Noch viele freie Betten in den Osterferien in Nordrhein-Westfalen

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In den Osterferien finden Kurzentschlossene nach Einschätzung des Tourismusverbandes noch viele Übernachtungsmöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen. Wie aus einem Stimmungsbild in der Tourismusbranche hervorgeht, rechnet gut jeder dritte befragte Betrieb (37 Prozent) in den Osterferien mit einer geringeren Nachfrage als im Rekordjahr 2025. 

Als Hauptgrund für den erwarteten Rückgang vermuten die betroffenen Betriebe eine Konsumzurückhaltung. Allerdings könnte auch ein Trend zu kurzfristigen Buchungen eine Rolle spielen, sagte eine Sprecherin des Tourismusverbandes NRW. Oft hänge es dann vom konkreten Wetter ab. Erfahrungsgemäß falle die Nachfrage letztlich meist höher aus als erwartet. 

Von einer gleichbleibenden Nachfrage und Buchungslage in den Osterferien berichtet ein großer Teil (42 Prozent) der insgesamt 377 befragten Betriebe. Mit Zuwächsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum rechnet jeder fünfte Betrieb (rund 20 Prozent). An der Befragung haben sich unter anderem Hotels und weitere Anbieter, Freizeiteinrichtungen und touristische Dienstleister beteiligt. 

Auf Campingplätzen läuft es 

Zahlreiche Urlauber sind vermutlich wieder mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen in den Osterferien unterwegs. Denn besonders gut ist die Stimmung der Befragung zufolge unter den Betreibern von Campingplätzen. Etwas mehr als zwei Drittel von ihnen zeigen sich zufrieden oder sehr zufrieden. 

Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Campingwirtschaft mangelt es trotz der gestiegenen Fahrzeugzahlen grundsätzlich nicht an Stellplätzen. «Es gibt nur sehr wenige Tage im Jahr, wann Campingplätze zu hundert Prozent belegt sind, und wenn man weitersucht, findet man immer etwas», heißt es. 

Auch bei Ferienwohnungen sind noch Kapazitäten vorhanden. Unter den befragten Besitzern ist gut jeder zweite (54 Prozent) überdurchschnittlich optimistisch. Bei den Dienstleistern läuft es fast durchgängig richtig gut: Da sind neun von zehn Teilnehmern der Befragung zufrieden oder sehr zufrieden. Zu der Gruppe werden etwa Stadtführer oder aber auch Kanuverleiher gezählt. 

Freie Betten in großen Hotels 

Über freie Betten dürften gerade Business-Hotels in dieser Zeit verfügen. Sie sind bei Großveranstaltungen wie Messen stark gefragt. Außerhalb solcher Großtermine sind die Preise auch erfahrungsgemäß deutlich niedriger. Dieser Rhythmus in der Nachfrage spiegelt sich den Angaben zufolge auch in der jüngsten Umfrage des Dachverbandes wider: Businesshotels gehörten zu den Betrieben, die die Lage in den Osterferien besonders schlecht bewerteten. 

Hoher Spritpreis kein Urlaubskiller

Der ADAC geht nicht davon aus, dass der Osterurlaub hohen Spritpreisen zum Opfer fällt. «Wer in den Osterferien verreist, hat seinen Urlaub in der Regel schon vor dem drastischen Anstieg der Spritpreise gebucht», sagt ein Sprecher. Urlaub habe für viele Menschen grundsätzlich eine hohe Priorität, in die auch bei steigenden Preisen und wirtschaftlichen Unsicherheiten investiert werde. 

Kurztrips schon eher betroffen

Auswirkungen könnten die hohen Spritpreise jenseits der Zwei-Euro-Marke jedoch bei spontanen Kurztrips am Wochenende haben. «Hier ist durch den Preissprung an der Zapfsäule eine gewisse Zurückhaltung und Fokussierung auf Ausflugsziele und Freizeitaktivitäten in der unmittelbaren Umgebung möglich.»

Campingpreise in NRW vergleichsweise günstig

Trotz starker Preiserhöhungen bleibe Campingurlaub in NRW 2026 laut einer Auswertung des ADAC-Campingportals Pincamp günstiger als in vielen anderen Bundesländern. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind zahle in der Hochsaison durchschnittlich 40 Euro pro Nacht – das seien rund sechs Euro mehr als 2025, aber immer noch weniger als der Bundesschnitt von 41 Euro. (dpa)


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