaffen, die mit ihrer Umgebung verbunden sind und Gästen einen Aufenthalt bieten, der den Charakter des jeweiligen Ortes erfahrbar macht.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.

Vom ehemaligen Bürogebäude in Berlin bis zum Neubau auf Sylt: Limehome setzt bei seiner Expansion auf unterschiedliche Immobilientypen. Bis 2030 will das Unternehmen 25.000 Einheiten unter Vertrag haben.

IHG Hotels & Resorts plant ein neues Vignette-Collection-Hotel im Zentrum von Madrid. Das San Bernardo soll im März 2028 mit 67 Zimmern eröffnen und das spanische Luxus-Portfolio des Konzerns auf 21 Häuser erweitern.

Die österreichische Hotelgruppe Cooee alpin erweitert ihr Portfolio von drei auf fünf Hotels. In Kaprun läuft der Umbau eines bestehenden Hauses, zugleich entsteht in Bad Goisern bis Dezember 2027 ein Neubau mit 78 Zimmern.

Das familiengeführte Flemings Mayfair Hotel in London feiert sein 175-jähriges Jubiläum. Das im Jahr 1851 von Robert Fleming errichtete Anwesen gehört zu den ältesten unabhängigen Hotels der britischen Metropole.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat ihr neues Fünf-Sterne-Resort in Salò am Gardasee offiziell eröffnet. Das Investitionsvolumen für das Mixed-Use-Projekt beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro.