NGG spricht von 500 Kündigungen bei geplanter Prism-Übernahme von 24 Revo-Hotels

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erhebt im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von 24 Hotels der insolventen Revo-Gruppe durch den indischen Hotelkonzern Prism schwere Vorwürfe. Während Prism die Häuser nach bisherigen Planungen unter der Marke Sunday Hotels weiterführen wolle, hätten rund 500 Beschäftigte Kündigungen von Revo erhalten, so die gewerkschaft in einer Pressemitteilung. Für diese Mitarbeiter bedeute die geplante Übernahme damit „scheinbar keine Perspektive“, erklärt die Gewerkschaft.

NGG fordert Stopp der Kündigungen und mehr Transparenz

Nach Angaben der NGG nutze Revo im Insolvenzverfahren die Möglichkeit, Kündigungsfristen auf maximal drei Monate zu verkürzen. Die Gewerkschaft fordert Revo und Prism auf, die Kündigungen zu stoppen, die Beschäftigten transparent über die weiteren Planungen zu informieren und ihre Interessen zu berücksichtigen.

„Dort, wo Betriebsräte bestehen, müssen diese umfassend in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden“, fordert Mark Baumeister, Referatsleiter Gastgewerbe der NGG. „Wir erwarten deutlich mehr Transparenz und werden die Entwicklungen in den betroffenen Hotels aufmerksam begleiten und die Beschäftigten bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützen.“ Beschäftigte, die bereits eine Kündigung erhalten hätten, sollten sich innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Wochen an ihre zuständige NGG-Region wenden und Kündigungsschutzklage erheben.

Sunday Hotels bestätigte bereits die Übernahme von 24 ehemaligen Revo-Hotels

Sunday Hotels hatte am 22. Juli 2026 mitgeteilt, 24 ehemalige Hotels der Revo Hospitality Group in Deutschland in das eigene Portfolio aufgenommen zu haben. Nach Unternehmensangaben werden die Häuser im Rahmen von Managementverträgen betrieben und sind bereits über die eigenen Buchungskanäle sowie Online-Reisebüros buchbar. Mit den übernommenen Häusern betreibe Sunday Hotels nun 35 Hotels in Deutschland.

Betroffen sind Hotels unter anderem in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Nürnberg, Hannover, Bonn, Augsburg und Wiesbaden. Die Häuser wurden zuvor unter den Marken Accor, Wyndham und H+ Hotels geführt. In seiner Mitteilung bezeichnete Sunday Hotels Deutschland als langfristigen Wachstumsmarkt und kündigte an, künftig einheitliche Betriebsprozesse in den deutschen Hotels einzuführen.

Mitteilung von Sunday Hotels ließ Auswirkungen auf Beschäftigte offen

Die Mitteilung von Sunday Hotels enthielt keine Angaben dazu, wie die Übernahme der Managementverträge im Einzelnen erfolgte oder welche Auswirkungen der Betreiberwechsel auf Beschäftigte und bestehende Arbeitsverträge hat. Genau diesen Punkt greift nun die NGG auf. Nach Darstellung der Gewerkschaft hätten rund 500 Beschäftigte Kündigungen von Revo erhalten, obwohl Prism die Hotels unter der Marke Sunday Hotels weiterführen wolle.

Die Revo-Gruppe hatte Mitte Januar 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seither läuft die Suche nach Investoren. Zu den Interessenten zählt der indische Hotelkonzern Prism, zu dem Sunday Hotels gehört. Nach Unternehmensangaben betreibt Prism weltweit 22.000 Hotels.

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