Wann wieder auf der Wartburg übernachten?

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Für die Wiederaufnahme eines Betriebs des Hotels am Unesco-Welterbe Wartburg in Eisenach fehlt weiter das Geld. Zwar solle auf der Wartburg wieder eine angemessene Gastronomie und Beherbergung entstehen. «Fest steht aber auch, dass für die Umsetzung derzeit noch ausreichende Mittel fehlen und es dafür weitere Ressourcen, möglichst von Dritten, braucht», teilte das Kulturministerium auf Anfrage mit.

Das Ministerium betonte, dass es einen «engen Schulterschluss» zwischen der Landesregierung und der Wartburg-Stiftung gebe, und die Hotel-Frage von hoher Priorität sei.

Vollsanierung nötig

Das frühere Fünf-Sterne-Romantik-Hotel war 2023 für Bauarbeiten geschlossen worden, dann war der damalige Betreiber Arcona insolvent gegangen (Tageskarte berichtete). Der für die historisch und touristisch bedeutsame Burg verantwortlichen Stiftung als Eigentümerin fehlen seither entsprechende Pachteinnahmen. 

Zudem ist inzwischen klar, dass eine Vollsanierung des in den Jahren 1913/194 erbauten Hotels nötig ist. Fünf Millionen Euro stellt das Ministerium aktuell zur Verfügung. Die Summe reiche allerdings für die nötigen umfassenden Arbeiten nicht aus. Eine genaue Kostenzahl nannte das Ministerium nicht. Noch müsste das genaue Schadensbild der vergangenen Jahrzehnte erfasst werden.

Für knurrende Mägen 

Hungrig müssen Besucher der Höhenburg immerhin nicht bleiben: Das Burgcafé im Gadem-Gebäude bietet etwa Kuchen, Herzhaftes und Getränke.

Die Wartburg ist seit 1999 Unesco-Welterbestätte und eine der international bekanntesten Sehenswürdigkeiten Thüringens. Unter anderem übersetzte dort Kirchenreformator Martin Luther (1483 - 1546) das Neue Testament der Bibel. (dpa)


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