People Inc. bietet mehr als 18 Milliarden Dollar für MGM Resorts

| Hotellerie Hotellerie

MGM Resorts hat ein Übernahmeangebot des Medienkonzerns People Inc. bestätigt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, bietet People Inc. rund 48,30 US-Dollar je Aktie in bar für alle ausstehenden Stammaktien. Das Angebot bewertet MGM Resorts mit mehr als 18 Milliarden US-Dollar.

People Inc. hält nach Unternehmensangaben bereits 26,1 Prozent der Stammaktien von MGM Resorts. Sollte die Transaktion zustande kommen, würde der Konzern künftig etwas mehr als 50,1 Prozent der Anteile kontrollieren. MGM erklärte, der Verwaltungsrat prüfe das Angebot gemeinsam mit finanziellen und rechtlichen Beratern.

Nach Angaben von People Inc. entspricht das Angebot einem Aufschlag von 24 Prozent auf den Aktienkurs vom 29. Mai 2026. Medienunternehmer Barry Diller, Eigentümer von People Inc., erklärte laut Mitteilung: „We continue to believe the market materially undervalues the power and durability of MGM’s assets.“

MGM-Verwaltungsrat prüft Angebot gemeinsam mit externen Beratern

MGM Resorts teilte mit, dass derzeit keine Zusicherung gegeben werden könne, ob es zu einer Vereinbarung komme oder welche Bedingungen eine mögliche Transaktion haben könnte. Das Unternehmen erklärte zugleich, man konzentriere sich weiterhin auf die eigene Position im internationalen Glücksspiel- und Unterhaltungsmarkt.

Wie die „Financial Times“ berichtet, würde die Übernahme einen weiteren Strategiewechsel von Barry Diller markieren, der in der Vergangenheit unter anderem Internet- und Medienbeteiligungen aufgebaut hatte. Das Blatt berichtet zudem, dass Diller im Verwaltungsrat von MGM sitzt und sich bei Beratungen über das Angebot enthalten wolle.

Nach Angaben der „Financial Times“ betreibt MGM Resorts mehr als ein Dutzend Hotel- und Casinokomplexe in Las Vegas, darunter das Bellagio und das Mandalay Bay. Der Konzern hält demnach rund 40 Prozent Marktanteil am Las Vegas Strip.

BetMGM meldet Milliardenumsätze im nordamerikanischen Onlinegeschäft

People Inc. hatte sich erstmals im Jahr 2020 an MGM beteiligt und damals einen Anteil von zwölf Prozent erworben. Barry Diller erklärte nun, das Unternehmen habe in MGM investiert, weil es sich um ein Geschäft mit „real world assets“ handle, die sich nach seiner Einschätzung nicht einfach durch Künstliche Intelligenz ersetzen ließen.

MGM Resorts hatte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 nach eigenen Angaben einen Rekordumsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar erzielt. Wachstumstreiber sei unter anderem das nordamerikanische Online-Sportwettenangebot BetMGM gewesen. Für das Gesamtjahr erwartet BetMGM laut einer Aktualisierung vom April einen Nettoumsatz zwischen 2,9 und 3,1 Milliarden US-Dollar.

Vorstandschef Bill Hornbuckle hatte im April gegenüber Analysten erklärt, dass insbesondere das Geschäft in Las Vegas wieder Wachstum zeige. Laut Unternehmensangaben war es der erste Umsatzanstieg in der Region seit dem dritten Quartal 2024.

Caesars-Übernahme erhöht Dynamik im amerikanischen Glücksspielmarkt deutlich

Das Angebot für MGM Resorts folgt nur wenige Tage nach der angekündigten Übernahme von Caesars Entertainment durch Fertitta Entertainment. Diese Transaktion wurde laut den vorliegenden Informationen mit 17,6 Milliarden US-Dollar bewertet.

Barry Diller erklärte laut Mitteilung, die Transaktion könne den Aktionären beider Unternehmen Vorteile bringen. MGM-Aktionären werde die Möglichkeit gegeben, ihre Beteiligung gegen einen sofortigen Barwert zu veräußern.

Text erstellt mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.

Der Hotelverband Deutschland hat seinen aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die Publikation analysiert die wirtschaftliche Entwicklung sowie zentrale Kennzahlen der Hotellerie und bietet Hoteliers damit eine wichtige Orientierung für Marktanalysen, betriebliche Entscheidungen und die Einschätzung aktueller Branchentrends.

Die Apartment-Marke Smartments hat ihr Haus im Berliner Prenzlauer Berg nach einer Renovierungsphase wiedereröffnet. Neben neuen Zimmerkategorien für Familien setzt das Unternehmen verstärkt auf mobile Gastgeber und ein multifunktionales Lobbykonzept.

Im Xperience Quartier in Taufkirchen bei München entstehen neben Büroflächen auch ein Hotel und Tagungsbereiche. Nach Angaben von Art-Invest Real Estate hat Hensoldt bereits den kompletten Bürobauteil des Projekts angemietet.