Renovierungen und Markenumwandlungen legen im europäischen Hotelmarkt stark zu

| Hotellerie Hotellerie

Wie aus dem neuesten Europe Hotel Construction Pipeline Trend Report von Lodging Econometrics (LE) hervorgeht, beläuft sich die Gesamtpipeline in Europa zum Ende des ersten Quartals 2025 auf 1.683 Projekte mit 247.472 Zimmer. Vor allem kombinierte Hotelrenovierungen und Markenumwandlungen in Europa verzeichneten zum Ende des ersten Quartals ein starkes Wachstum

Wie aus dem neuesten Europe Hotel Construction Pipeline Trend Report von Lodging Econometrics (LE) hervorgeht, beläuft sich die Gesamtpipeline in Europa zum Ende des ersten Quartals 2025 auf 1.683 Projekte mit 247.472 Zimmer.

Zum Ende des ersten Quartals befanden sich 46 Prozent der Hotelprojekte in Europa in der Bauphase, d.h. 766 Projekte mit 115.227 Zimmern. Weitere 386 Projekte mit 57.992 Zimmern sollen in den nächsten 12 Monaten gebaut werden, während sich 531 Projekte mit 74.253 Zimmern in der frühen Planungsphase befinden.

Die Baubeginne im ersten Quartal zeigten eine gesunde Aktivität mit 90 Projekten/11.184 Zimmern, ein Anstieg der Projekte um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während neue Projektankündigungen insgesamt 94 Projekte/13.576 Zimmer betrafen.

Vor allem kombinierte Hotelrenovierungen und Markenumwandlungen in Europa verzeichneten zum Ende des ersten Quartals ein starkes Wachstum mit 718 Projekten/93.305 Zimmern, was einem Anstieg der Projekte um 32 Prozent und der Zimmer um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Im ersten Quartal erreichte der Wert bei den Luxushotels mit 132 Projekten/17.124 Zimmern ein Rekordhoch. Gleiches gilt für die gehobenen Marken mit 281 Projekten/45.091 Zimmern ebenfalls ein Rekordhoch erreichte. Die gehobene Ketten-Skala steht bei 358 Projekten/55.297 Zimmern, während die obere Mittelklasse-Ketten-Skala das erste Quartal mit 325 Projekten/47.738 Zimmern abschloss. Auf die beiden führenden Ketten nach Anzahl der Projekte, Upscale und Upper Midscale, entfallen 41 Prozent der Projekte und 42 Prozent der Zimmer in der gesamten europäischen Baupipeline.

Die Länder in Europa mit der größten Anzahl von Projekten in der Pipeline in Q1 werden vom Vereinigten Königreich mit 288 Projekten/41.338 Zimmern angeführt. Auf das Vereinigte Königreich folgt Deutschland mit 153 Projekten/25.971 Zimmern, dann die Türkei mit einem Rekordhoch von 133 Projekten/19.350 Zimmern, Frankreich mit 119 Projekten/12.078 Zimmern und Portugal mit 115 Projekten/14.199 Zimmern. Auf diese fünf Länder entfallen 48 Prozent der Projekte und 46 Prozent der Zimmer in der gesamten Pipeline der Region im ersten Quartal. Bemerkenswert ist auch, dass Spanien mit 92 Projekten/13.509 Zimmern im 1. Quartal 2025 einen neuen Projektrekord aufstellte.

Die europäischen Städte mit den größten Projektpipelines nach Anzahl der Projekte zum Ende des ersten Quartals sind London mit 81 Projekten/15.459 Zimmern, Istanbul mit 49 Projekten/7.743 Zimmern, Lissabon mit 36 Projekten/4.230 Zimmern, Dublin mit 26 Projekten/4.696 Zimmern und Taschkent, Usbekistan, mit 25 Projekten/4.261 Zimmern. Weitere europäische Städte mit bemerkenswerten Veränderungen in der Pipeline zum Ende des ersten Quartals sind Edinburgh, das mit 18 Projekten/3.028 Zimmern einen neuen Rekordwert erreicht hat, und Madrid mit einem neuen Rekordwert von 17 Projekten/2.410 Zimmern.

Im ersten Quartal 2025 wurden in ganz Europa 41 neue Hotels mit 5.450 Zimmern eröffnet, weitere 314 neue Hotels mit 42.099 Zimmern werden für das zweite und vierte Quartal erwartet. Die LE-Analysten prognostizieren, dass bis zum Jahresende 2025 insgesamt 355 neue Hotels/47.549 Zimmer eröffnet werden. Mit Blick auf die Zukunft wird die LE-Prognose für Neueröffnungen in Europa mit 371 neuen Hotels/50.255 Zimmern bis zum Jahr 2026 weiter ansteigen.

Seit über 25 Jahren ist Lodging Econometrics (LE) der branchenführende Anbieter von globalen Hotelinformationen und Kontaktinformationen für Entscheidungsträger.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt Wiesbaden hat die Baugenehmigung für die umfassende Sanierung und den Teilneubau des Hotels Nassauer Hof erteilt. Das Projekt umfasst unter anderem die Aufstockung des Nordflügels und die Wiedererrichtung einer historischen Glaskuppel.

Welche Tourismussegmente zu Ferienbeginn noch reichlich Kapazitäten haben und wo es vergleichsweise voll werden kann - darauf deutet eine Betriebsumfrage hin. Kurzentschlossene könnten profitieren.

Hard Rock International startet den Buchungsbetrieb für sein neues Hotel auf Malta. Die Eröffnung der Anlage mit 397 Zimmern und einem 3.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist für Juli 2026 geplant.

Ein Podcast von HotelPartner beleuchtet die Preisstrategie des Hotels Grace La Margna in St. Moritz. General Manager David Frei nennt darin konkrete Zahlen zur Entwicklung der Zimmerpreise und zur Positionierung des Hauses.

Premier Inn hat zeitgleich drei neue Häuser in Freiburg, München und Koblenz eröffnet und baut damit die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt auf rund 70 Standorte aus.

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.