Olympia: Wenn Hoteliers nachträglich die Preise erhöhen

| Hotellerie Hotellerie

Ein Hotel darf den Zimmerpreis nach der Buchung nicht einfach erhöhen. Das stellt das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) mit Blick auf das Verhalten einiger Hoteliers in Paris und Umgebung klar. Die versuchten für Buchungen während der Olympischen Spiele in diesem Sommer Preise rückwirkend anzuheben.

Das EVZ schildert einen Fall, den die Verbraucherschützer auf dem Tisch hatten: Ein deutscher Tourist habe schon ein Jahr vor der Reise eine Hotelübernachtung im August 2024 gebucht. Kostenpunkt: 90 Euro. Plötzlich aber habe der Hotelier 600 Euro von ihm verlangt, für dasselbe Zimmer ohne Zusatzleistungen. Das verstößt gegen das französische Recht, betont das EVZ. 

Preiserhöhung nur mit Zustimmung

In Frankreich darf der Gastgeber den Preis nach der Buchung nur mit Zustimmung des Verbrauchers erhöhen. Lehnt dieser die Preiserhöhung ab, darf der Gastgeber auch nicht einfach stornieren. Eine Stornierung braucht einen triftigen Grund. Nach diesem sollten sich Verbraucher immer erkundigen, raten die Verbraucherschützer. Ist der Grund nicht haltbar, kann bei dem Hotelier eine vertragliche Haftung geltend gemacht werden.

Unabhängig von der Begründung für die Stornierung muss das Hotel laut EVZ dem Betroffenen aber den gezahlten Betrag zurückerstatten und in einigen Fällen sogar Schadenersatz leisten. Storniert dagegen der Gast selbst, gibt es das Geld nicht unbedingt zurück. Das hängt dann von den Geschäftsbedingungen (AGB) des Hotels ab. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die niederländische Hotelkette Fletcher Hotels setzt den Expansionskurs in Deutschland fort und übernimmt mit dem ehemaligen Romantik Berghotel Astenkrone den zweiten deutschen Betrieb innerhalb einer Woche.

Das Hotel Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach wird nach einer Modernisierung im Spätsommer wiedereröffnet. Der europäische Spa-Anbieter bringt damit sein gesundheitstouristisches Konzept mit Thermal-Infrastruktur erstmals nach Deutschland.

Marriott International und Blacksand haben ein Abkommen über den Bau von zehn Hotels mit über 1.300 Zimmern in Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Projekte sollen bis 2030 realisiert werden und über 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Premier Inn hat die Eröffnung eines neuen Hotels in Bremerhaven bekanntgegeben. Mit dem Standort an der Wesermündung wächst das Unternehmen nach eigenen Angaben auf 73 Hotels in Deutschland. Das neue Haus befindet sich direkt am Deich zwischen Hafen und Innenstadt und umfasst 115 Zimmer auf sieben Etagen.

Bislang war nur bekannt, dass Motel One zu den Hotelgruppen zählt, die an Teilen des Revo-Hospitality-Portfolios Interesse zeigen. Nun nennt eine Wettbewerbsbehörde weitere konkrete Standorte. Demnach will die Hotelgruppe Häuser in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn übernehmen.

Ein laufendes Fusionskontrollverfahren des Bundeskartellamts macht erstmals einen Interessenten aus dem Investorenprozess der Revo Hospitality Group öffentlich. Motel One plant demnach die Übernahme von zehn Hotels in Deutschland.

Mandarin Oriental hat an der Südwestküste Mallorcas das neue Resort Mandarin Oriental Punta Negra eröffnet. Die Anlage in Calvià verfügt über 131 Zimmer sowie umfangreiche Wellness- und Gastronomieangebote.

Das Hotel Dein Engel in Oberstaufen plant mit dem Projekt „Engels Ursprung“ eine umfangreiche Erweiterung. Vorgesehen sind unter anderem neue Wasser- und Freizeitbereiche, zusätzliche Gastronomieflächen sowie ein Veranstaltungsraum. Das Hotel beziffert die Investitionen auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Dorint Hotel An der Messe Köln feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer internen Jubiläumsfeier für die Belegschaft. Die Unternehmensleitung hebt dabei die wirtschaftliche Bedeutung des Standorts innerhalb der Hotelgruppe hervor.

Hyatt kündigt drei neue Hotelprojekte in Rom und auf Sizilien mit insgesamt 428 Zimmern an. Damit führt das Unternehmen zwei neue Marken auf dem italienischen Markt ein und reagiert auf die prognostizierten Wachstumswerte im europäischen Tourismus.