Radisson unterzeichnet Franchisevertrag für Radisson Blu Hotel Bonn

| Hotellerie Hotellerie

Die Radisson Hotel Group führt das Hotel am World Conference Center Bonn ab dem 1. Juni 2026 unter der Marke Radisson Blu. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde dazu ein Franchisevertrag mit der Invite Group GmbH unterzeichnet. Damit erweitert die Hotelgruppe ihr Portfolio im Segment der gehobenen Hotellerie an einem zentralen deutschen Kongressstandort.

Das künftige Radisson Blu Hotel, Bonn befindet sich am Platz der Vereinten Nationen in unmittelbarer Nähe zum UN-Campus. Der Standort verfügt über eine direkte Anbindung an das World Conference Center Bonn (WCCB) sowie das GOP Varieté-Theater. Laut Unternehmensangaben umfasst das Haus insgesamt 336 Zimmer und Suiten.

Zum gastronomischen Angebot des Hotels gehören das Restaurant Konrad’s samt Bar und Dachterrasse in der 17. Etage sowie die sogenannte Greatroom Bar. Für Freizeitgäste und Tagungsteilnehmer stehen ein Wellnessbereich mit Innenpool, Saunen und Dampfbad sowie vier Veranstaltungsräume zur Verfügung. Das Hotel profitiert zudem von der Nähe zum WCCB, das Kapazitäten für Veranstaltungen mit bis zu 7.000 Teilnehmenden bietet.

Nach Angaben von Max Gross, Chief Development Officer Central & Eastern Europe bei der Radisson Hotel Group, spricht das Haus durch seine Lage sowohl Geschäftsreise- als auch Tagungs- und Freizeitsegmente an. Der Vertragsabschluss unterstreiche die Strategie, bestehende Hotels durch Konversionen zeitnah in das Markenportfolio zu integrieren. Gross bezeichnete Radisson Blu als derzeit größte Marke im Upper-Upscale-Segment innerhalb Europas.

Die Invite Group GmbH als Franchisepartner setzt bei der Zusammenarbeit auf die internationale Präsenz des Partners. Dr. Jörg Haas, Gesellschafter der Invite Group GmbH, erklärte, dass die Markenstärke von Radisson Blu die notwendige Reichweite für den Standort am Rhein biete. Ziel sei ein Betrieb, der gleichermaßen für Tagungen wie für Städtereisen attraktiv ist.

Die Radisson Hotel Group betreibt nach eigenen Angaben aktuell rund 1.600 Hotels in über 100 Ländern. In Deutschland ist das Unternehmen mit 66 Häusern und etwa 14.500 Zimmern vertreten. Das Portfolio der Gruppe umfasst insgesamt zehn verschiedene Marken, die von der Mittelklasse bis zum Luxussegment reichen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.