Minor Hotels eröffnet in Berlin erstes „iStay by NH“ in Deutschland

| Hotellerie Hotellerie

Minor Hotels hat am 16. März 2026 in Berlin das erste Hotel der Marke „iStay by NH“ in Deutschland eröffnet. Wie das Unternehmen mitteilt, handelt es sich dabei um das dritte Haus dieser Marke weltweit. Zuvor waren bereits Standorte in Valencia und Zaragoza in Spanien an den Start gegangen.

Das neue Hotel trägt den Namen iStay by NH Berlin City Ost und verfügt laut Mitteilung über 99 Zimmer. Die Ausstattung umfasst unter anderem King- oder Queensize-Betten, kostenfreies WLAN sowie Arbeitsbereiche in den Zimmern. In höheren Zimmerkategorien sind zusätzlich Regenduschen und Nespresso-Maschinen vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens stehen auch Zimmer mit Verbindungstüren für Familien zur Verfügung, zudem sind Haustiere erlaubt.

Zum gastronomischen Angebot gehört das Restaurant „Rossini Quattro“, das italienische Küche anbietet. Ergänzt wird dies durch ein rund um die Uhr verfügbares Selbstbedienungskonzept mit Snacks, Getränken und Alltagsprodukten. Für Geschäftsreisende stehen laut Unternehmensangaben zwei Veranstaltungsräume mit Platz für bis zu 32 Personen bereit.

Standort in Berlin-Friedrichshain

Das Hotel befindet sich nach Angaben von Minor Hotels in der Nähe des Berliner Stadtteils Friedrichshain. Auch Prenzlauer Berg und Berlin-Mitte seien in wenigen Minuten erreichbar. Die Fahrzeit zum Alexanderplatz beträgt demnach rund zehn Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Flughafen Berlin Brandenburg etwa 40 Minuten mit dem Auto.
 

Neue Marke im Mittelklasse-Segment

Mit „iStay by NH“ erweitert Minor Hotels nach eigenen Angaben sein Markenportfolio im Mittelklasse-Segment. Die Marke ist als sogenannte Conversion-Marke konzipiert, die bestehende Hotels in ein internationales Markensystem integrieren soll. Gleichzeitig verbindet sie laut Mitteilung Elemente einer sogenannten Soft Brand mit einem einheitlichen Markenkonzept.

Der Fokus der Marke liegt laut Unternehmen auf „Einfachheit, Effizienz und funktionalem Design“. Ziel sei es, „unkomplizierte, erschwingliche und reibungslose Aufenthalte zu ermöglichen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Teil der Wachstumsstrategie von Minor Hotels

Nach Angaben des Unternehmens ist „iStay by NH“ Bestandteil der globalen Wachstumsstrategie von Minor Hotels. Diese sieht unter anderem vor, verstärkt auf Management- und Franchiseverträge zu setzen. Das Unternehmen bezeichnet diesen Ansatz als „Asset-right“-Modell, bei dem Eigentum, Pacht sowie Management- und Franchiseverträge kombiniert werden.

Wie Minor Hotels mitteilt, soll der Ausbau von sogenannten Asset-light-Strukturen die Expansion beschleunigen und den Kapitaleinsatz optimieren. In diesem Zusammenhang wurden bereits im Jahr 2025 mehrere neue Marken eingeführt, darunter neben „iStay by NH“ auch Angebote im Premium- und Luxussegment.

Franchiseangebot für Eigentümer und Investoren

Das Unternehmen bietet im Rahmen der Marke ein Franchisekonzept an. Laut Mitteilung erhalten Partner Zugang zu Vertriebs- und Marketingstrukturen sowie zum Loyalitätsprogramm „Minor DISCOVERY“ mit über 34 Millionen Mitgliedern. Zudem umfasst das Angebot nach Unternehmensangaben ein Distributionsnetzwerk mit verschiedenen Vertriebskanälen sowie eine Plattform für Geschäftskunden.

Darüber hinaus verweist Minor Hotels auf zentrale Einkaufsservices, operative Unterstützung und Systeme zur Preissteuerung. Diese würden laut Mitteilung tägliche Preisanpassungen ermöglichen.

Minor Hotels betreibt nach eigenen Angaben mehr als 640 Hotels in 59 Ländern. Zum Markenportfolio gehören unter anderem Anantara, Tivoli, NH Collection, nhow, Avani und Oaks. Das Unternehmen ist zudem Mitglied der Global Hotel Alliance.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland startet mit einem leichten Plus in das Jahr 2026. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Übernachtungszahlen im Januar um 1,2 Prozent auf insgesamt 25,5 Millionen, getragen durch eine stabile Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Ein neuer Bericht der Hotelschool The Hague warnt vor dem Machtverlust der Hotellerie an Tech-Giganten. Während nur zehn Prozent der Betriebe KI strukturell nutzen, verschieben Google und OpenAI die Marktanteile und gefährden die direkte Gästebindung.

Berichte über den Rückzug von OpenAI aus dem Direktgeschäft ließen jetzt die Aktienkurse großer Reiseportale steigen. Die Komplexität von Tourismusbuchungen scheint vorerst eine Hürde für den Verkauf direkt im KI-Chat zu sein.

Mit dem Fairmont Hanoi eröffnet Accor das erste Haus der Marke in Vietnam. Das Hotel in der Altstadt setzt auf eine Kombination aus Konferenzflächen, internationaler Gastronomie und einem Wellnessangebot auf über 3.500 Quadratmetern.

Die Hotelkooperation Design Hotels nimmt sechs neue Häuser in ihr Portfolio auf. Die Neuzugänge in Asien, Afrika und Amerika setzen auf eine Verbindung von regionaler Tradition, modernem Design und spezialisierten Wellness-Konzepten.

Das Hotel Bareiss in Baiersbronn feierte sein 75-jähriges Bestehen. Der Familienbetrieb entwickelte sich seit 1951 von einem kleinen Kurhotel zu einem international ausgezeichneten Ferienresort unter der Leitung von Hermann und Hannes Bareiss.

Der RBB will eine Immobilie direkt neben dem Hauptgelände des Senders verkaufen. Wie die RBB media GmbH mitteilte, befinden sich in dem Gebäude am Kaiserdamm derzeit ein Hotel, Büro- und Lagerflächen sowie eine Bowlingbahn.

Das Ammersee Hotel in Herrsching stellt sich strukturell neu auf. Durch die Verpachtung an die Lieblingsplatz Hotels setzt das Traditionshaus auf eine Kombination aus digitaler Systemkraft und lokaler Betriebsführung, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

Rund 6,36 Millionen Übernachtungsgäste und etwa 11,02 Millionen Übernachtungen gab es vergangenes Jahr in Frankfurt. Das sind weniger als 2024. In einem Bereich wurde jedoch eine Bestmarke erreicht.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansion in Deutschland fort. Mit sechs neuen Verträgen für Marken wie ibis Styles und greet wächst das gemeinsame Portfolio um über 820 Zimmer an Standorten wie Berlin, Lübeck und Halle.