Ringhotel Winzerhof - Paar verwüstet Hotelzimmer und verschwindet ohne zu zahlen

| Hotellerie Hotellerie

Ein Vorfall im Ringhotel Winzerhof in Rauenberg sorgt für Aufsehen in der Hotelbranche. Ein Gastpaar hat ein Zimmer in einem völlig verwüsteten Zustand hinterlassen und ist anschließend davongegangen, ohne die Rechnung zu bezahlen. Das Hotel hat Fotos der Zerstörung auf Instagram veröffentlicht und warnt Branchenkollegen vor derartigen Schäden. 

Zerstörung und offene Rechnung

Der Vorfall ereignete sich, nachdem ein Paar, bestehend aus einer jungen Frau und einem deutlich älteren Mann, im Hotel eingecheckt hatte. Am Abend konsumierten die Gäste im Restaurant, bestellten eine Flasche Wein aufs Zimmer und nahmen ein weiteres Glas Wein vom Personal an, das diese aufgrund eines erfolgreich abgeschlossenen Events spendierte. Die Hoteliersfamilie berichtet, das Paar habe während des Abends mit ihnen geplaudert und die Wertschätzung für familiäre Betriebe betont. „Sie saßen am Nachbartisch, plauderten mit uns und erzählten, wie sehr sie familiäre Betriebe schätzen – dass sie dort die Chefs noch persönlich kennenlernen können“, zitiert der Betrieb in einem Instagram-Post.

Am folgenden Morgen hätten die Gäste noch gefrühstückt und eine Flasche Sekt bestellt, bevor sie sich unbemerkt davonschlichen. Die Hotelmitarbeiter fanden ein verwüstetes Zimmer vor. Die Familie zählte die Schäden auf: zerbrochene Gläser, fehlende Bademäntel, verstreutes Konfetti und Luftballons sowie Rauchgeruch im Zimmer. Die Folge sei eine notwendige Sonderreinigung.

Finanzieller Schaden und „pure Respektlosigkeit“

Der Vorfall hat für den Familienbetrieb nicht nur finanzielle, sondern auch persönliche Konsequenzen. In dem Instagram-Post äußerte die Hoteliersfamilie ihre Enttäuschung: „Für uns als Familienbetrieb bedeutet das nicht nur einen finanziellen Schaden, sondern vor allem eine respektlose Haltung, die uns traurig macht.“

Die Familie betont in dem Post, sie möchten ihren Gästen stets das Gefühl geben, nach Hause zu kommen. „Viele von ihnen zählen für uns längst zur Familie – und genau das macht unsere Arbeit so besonders“, heißt es weiter. Der Vorfall habe das Vertrauen in die Menschen erschüttert. Unter dem Post haben sich geteilte Meinungen formiert. Der Post erhält fast 60.000 Likes.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.