Neu am Flughafen München: „Alter Wirt“ wird Holiday Inn Munich Airport

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Reisende haben am Münchener Flughafen eine neue Übernachtungsmöglichkeit. Zum Jahreswechsel ist in Hallbergmoos das Holiday Inn Munich Airport gestartet, für das der historische „Alte Wirt“ des Ortes umgestaltet und erweitert wurde.

Betrieben wird das Hotel durch die Foremost Hospitality. Geplant und verwirklicht wurde das Holiday Inn von der GBI Unternehmensgruppe, Deutschlands  größtem Projektentwickler im Bereich Hotels sowie der Kassecker Projekt GmbH als Generalunternehmer.

Das 165 Zimmer umfassende Haus in Hallbergmoos bietet eine offen gestaltete Lobby dies es Hotelgästen ermöglichen soll, in kreativer Umgebung zu arbeiten oder zu entspannen. Das Restaurant des Holiday Inn versorgt die Reisenden rund um die Uhr mit Speisen, auch auf einer Außenterrasse.

"Die besondere Lage des Hotels in unmittelbarer Nähe des Münchener Flughafens bietet unseren Gästen einen großen Standortvorteil. Gleichzeitig wissen wir als erfahrener Hotelbetreiber aber auch, dass wir den Reisenden an diesem Standort ein attraktives Serviceangebot machen müssen", sagt Timo Kläner,

Geschäftsführer des Hotelbetreibers Foremost Hospitality. Den Münchener Flughafen - der zu den zehn passagierstärksten Airports Europas gehört - erreichen die Holiday Inn-Gäste innerhalb von 10 Minuten per Taxi und auch mit dem hoteleigenen Shuttle im 40-Minuten-Takt, zwischen 04:30 Uhr und 23:00 Uhr.

Für alle Gäste, die mit dem Auto anreisen, stehen in der Tiefgarage 116 Stellplätze zur Verfügung.

„Eine für Hotels seltene Kombination von Denkmal- und Neubau-Immobilie sorgt für ein ganz besonderes Flair und ein attraktives Alleinstellungsmerkmal in Hallbergmoos", sagt Steven  Schachtschneider, Director of Real Estate Management beim Projektentwickler GBI.

In dem denkmalgeschützten Gebäudeteil war das ca. 1830 eröffnete Gasthaus des "Alten Wirt - Otto von Wittelsbach" untergebracht. Jetzt beherbergt dieser Gebäudeteil den Veranstaltungs- und Meeting-Bereich. Sechs Tageslicht-Räume mit 18 bis 43 Quadratmetern stehen zur Auswahl. "Eine ganz besonders kreative Umgebung für Meetings oder Seminare", ist Timo Kläner von Foremost Hospitality überzeugt.

Damit der Bedeutung des denkmalgeschützten Gebäudes mit der historisch wiederbelebten Gastwirtschaft Rechnung getragen wird, wurde sehr sensibel "Neu und Alt" zusammengeführt. Die Grundstücks-Zusammenlegung und das Architekturkonzept setzen das denkmalgeschützte Gebäude regelrecht in Szene und unterstreichen etwa durch die unterschiedliche Fassadengestaltung sowie die angepasste Gebäudehöhe die besondere Kombination. Der historische Gebäudeteil ist außen verputzt, wie das seit dem 19. Jahrhundert bereits der Fall war.

Der auch von der Gebäudehöhe untergeordnete Neubau-Teil hat fast vollständig eine Fassade mit Holzverschalung erhalten. Diese lässt ihn städtebaulich in den Hintergrund treten. Zusätzlich sorgt die von Muck Petzet Architekten aus München und die vom auf historische Immobilien spezialisierten Architekturbüro Ferdinand Weber aus Regensburg verwirklichte Hofstruktur dafür, dass der Denkmalbereich für die Hotelgäste immer deutlich erkennbar ist.

"Das schafft eine sehr private und gemütliche Atmosphäre", erläutert Steven Schachtschneider: "Trotz mehr als 14.000 Hotelzimmern in unserem Hotel-Portfolio ist dieses Projekt in Hallbergmoos deshalb etwas ganz Besonderes." Ein Projektstart war wegen der geringeren Höhe der Gebäude und des daraus resultierenden höheren Flächenbedarfs erst möglich, als die Flughafen München GmbH entschied, dass ein angrenzendes Grundstück nicht für eigene Zwecke benötigt wird und dieses von der GBI erworben werden konnte. "Nur so war auf dem fast 7000 Quadratmeter großen Bereich eine Verwirklichung dieses Hotel-Konzeptes möglich", erklärt Babak Patrick Mahdawi-Nader, Technischer Projektmanager der GBI PB.

Geschichtsbewusster Umgang mit der Immobilie

Die besondere geschichtliche Bedeutung hat der historische Teil des Hotels, weil Freiherr Karl Theodor Maria Hubert von Hallberg-Broich 1825 das Schloss Birkeneck am Rande des Erdinger Mooses gekauft hatte und begann, Teile der Landschaft trocken zu legen. An den Namen des Freiherrn anlehnend erhielt die entstehende Ortschaft Hallbergmoos ihren Namen. Der "Alte Wirt" taucht erstmals im Freysinger Wochenblatt vom Sonntag, 28. Februar 1830, auf, als "Johann Nepomuk Asam, Wirth zu Hallbergmoos" bekanntgibt, dass er das neue Wirtshaus in der Kolonie bezogen hat. Der zunächst entstandene Gaststätten-Holzbau ist 1846/47 durch einen massiven Ziegelbau ersetzt worden.

Rund 150 Jahre war die Gaststätte wichtiger Treffpunkt des Ortes. Danach wurde das Gebäude von 1978 bis 1985 zunächst vom Schützenverein, anschließend von Künstlern als Atelier und Wohnhaus genutzt. Zwischen 1997 und der jetzigen Hoteleröffnung war aufgrund des baulichen Verfalls eine Nutzung nicht mehr möglich. "Von Anfang an haben wir bei der Planung Wert auf einen geschichtsbewussten Umgang mit der Immobilie gelegt", sagt Diana Marquardt, Projektmanagerin der GBI PB und führt weiter aus: "Die Anforderungen des Denkmalschutzes waren deshalb besondere Herausforderungen."


 

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