Rostocker Radisson Blu will Scanhotel werde: Eine Ära könnte im Streit enden

| Hotellerie Hotellerie

Mitten in der Hochsaison sorgt eine überraschende Nachricht für Aufsehen in der Rostocker Hotelbranche:Das bekannte Radisson Blu Hotel in der Innenstadt, seit 20 Jahren eine feste Größe der Hansestadt, will sich anscheinend von der Marke trennen.  Wie am Donnerstag zu beobachten war, wurde der Radisson-Schriftzug bereits vom Gebäude entfernt.

Hinter diesem Schritt steht der Eigentümer Friedemann Kunz, der die Gründe für die Trennung in dem Wunsch nach mehr Individualität sieht. Finanzielle Engpässe seien nicht ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen, die einer längeren Vorbereitungszeit vorausging. Zukünftig sollen das Hotel am Kröpeliner Tor sowie ein weiteres Objekt am Stadthafen unter dem neuen Namen "Scanhotels" firmieren. Der offizielle Neustart ist für den 16. Juli geplant.

Allerdings scheint die Trennung nicht ohne Komplikationen zu verlaufen. Berichten zufolge erkennt die Radisson Hotel Group die Kündigung der Verträge durch Friedemann Kunz nicht an und bereitet eine Klage vor. Das Radisson Blu Hotel ist mit 251 Zimmern das größte Hotel in Rostock.

Diese Entwicklung markiert einen bedeutenden Wandel in der Rostocker Hotellandschaft. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation zwischen dem Hotelier Kunz und der Radisson Hotel Group entwickeln wird und welchen Einfluss die Umbenennung auf die Häuser der neuen "Scanhotels"-Marke haben wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.