Parkhotel Oberstaufen - Neuausrichtung nach Insolvenz der Lindner Hotels AG

| Hotellerie Hotellerie

Das Parkhotel Oberstaufen wird nach der abgeschlossenen Insolvenz in Eigenverwaltung der Lindner Hotels AG wieder als Familienhotel geführt. Der Enkel des Gründers, Jonas Lindner, hat das Viersterne-Superior-Haus gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Johannes Kiendl aus dem Hotelunternehmen ausgegliedert und übernimmt damit die Führung.

Rückkehr in Familienbesitz nach Insolvenz

Das Parkhotel Oberstaufen war Teil der Lindner Hotels AG, die im September ihr Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abschloss. Im Zuge der Portfolioanpassung anhand wirtschaftlicher Kriterien wurden mehrere Standorte, darunter neben Oberstaufen auch Hochgurgl und Wiesensee, an andere Betreiber übergeben. Trotz der Verfahren musste kein Hotel schließen.

Die Lindner Hotel Group teilte auf ihrer Webseite mit, dass das Haus ab dem 1. Juli 2025 nicht mehr zur Gruppe und auch nicht mehr zur World of Hyatt gehören werde. Die Gruppe bedankte sich bei den langjährigen Gästen für die Treue. Das Parkhotel Oberstaufen ist zukünftig unter einer eigenen Webseite erreichbar.

Jonas Lindner, der Enkel des Hotelgründers Otto Lindner, entschied sich, das Haus zu übernehmen. Laut Jonas Lindner war die persönliche Verbindung zur Entstehungsgeschichte des Hotels ausschlaggebend für diesen Schritt. Das Hotel soll künftig individueller positioniert werden.

Ein Hotel mit persönlicher Geschichte

Das Parkhotel Oberstaufen wurde 1986 von Otto Lindner als Geschenk und Liebesbeweis für seine Frau Gerda konzipiert. Es sollte ein Rückzugsort und ein Stück Heimat sein. Mit der Übernahme durch den Enkel Jonas Lindner kehrt das Haus in die Gründerfamilie zurück.

Jonas Lindner und Johannes Kiendl, die bereits vier Betriebe erfolgreich unter der Marke The Guesthouse restrukturiert haben, setzen auch in Oberstaufen auf eine moderne, nachhaltige Interpretation von Gastfreundschaft.

Erfahrener Hotelier übernimmt operative Leitung

Für die operative Führung des 87-Zimmer-Hotels mit 50 Mitarbeitenden konnte Michael Fritz gewonnen werden. Er ist seit Juli als General Manager tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Hotellerie. Fritz leitete unter anderem das Steigenberger Hotel Treudelberg Hamburg, war während der Eröffnungsphase für das Jaz in the City Vienna verantwortlich und betreute als Cluster General Manager mehrere Häuser in Berlin. Weitere Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren Frankfurt, Köln, Nürnberg, Wien, Baden bei Wien und Zürich.

Der General Manager erläuterte die Pläne für das Haus: „Wir möchten eine familiäre Atmosphäre schaffen, in der persönliche Betreuung, ein individuelles Spa- und umfangreiches Wellness-Angebot sowie ein kulinarisches Verwöhnprogramm auf höchstem Niveau nicht nur Schlagworte, sondern gelebte Realität sind.“ Das Ziel sei, Gäste anzusprechen, die Entspannung und Entschleunigung suchen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

IHG Hotels & Resorts übernimmt elf europäische Standorte der Marke Pentahotels und wandelt diese bis 2027 in eigene Marken um. Das Projekt umfasst über 1.800 Zimmer in Deutschland, Belgien und Frankreich.

Accor erweitert die Präsenz in der Schweiz durch die Vertragsunterzeichnung für das Hotel Aeschi Interlaken. Das Haus im Berner Oberland soll nach einer Renovierung im Sommer 2026 als Teil der Handwritten Collection eröffnen.

Am 1. Mai 2026 eröffnet in Tornow das neue Beherbergungskonzept Greenview mit sechs Design-Chalets aus Holz. Das von den Brüdern Christian und Marko Schneider initiierte Projekt im Ruppiner Seenland setzt auf naturnahe Erholung und moderne Architektur.

Das Jumeirah Burj Al Arab in Dubai steht vor seiner ersten großen Restaurierung seit 1999. Unter der Leitung von Tristan Auer ist ein 18-monatiges Programm geplant, um das markante Gebäude zu modernisieren.

Teaser: Scandic eröffnet im August 2026 ein weiteres Hotel in Berlin. Das Scandic Charlottenburg umfasst 214 Zimmer und ist der dritte Standort der Gruppe in der Hauptstadt. In dem Gebäude war vormals das Abba-Hotel unter gebracht.

Der Serviced-Apartment-Markt in Deutschland erlebt einen Strukturwandel: Erstmals dominieren Freizeitgäste das Segment, während sinkende Tagesraten und steigende Betriebskosten die Betreiber fordern. Dennoch bleibt der Expansionsdrang hoch.

Die Hotelstars Union wächst mit der Slowakei auf 22 Mitglieder an und fordert von Buchungsportalen wie Booking.com eine transparentere Darstellung von Hotelsternen, um die Irreführung von Verbrauchern zu stoppen.

Pressemitteilung

Das Qualifizierungsprogramm „Food Service Assistance“ von Deutscher Hotelakademie und Chickpeace wurde doppelt ausgezeichnet: mit dem eLearning AWARD 2026 und als Fernstudienprojekt des Jahres. Es richtet sich an geflüchtete Frauen und kombiniert digitale Lernformate mit praxisnaher Ausbildung – als Antwort auf Fachkräftemangel und fehlende Bildungszugänge in der Gastronomie.

Der Immobilienkonzern Aroundtown hat fünf Hotelimmobilien aus seinem Portfolio an einen neuen Betreiber übergeben. Künftig werden die Häuser unter der Marke Sunday Hotels, die zur Unternehmensgruppe Prism (ehemals OYO) gehört, geführt, wie das Unternehmen mitteilt.

Laut einem Accor-Bericht priorisieren Gäste die Gesundheit vor der Erschwinglichkeit bei der Speisenauswahl. Der Konzern reagiert mit einer Quote für pflanzliche Gerichte und einer Neuausrichtung seiner Nachhaltigkeitsstrategie.