Die Nachfrage nach Wellnessreisen bleibt auf einem hohen Niveau. Laut einer aktuellen Marktanalyse haben für das Jahr 2025 über 20 Millionen Befragte einen Wellnessurlaub als präferierte Reiseoption angegeben. Eine Untersuchung von 47 deutschen und zehn österreichischen Regionen durch die Reiseexperten von Travelcircus zeigt deutliche Unterschiede bei der Dichte der Unterkünfte, dem relativen Marktanteil und der digitalen Nachfrage.
Rügen löst Vorjahressieger ab
Im deutschen Gesamtranking belegt die Insel Rügen mit 13,21 von 15 möglichen Punkten den ersten Platz. Die Region überzeugt durch eine hohe Dichte von 48,92 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern und einen Anteil von 6 Prozent Wellnessbetrieben am lokalen Gesamtmarkt. Auf den weiteren Plätzen folgen der Bayerische Wald (12,70 Punkte) und das Allgäu (12,43 Punkte). Während der Bayerische Wald mit 7,20 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an Wellnessunterkünften aufweist, verzeichnet das Allgäu mit insgesamt 210 Betrieben ein quantitativ starkes Angebot.
In den Top 10 finden sich zudem die Mosel, der Schwarzwald, Sylt, Usedom, die Sächsische Schweiz, der Harz und das Sauerland. Besonders hervorzuheben ist die digitale Präsenz: Der Schwarzwald ist mit rund 58.000 monatlichen Google-Suchanfragen die am stärksten nachgefragte Wellnessregion in Deutschland. Sylt erreicht zwar die höchste Dichte mit 94,95 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern, liegt jedoch im Gesamtranking aufgrund der geringeren Google-Nachfrage hinter der Spitzengruppe.
Spezialisierung in Österreich
Österreich wurde in der diesjährigen Auswertung erstmals berücksichtigt, wobei sich der Westen des Landes als führend erweist. Tirol belegt mit 14,55 Punkten den ersten Platz im österreichischen Vergleich. Die Region verzeichnet mit 17.820 monatlichen Suchanfragen die höchste Nachfrage im Nachbarland. Das Salzburger Land folgt auf Platz zwei und bietet mit 739 Wellnessunterkünften die absolut höchste Anzahl an Betrieben in Österreich sowie die größte regionale Dichte von 10,33 Unterkünften pro 100 Quadratkilometern. Vorarlberg komplettiert die Top 3.
Ein struktureller Vergleich beider Länder verdeutlicht unterschiedliche Marktstrategien. Während Deutschland mit durchschnittlich 8,88 Wellnessunterkünften pro 100 Quadratkilometern eine flächendeckend höhere Dichte aufweist als Österreich mit 4,59, ist das Segment in Österreich tiefer im Gesamtmarkt verwurzelt. Der Anteil an Wellnessunterkünften liegt in Österreich bei 6,46 Prozent, während er in Deutschland lediglich 2,29 Prozent beträgt. Österreich positioniert sich damit verstärkt als spezialisierte Wellnessdestination.
Regionale Gefälle und Schlusslichter
Innerhalb Deutschlands zeigt der Vergleich der Himmelsrichtungen, dass der Osten mit durchschnittlich 9,45 Punkten das stärkste Gesamtranking erzielt, gefolgt vom Süden. In Österreich dominiert der Westen deutlich mit 13,40 Punkten im Schnitt.
Am unteren Ende der Statistik finden sich Regionen mit minimalem Wellnessangebot. In Deutschland weisen der Schwäbische Wald (0,17 Unterkünfte pro 100 Quadratkilometern) und Helgoland, das aktuell über keine Wellnessunterkunft verfügt, die geringsten Werte auf. In Österreich bildet Wien mit einem Wellnessanteil von nur 0,85 Prozent am Gesamtmarkt das Schlusslicht in dieser Kategorie.













