Oyo investiert 300 Millionen Dollar in den USA

| Hotellerie Hotellerie

Oyo Hotels & Homes will in den nächsten Jahren 300 Millionen Dollar in den USA investieren, um die eigene Expansion voranzutreiben. Laut Bloomberg soll das Geld für den Ausbau der Technologie, für das Design und die Renovierung von Immobilien verwendet werden. So soll sich das US-Angebot bis zum Ende des Jahres um das Fünffache erweitern.

„Bisher haben wir uns sehr darauf konzentriert, ein gutes Produkt zu entwickeln“, erklärte CEO Ritesh Agarwal. „Wir wollen sicherstellen, dass wir es richtig machen und nicht nur schnell. Wenn das drei Hotels pro Tag und nicht fünf pro Tag bedeutet, geht das Leben weiter."

OYO Hotels & Homes ist Südasiens größter, Chinas zweitgrößter und der weltweit sechstgrößte und am schnellsten wachsende Anbieter von Hotels, Ferienhäusern und -wohnanlagen. Das Unternehmen wurde 2013 von Ritesh Agarwal im Alter von 19 Jahren gegründet. Seitdem ist die Gruppe weltweit auf über 23.000 Hotels in Franchise oder Verpachtung angewachsen, die in über zehn Ländern und mehr als 500 Städten zu finden sind. Führende Investoren wie die SoftBank-Gruppe, Sequoia India, Lightspeed India und China Lodging Group sind an OYO beteiligt.

Um Immobilienbesitzer davon zu überzeugen, sich mit Oyo zusammenzuschließen, übernimmt das Unternehmen laut Bloomberg oft die Kosten für Renovierungen und garantiert ein bestimmtes Gewinnniveau, beides ungewöhnlich für Economy Hotels. So dauert es in der Regel weniger als einen Monat, bis Oyo ein Hotel eröffnet hat. In den USA betreibt Oyo bereits mehr als 50 Immobilien in Städten wie Dallas, Houston, Atlanta und Miami. Die Kombination von Design zu niedrigen Preisen hat sich schnell in gute Buchungsraten verwandelt, erklärte Agarwal. 

Oyo verfolgt ehrgeizige Pläne: Bis 2023 will das Start-up gemessen an der Zahl der verfügbaren Zimmer zur größten Hotelkette der Welt aufsteigen. Nach Informationen des „Handelsblatts“ gehe Oyos Expansionsvorbereitung in Deutschland deutlich über bloße Marktanalysen hinaus. Ein Blick in das Stellenprotal Glassdor bestätigt die Vermutung. Das Unternehmen hat vor mehreren Wochen begonnen, nach Führungskräften zu suchen. Die Stelle des Landeschefs für Deutschland scheint noch vakant zu sein. Ansonsten sucht Oyo vor allem Leute im Bereich Business-Development. Städte wie Köln, Frankfurt, Hamburg, München und Nürnberg.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein plant bis Dezember 2026 einen umfangreichen Um- und Neubau. Vorgesehen sind 29 neue Zimmer und Suiten, ein erweiterter Wellnessbereich, Veränderungen am Gourmetrestaurant und neue betriebliche Bereiche.

Scandic will 2027 ein drittes Hotel in Frankfurt am Main eröffnen. Die bestehende Immobilie nahe der Messe, das frühere von Revo geführte Mövenpick-Hotel, soll modernisiert werden und künftig 296 Zimmer sowie rund 500 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bieten.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt. Hotels und Restaurants sollten jetzt handeln.

Die Marke Hilton Hotels & Resorts eröffnet mit dem Hilton Chania Old Town Resort & Spa ein neues Haus auf Kreta. Das Stadtresort verfügt über 85 Zimmer und ist auf einen Ganzjahresbetrieb ausgelegt.

Die DSR Hotel Holding hat das Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen im ehemaligen Reindl’s Partenkirchner Hof offiziell eröffnet. Das neue Boutique-Hotel verfügt über 69 Zimmer und nutzt künftig personelle Synergien mit dem benachbarten aja Resort.

Der Nürnberger Schindlerhof hat in Paris den Hospitality Icon 2026 in der Kategorie „Employee Experience & Satisfaction“ erhalten. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Jury insbesondere die Mitarbeiterkultur und die Transparenz im Betrieb.

Mariana Santelli wurde vom Hotelkompetenzzentrum zur „Housekeeping Managerin“ des Jahres 2026 gekürt. Im Gespräch mit der IST-Hochschule erläutert sie unter anderem, vor welchen neuen Herausforderungen das moderne Housekeeping heute steht.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Während klassische Hotels den Markt dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu.

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.