Primestar will in Polen expandieren

| Hotellerie Hotellerie

Die Investmentgesellschaft Griffin Capital Partners und die Primestar Group haben das Gemeinschaftsunternehmen Prime Griffin Hotels gegründet. Wie die Partner mitteilten, halten beide Seiten jeweils 50 Prozent der Anteile an dem neu geschaffenen Joint Venture. Das strategische Ziel des Zusammenschlusses sei der Aufbau einer Hotelplattform auf dem polnischen Markt.

Die neue Gesellschaft beabsichtige, von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dem Tourismuswachstum sowie der steigenden Aktivität bei Geschäftsreisen in Polen zu profitieren. Das Geschäftsmodell verknüpfe die Bereiche Investment, Entwicklung, Asset Management und den Hotelbetrieb.

Polnische Metropolen und etablierte Marken

Das Unternehmen konzentriert sich auf die größten polnischen Stadtmärkte. Als Kernstandorte werden Warschau, Krakau, Wrocław, Katowice, Łódź, Poznań und Gdańsk genannt. Der Fokus liege auf Objekten mit mehr als 100 Zimmern in den Marktsegmenten Midscale, Upscale und Luxus. Dabei strebe die Plattform Akquisitionen, Projektentwicklungen, Konversionen, Repositionierungen und operative Partnerschaften an, die über Pacht-, Management- und hybride Verträge realisiert werden sollen. Für die Expansion sei die Zusammenarbeit mit internationalen Hotelmarken wie Hilton, IHG, Marriott und June vorgesehen.

Operative Kapazitäten und Immobilienplattformen 

Griffin Capital Partners verweist auf eine mehr als 20-jährige Aktivität auf dem polnischen Markt. Das Unternehmen verwaltet nach eigenen Angaben Investments mit einem Bruttovermögenswert von mehr als elf Milliarden Euro über 20 Plattformen hinweg. Zum Portfolio gehören unter anderem die Mietwohnungsplattformen Resi4Rent und LifeSpot sowie die studentischen Wohnplattformen Student Space.

Die Primestar Group steuerz eine zehnjährige Betriebserfahrung bei. Der Partner betreut aktuell 21 Hotels mit insgesamt 4.389 Zimmern in 13 Städten und drei Ländern. Darunter befinden sich die kontinentaleuropaweit größten Häuser der Marken Hampton by Hilton und Holiday Inn Express. Zudem bringe die Gruppe ihr eigenes Hotelkonzept June sowie eine Technologieplattform für digitale Abläufe ein.

Erste Transaktionen geplant

Nebil Şenman, Mitinhaber von Griffin Capital Partners, erklärte, die Partnerschaft verbinde die Hotelbetriebsplattform und die Markenbeziehungen von Primestar mit der lokalen Marktexpertise und den Investorenkontakten seines Unternehmens. Es solle eine institutionelle Plattform für den mittel- und osteuropäischen Hotelmarkt entstehen.

Der Inhaber der Primestar Group, Roland Rausch, bezeichnete die Gründung als Schritt für die internationale Expansion seines Unternehmens. Der polnische Hotelmarkt biete digitale und betriebliche Potenziale für Gäste und Investoren. Maciej Dyjas, ebenfalls Mitinhaber von Griffin Capital Partners, betonte das langfristige Potenzial der Hotellerie als Anlageklasse. Das Joint Venture prüfe bereits konkrete Projekte in polnischen Großstädten und plane, in den kommenden Monaten erste Transaktionen zu vermelden.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nordrhein-Westfalens Hotelbranche ist im Aufwind. Die Anzahl der Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungen stieg im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 26,9 Millionen und damit so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.

Aroundtown hat den wiederaufgebauten Badischen Hof in Baden-Baden für 20 Jahre an Leonardo Hotels verpachtet. Das neu gestaltete Traditionshaus wird seit Juli 2026 unter der Marke Leonardo Limited Edition betrieben.

Meininger Hotels plant für das zweite Quartal 2029 die Eröffnung eines zweiten Standorts am Kölner Barbarossaplatz. Durch die Umnutzung eines Bürogebäudes entstehen 305 Zimmer und rund 1.100 Betten für unterschiedliche Gästegruppen.

Hyatt und Coporgest haben Verträge für das neue Park Hyatt Comporta unterzeichnet, das 2029 in Portugal eröffnen soll. Die Anlage umfasst 58 Zimmer, mehrere Villen und Serviced Residenzen nahe Lissabon.

Der Unternehmer und Hoteleigentümer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Neben seinem Engagement bei Kühne+Nagel, Hapag-Lloyd und Lufthansa stand er mit seiner Frau Christine hinter den Hotels The Fontenay in Hamburg und Castell Son Claret auf Mallorca.

Die Villa Florhof in Zürich ist nach zweieinhalbjähriger Bauzeit als erstes Lalique Boutique Hotel neu eröffnet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 15. Jahrhundert bietet 13 Zimmer, Gastronomieflächen und historische Ausstattungsmerkmale.

Die Privathotels Dr. Lohbeck verzeichnen im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoumsatz von 54 Millionen Euro.Treiber des Wachstums sind Inlandsreisen in Deutschland und Österreich sowie eine Gesamtauslastung von 60 Prozent.

Der GaultMillau prämiert das Appenzeller Huus in Gonten als Hotel des Jahres 2027. Neben einer ausgezeichneten Gastronomie unter Michael Gollenz umfasst der Hotelkomplex umfangreiche Weinkeller und einen spezialisierten Wellnessbereich.

Der Tourismus in Hamburg hat im ersten Halbjahr geringfügig zugelegt. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,5 Prozent auf 7,76 Millionen. Wachstumstreiber ist der deutsche Markt.