Ritter von Kempski Group übernimmt Fachklinik Dr. von Weckbecker

| Hotellerie Hotellerie

Die Ritter von Kempski Group hat die Malteser-Klinik Dr. von Weckbecker in Bad Brückenau vollständig übernommen. Der Eigentumswechsel der im nordbayerischen Teil der Rhön ansässigen Fachklinik für Naturheilverfahren erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2026. Am 24. Februar 2026 wurde der Übergang im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell vollzogen. Das traditionsreiche Haus scheidet damit aus dem Verbund der Malteser aus und gibt den Status der Gemeinnützigkeit auf.

Investitionen im siebenstelligen Bereich geplant

Hinter der Übernahme steht der Mediziner und Betriebswirt Dr. med. Clemens Ritter von Kempski, der künftig als Hauptgeschäftsführer der Klinik fungiert. Die Unternehmensgruppe plant umfassende Maßnahmen, um den Standort weiterzuentwickeln. Die Gesamtsumme für den Erwerb der Gesellschafteranteile sowie für anstehende Investitionen bewegt sich laut Unternehmensangaben im siebenstelligen Bereich. Die Mittel sollen in die medizinische Angebotswelt, die organisatorischen Prozesse, die Infrastruktur sowie in die Informationstechnik fließen.

Für die Ritter von Kempski Group stellt der Zukauf eine Erweiterung des Gesundheitsbereiches dar. Die Gruppe betreibt bereits die Univita Kurklinik im Sauerland. Dr. med. Clemens Ritter von Kempski erklärt zur Übernahme: „Wir sehen in der Klinik ein tolles Team mit einem außerordentlichen naturheilkundlichen Angebot, das die Malteser sehr sensibel in den letzten 27 Jahren entwickelt und geprägt haben“.

Neuausrichtung zwischen Tradition und Prävention

Die seit über siebzig Jahren bestehende Klinik wurde von Dr. Erich von Weckbecker gegründet und gilt als spezialisierte Einrichtung für Heilfasten. Trotz des Eigentümerwechsels soll das bestehende Vier-Säulen-Konzept die Grundlage der medizinischen Arbeit bleiben. Dieses umfasst das therapeutische Fasten, naturheilkundliche Anwendungen, Bewegung und Entspannung sowie die spirituelle Begleitung.

Die strategische Ausrichtung sieht vor, künftig verstärkt Programme zur Gesunderhaltung und Prävention zu etablieren. Dabei setzt die Klinikleitung auf eine Kombination aus Diagnostik und therapeutischen Ansätzen. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Klinik Dr. von Weckbecker in eine neue Zukunft zu führen. Wir werden den einzigartigen Pioniergeist von Dr. Erich von Weckbecker bewahren und konsequent mit innovativen Konzepten für Longevity und Mental Health weiterdenken. Unser langfristiges Ziel ist es, Medizin und Hospitality auf sich ergänzendem Niveau miteinander zu vereinen“, so Dr. med. Clemens Ritter von Kempski.

Kontinuität für den Klinikbetrieb

Für die Patienten und Stammgäste der Einrichtung sollen die Veränderungen zunächst kaum spürbar sein. Die Verantwortlichen betonen, dass die Weiterentwicklung des Portfolios eine sorgfältige Vorbereitung erfordert. Die Klinik Dr. von Weckbecker bleibt somit als ärztlich geführte Einrichtung erhalten, während sie organisatorisch in die Strukturen der im Südharz ansässigen Ritter von Kempski Group eingegliedert wird. Mit dem Erwerb von 100 Prozent der Anteile festigt die Gruppe ihre Position im Bereich der integrativen Medizin in Deutschland.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Darknet werden nach Angaben der Lindner Hotels AG Daten angeboten, die mutmaßlich aus dem Cyberangriff vom 8. Juni 2026 stammen. Überprüfte Beispieldaten enthalten tatsächlich Daten aus den betroffenen Beständen; der genaue Umfang der Datenentwendung werde weiter untersucht.

Wenn die nächste Generation übernehmen soll, bringt das in familiengeführten Häusern immer auch Herausforderungen mit sich. Als Hotelier in dritter Generation kennt Thomas Walther vom Hotel Walther und Hotel Steinbock diese nur zu gut – und berichtet Oliver Meyer im HotelPartner-Podcast, wie der Generationenwechsel erfolgreich ablaufen kann und welche Rolle das Thema Führung dabei spielt.

Die MHP Hotel AG hat ein Rückkaufangebot für bis zu 4.403.530 Aktien zu je 1,35 Euro beschlossen. Die Annahmefrist läuft vom 13. Oktober bis zum 2. November 2026; die erworbenen Aktien sollen überwiegend eingezogen werden.

Leonardo Hotels Central Europe hat das neu positionierte Leonardo Hannover Medical Park offiziell eröffnet. Aus zwei zuvor getrennt betriebenen Hotels ist ein gemeinsames Haus mit 208 Zimmern entstanden. Zum Konzept gehört auch eine Kooperation mit Tui Blue.

Der deutsche Hotel-Investmentmarkt verzeichnet nach drei Quartalen 2026 mehr Transaktionen, obwohl das Investmentvolumen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Vor allem kleinere Transaktionen prägen das Marktgeschehen.

Die Hotelbuchung beendet die Reiseplanung häufig nicht. Eine Untersuchung von McKinsey und Skift unter 1.015 US-Reisenden zeigt, dass viele Befragte anschließend weiter recherchieren, Preise beobachten oder alternative Angebote prüfen.

Das Mercure City in der Kölner Friesenstraße hat seinen Betrieb eingestellt. Der Kölner Stadt-Anzeiger nennt technische Mängel und hohe notwendige Investitionen in den Brandschutz als Gründe. Das Pullman-Hotel an der Helenenstraße soll Anfang Dezember 2026 vorerst schließen.

Nach ungewöhnlich vielen gemeldeten Fällen in Mecklenburg-Vorpommern warnt die NRW-Datenschutzbeauftragte vor Betrugsversuchen mit erbeuteten Buchungsdaten. Kriminelle verschicken Nachrichten, die vermeintlich von Unterkünften stammen, und fordern etwa zur Verifizierung von Kreditkartendaten auf.

Kriminelle erbeuten Buchungsdaten und versuchen damit, Urlauber um Geld zu bringen. Nordrhein-Westfalens Datenschutzbeauftragte warnt vor täuschend echten Nachrichten vermeintlicher Unterkünfte.

Novum Hospitality hat gemeinsam mit IHG Hotels & Resorts und HD Hotels vier Hotelprojekte in Dortmund vereinbart. Drei bestehende Häuser und ein Neubau sollen 2027 unter den Marken Garner und Holiday Inn – the niu betrieben werden.