Neugestaltung des Eingangsbereichs: Bayerischer Hof investiert vier Millionen Euro

| Hotellerie Hotellerie

Das Münchner Luxushotel Bayerischer Hof hat die umfassende Modernisierung seiner Lobby abgeschlossen. In einer sechsmonatigen Bauphase von Juni bis Dezember 2025 wurde der zentrale Empfangsbereich für insgesamt vier Millionen Euro umgestaltet. Das Projekt markiert die zehnte Zusammenarbeit zwischen dem Traditionshaus und dem belgischen Inneneinrichter Axel Vervoordt.

Architektur als verbindendes Element

Die neu gestaltete Halle fungiert fortan als architektonisches Zentrum, das die verschiedenen Gebäudeteile und Angebote des Hauses miteinander verknüpft. Ziel der Umgestaltung war es, eine räumliche Brücke zwischen dem historischen Palais Montgelas, dem Festsaal sowie den gastronomischen Betrieben wie dem Trader Vic’s oder dem Palais Keller zu schlagen.

Für die Planung zeichnete Vervoordt gemeinsam mit dem japanischen Architekten Tatsuro Miki verantwortlich, während der Münchner Innenarchitekt Gregor Baur die örtliche Projektleitung übernahm. Durch den Rückbau der ursprünglichen Balustrade und den Einsatz nicht tragender Wände wurden neue Sichtachsen geschaffen, die sich an der Architektur der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg orientieren.

Traditionelle Materialien und handwerkliche Details

Bei der Wahl der Ausstattung standen Natürlichkeit und historische Techniken im Vordergrund. Der Boden aus dem Naturstein Ungarisch Rot wurde erhalten und durch Material aus dem letzten aktiven Steinbruch Ungarns ergänzt – ein Gestein, das klassischerweise in sakralen und feudalen Bauten Süddeutschlands zu finden ist.

Die Wände wurden mit klassischem Lehmputz gestaltet, während die Rezeption aus europäischem Nussbaumholz gefertigt wurde. Antike Säulen aus Italien und Elemente aus Fertigbeton sollen dem Raum eine zeitlose Tiefe verleihen. Eine neu eingezogene Kassettendecke schließt die Fassade nach oben ab und erzeugt die Atmosphäre eines überdachten Innenhofs. Im Zuge der Maßnahmen wurde zudem das Treppenhaus zum erweiterten Emporen Café angepasst.

Koreanische Kunst und langfristige Investitionen

Ein zentraler Bestandteil des Gestaltungskonzepts ist ein Werk des koreanischen Künstlers Chung Chang-Sup. Laut Vervoordt repräsentiert die Kunst den sogenannten Sumbi-Geist, eine Form von Intelligenz, die sich durch Demut und Edelmut auszeichnet.

Die Kooperation mit dem belgischen Designer besteht seit dem Jahr 2009. Seither hat Vervoordt unter anderem die Restaurants Atelier und Garden sowie verschiedene Suiten und Veranstaltungsräume gestaltet. Seit Innegrit Volkhardt die Leitung des Hauses im Jahr 1992 übernahm, flossen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro in Renovierungen und Bauprojekte. Die Modernisierung des Hotels wird fortgesetzt; derzeit befindet sich bereits ein weiteres Projekt mit neuen Zimmern und Suiten in der Umsetzung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.

In Bayreuth ist es laut Polizei zu mehr als 100 auffälligen Hotelbuchungen über ein Online-Portal gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs.

Patrizia hat für das Holiday Inn Express in Augsburg einen neuen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Die The Chocolate on the Pillow Group übernimmt den Betrieb des Hotels mit 136 Zimmern.

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.