Revo Hospitality Group - Erste Hotels aktuell nicht mehr buchbar

| Hotellerie Hotellerie

Die wirtschaftliche Krise bei der Revo Hospitality Group führt anscheinend aktuell Betriebseinstellungen in Deutschland. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, stehen nach der im Januar angemeldeten Insolvenz nun zwei Häuser fest, die derzeot nicht buchbar sind. Dabei handelt es sich um das Aedenlife Hotel & Resort auf Rügen sowie das Mövenpick Hotel Frankfurt City.

Nach Informationen von T-Online hat das Aedenlife Hotel & Resort auf der Insel Rügen den Betrieb bereits eingestellt. Auf der Internetseite des Hauses heißt es: „Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass wir den Hotelbetrieb des Aedenlife Hotel und Resort Rügen aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft nicht wie geplant fortführen können und aus diesem Grund auch keine Buchungen mehr annehmen. Gäste mit bestehenden Buchungen werden schnellstmöglich informiert. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die sich daraus ergeben.“

Parallel dazu bestätigte ein Mitarbeiter gegenüber dem Portal, dass auch im Mövenpick Hotel Frankfurt City geschlossen sei. Das Vier-Sterne-Haus nahe dem Frankfurter Messegelände verfügt über 288 Zimmer. In der Tat ist die Herberge in der Main-Metropole derzeit nicht buchbar.

Medien sprechen auch über das Centro National Frankfurt, Trademark Collection by Wyndham. Dieses Haus ist aber ab April 2026 wieder regulär buchbar.

Das Branchenportal Hotel vor 9 hatte erst kürzlich berichtet, dass, neben der Insolvenz in Eigenverwaltung, die die Gruppe eigentlich anstrebt, für einzelne Gesellschaften ein vorläufiges Regelinsolvenzverfahren angeordnet sei.

Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage

Die Revo Hospitality Group, die zuvor als HR Group firmierte, betreibt rund 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern. Die aktuelle Schieflage ist, nach Unternehmensangaben, auf eine Kombination aus externen Kostensteigerungen und einer aggressiven Expansionsstrategie zurückzuführen. Seit dem Jahr 2020 wuchs das Portfolio von 51 auf etwa 250 Häuser an.

Die damit verbundenen Integrationskosten sowie gestiegene Ausgaben für Löhne, Mieten, Energie und Lebensmittel belasteten die Liquidität erheblich. Zudem blieben die Übernachtungszahlen hinter den Erwartungen zurück. Revo agiert oft also sogenannter „White-Label-Betreiber. Dabei sind die Gesellschaften von Revo Pächter der Hotels und betreiben diese unter Marken internationaler Ketten wie Hilton, Accor oder Steigenberger. Diese Struktur verursacht hohe Kosten durch Lizenzgebühren und komplexe Systemstandards.

Von dem Insolvenzantrag sind 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich betroffen. Die Sanierung der Gruppe wird durch den Rechtsanwalt Gordon Geiser gesteuert. Ziel ist eine Restrukturierung unter Einbeziehung internationaler Investoren, die laut bis zum Sommer 2026 abgeschlossen sein soll. Trotz der aktuellen Schließungen wird weiterhin angestrebt, den Großteil der verbliebenen Häuser stabilisiert fortzuführen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC bereitet laut Reuters ein Vorgehen gegen Booking Holdings wegen möglicherweise irreführender Hotelwerbung vor. Nach Angaben einer dieser Personen könnten die möglichen Strafen mehr als 500 Millionen Dollar betragen.

Die Motorworld Group plant am Hockenheimring eine neue Erlebnis- und Veranstaltungswelt. Das Projekt soll Motorsport, Handel, Werkstätten, Hotellerie, Gastronomie, Veranstaltungen und Dienstleistungen an dem Rennsportstandort miteinander verbinden.

Das Hotel The Hoxton, Amsterdam hat seine Räumlichkeiten an der Herengracht nach zehnjährigem Bestehen umfassend neugestaltet. Neben der Lotti’s Bar und dem Tagungsbereich wurden fünf individuelle Signature-Zimmer renoviert.