Minor Hotels meldet deutliches Gewinnplus

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelgruppe Minor Hotels hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Wie das Unternehmen in Bangkok bekannt gab, stieg der Kernüinn um 32 Prozent auf 6,84 Milliarden Thailändische Baht (THB), was etwa 217 Millionen US-Dollar entspricht. Dieser Zuwachs gelang trotz eines leichten Rückgangs des Kernumsatzes um 1 Prozent auf 133,2 Milliarden THB.

Finanzielle Disziplin und operative Kennzahlen

Der Anstieg des Gewinns wird primär auf gesunkene Nettofinanzierungskosten sowie Verbesserungen bei der Leasingbilanzierung und Wechselkursbewegungen zurückgeführt. Während die betrieblichen Aufwendungen um rund 1 Prozent sanken, stieg der systemweite Gesamtumsatz auf vergleichbarer Basis um 3 Prozent auf 140,36 Milliarden THB.

Die operativen Kennzahlen entwickelten sich im Jahresvergleich positiv. Die durchschnittliche Belegungsrate stieg um einen Prozentpunkt auf 68 Prozent. Die durchschnittliche Tagesrate (ADR) erhöhte sich um 3 Prozent, was zu einem Anstieg des Erlöses pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) um 4 Prozent führte. Das Management betont, dass die positive Entwicklung maßgeblich durch eine preisorientierte Wachstumsstrategie statt durch reines Volumenwachstum getrieben wurde.

Regionale Performance und Wachstumsfaktoren

Die Region Europa und Amerika (EUAM) fungierte erneut als wesentlicher Ertragspfeiler und macht mehr als die Hälfte des globalen Portfolios aus. Hier stieg die Belegung um zwei Prozentpunkte, während der RevPAR um 4 Prozent zunahm, insbesondere getragen durch die Märkte Spanien und Italien.

Noch deutlichere Zuwächse beim RevPAR verzeichneten die Regionen Asien und der Indische Ozean mit einem Plus von 12 Prozent sowie der Nahe Osten und Afrika mit einem Anstieg von 10 Prozent. Als wesentliche Treiber wurden hier die Malediven sowie das Luxussegment identifiziert. Im vierten Quartal 2025 profitierte das Unternehmen von einer starken Nachfrage in der Hochsaison, die den Kerngewinn in diesem Zeitraum um 32 Prozent auf 2,73 Milliarden THB steigen ließ.

Expansion und strategische Ausrichtung

Minor Hotels setzt verstärkt auf eine „Asset-Right“-Strategie, bei der die Expansion vermehrt über Management- und Franchise-Partnerschaften erfolgt. Im Jahr 2025 wurden 40 neue Hotelprojekte unterzeichnet und 23 Häuser neu eröffnet oder unter einer der Konzernmarken neu positioniert. Das Portfolio umfasst aktuell mehr als 640 Hotels in 59 Ländern.

Für das Jahr 2026 plant die Muttergesellschaft Minor International die Börsennotierung eines Hotel-Real-Estate-Investment-Trusts (REIT). Ziel ist es, Kapital aus gereiften Anlagen zu recyceln und gleichzeitig die langfristige operative Kontrolle über die Marken zu behalten. Für das erste Quartal 2026 strebt die Gruppe den Abschluss von 25 weiteren Verträgen an.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Westeuropa geraten die Hotelmargen zunehmend unter Druck. Trotz leicht steigender Umsätze sorgen hohe Personalkosten und explodierende Vertriebsausgaben dafür, dass die Region das Schlusslicht bei der Profitabilität in Europa bildet.

Die MHP Hotel AG hat den Betrieb des Andaz Vienna am Belvedere unter einem neuen Franchisevertrag mit Hyatt übernommen. Das Hotel wird ab April 2026 unter der Marke Hyatt Regency weitergeführt.

Das Aus für das Congress Hotel gleicht einem Stich ins Herz von Chemnitz. Deswegen treibt die Sorge um die Zukunft des früheren Interhotels nicht nur die Beschäftigten um. Wie kann es weitergehen?

Mit dem Aethos Club Palma eröffnet ein neuer Member-Bereich in einem restaurierten Stadthaus in der Inselhauptstadt. Das Konzept kombiniert Arbeitsbereiche, Wellness-Angebote und kulturelle Events und ist Teil einer europaweiten Expansionsstrategie der Marke.

Der neue Trendreport von Hilton beleuchtet den Wandel in der Veranstaltungsbranche. Im Mittelpunkt stehen der Wunsch der Teilnehmer nach authentischen Begegnungen, die wachsende Bedeutung von Erholungspausen im Programm und die gezielte Nutzung von Technologie.

Wie wandelt sich die Hotellerie digital? Ein neuer Bericht des Tourismusinstitut der HES-SO Valais-Wallis analysiert die Entwicklung von fast 400 Hotels zwischen 2000 und 2025 im Schweizer Kanton. Die Daten liefern allen Tourismusakteuren wertvolle Erkenntnisse für den Sprung von der reinen Online-Präsenz zur qualitativen Optimierung.

Hotel-Pionier Ian Schrager und Highgate bündeln ihre Kräfte für die weltweite Expansion der Marke Public. Der frisch mit dem SevenRooms Icon Award ausgezeichnete Visionär behält die kreative Leitung, während Highgate den Betrieb übernimmt, um das Konzept „Luxus für alle“ global zu skalieren.

Das Parkhotel Quellenhof in Aachen schließt eine weitere Etappe seiner Revitalisierung ab. Mit Investitionen von knapp zwei Millionen Euro wurden 98 Zimmer modernisiert und die Technik des Grand Hotels auf den neuesten Stand gebracht. Damit steigen die Gesamtinvestitionen seit 2020 auf über zehn Millionen Euro.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend über den Verkauf des Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt. Die Hoteliersfamilie Geisel veräußert das traditionsreiche Vier-Sterne-Haus nach 88 Jahren im Familienbesitz an den US-Investor Blackrock Real Estate.

Umfassender Umbau in Sulden: Das Hotel Die Post am Ortler präsentiert sich nach einjähriger Bauzeit mit neuem Design, erweiterten Luxussuiten und einer 4.200 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft direkt am Fuße von Südtirols höchstem Gipfel.