QR Redebedarf diskutiert neue Märkte und Hotelvertrieb in Frankfurt

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Rund 130 Vertreter der Hotellerie haben am 22. Oktober 2026 beim fünften QR Redebedarf in Frankfurt über internationale Herkunftsmärkte, verändertes Reiseverhalten und neue Vertriebsstrategien diskutiert. Die Veranstaltung des Hotelvertriebsdienstleisters QR Quality Reservations stand unter dem Motto „Sag Hallo zu neuen Märkten“. Neben der Erschließung zusätzlicher Gästegruppen beschäftigten sich die Referenten mit der Entwicklung bestehender Märkte, dem Geschäftsreiseverkehr und dem Einsatz künstlicher Intelligenz.

Carolin Brauer, geschäftsführende Gesellschafterin von QR Quality Reservations, fasste die zentrale Botschaft der Veranstaltung zusammen: „Neue Märkte erschließt man nicht mit einer Kampagne, sondern mit Vorbereitung: Daten kennen, Gäste verstehen und das Haus darauf einstellen“. Bestehende Herkunftsmärkte sollten dabei nicht vernachlässigt werden.

QR Quality Reservations stellt aktuelle Entwicklungen bei internationalen Buchungen vor

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte QR Zahlen aus dem eigenen Hotelvertrieb. Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande zählen demnach zu den fünf wichtigsten Herkunftsmärkten der betreuten Hotels. Während die GDS-Buchungen aus den USA im Vorjahresvergleich um 16 Prozent zurückgingen, stiegen die entsprechenden Buchungen aus Indien um mehr als 30 Prozent.

Ivo Damkot, Manager Implementation & Contracting bei QR, erläuterte Veränderungen bei den Buchungskanälen. Im Jahr 2023 seien noch zwei Drittel der Buchungen über Online-Reiseportale erfolgt. Für 2025 bezifferte das Unternehmen den Anteil der Buchungen über Booking Engine und globale Distributionssysteme (GDS), den QR als „Direktanteil“ bezeichnet, auf 45,3 Prozent. Nach Angaben von Damkot machen mobile Buchungen inzwischen fast ein Drittel aus. Im Geschäftsreisesegment seien die GDS-Buchungen gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gestiegen.

STR stellt Prognosen für den europäischen Hotelmarkt bis 2028 vor

Denise Seeholzer, Account Director bei STR, berichtete über die internationale Marktentwicklung. In Europa seien die Zimmerpreise um vier Prozent gestiegen. Die Zuwächse beim Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) seien nahezu ausschließlich auf höhere Raten und nicht auf eine höhere Auslastung zurückzuführen. Besonders das Luxussegment und Ferienregionen verzeichneten stärkere Ratenzuwächse.

Für 2026 erwarten STR und Tourism Economics ein RevPAR-Wachstum von rund 1,2 Prozent. Für 2027 prognostizieren die Unternehmen einen Rückgang um 0,1 Prozent, da große Veranstaltungen fehlten. Ab 2028 rechnen sie wieder mit Wachstum.

Markus Tressel, Präsident des Travel Industry Club, beschäftigte sich mit geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den internationalen Reiseverkehr. Er verwies insbesondere auf die Bedeutung von Sicherheit und Verlässlichkeit sowie auf mögliche Marktchancen in Südamerika, vor allem in Brasilien.

Podiumsteilnehmer diskutieren neue Herkunftsmärkte und die Pflege bestehender Kundenbeziehungen

In der von Carolin Brauer moderierten Podiumsdiskussion tauschten sich Nadiya Bölek vom Atlantic Hotel Heidelberg, Matthias Schultze vom German Convention Bureau, Denise Seeholzer von STR, Michael Simon von Trip.biz und Markus Tressel über die Auswahl geeigneter Herkunftsmärkte aus.

Als mögliche neue Märkte wurden unter anderem Polen und Tschechien sowie mittelfristig China, Indien, Brasilien und Mexiko genannt. Zugleich verwiesen die Teilnehmer auf die Bedeutung bestehender Kundenbeziehungen und einer systematischen Auswertung der eigenen Gästedaten.

Michael Simon erläuterte Besonderheiten bei Buchungen asiatischer Reisender, darunter die Nutzung großer Buchungsplattformen und virtueller Kreditkarten zur Vorauszahlung. Matthias Schultze verwies auf die Bedeutung von Veranstaltungen, Messen und Kongressen sowie auf Möglichkeiten, Geschäftsreisen mit privaten Aufenthalten zu verbinden.

Markus Milz empfiehlt Hotels einen schrittweisen Einstieg in künstliche Intelligenz

Mit den technologischen Veränderungen in der Hotellerie beschäftigte sich Markus Milz, Gründer und Geschäftsführer von Milz & Comp. Unter dem Titel „Buchung 2026, Ankunft 1996“ thematisierte er Unterschiede zwischen digitalen Buchungsprozessen und dem anschließenden Aufenthalt im Hotel.

Beim Einsatz künstlicher Intelligenz empfahl Milz, mit überschaubaren Projekten zu beginnen und erfolgreiche Anwendungen anschließend auszubauen. Zugleich verwies er auf die Bedeutung der Mitarbeiter und der betrieblichen Abläufe.

Im Jahr 2026 blickt QR Quality Reservations auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 20 Mitarbeiter und betreut rund 300 Hotels in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Carolin Brauer kündigte an, auch künftig auf Veranstaltungsformate mit persönlichem Austausch zu setzen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

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