Ruby eröffnet erstes Hotel in der Schweiz

| Hotellerie Hotellerie

„Stars are born, not made“ heißt es seit dem 18. Oktober in der Ruby Mimi in Zürich. Es ist das erste Hotel der Münchner Ruby Gruppe rund um Gründer und CEO Michael Struck, das in der Schweiz eröffnet. Die 208 Zimmer verteilen sich auf sieben Etagen des denkmalgeschützten Art Deco Hauses.

Wo vor über 100 Jahren eines der ersten Lichtspieltheater in Zürich das Publikum begeisterte, nimmt das neue Hotel die Gäste mit auf eine Reise zurück in die goldene Ära Hollywoods der 1910er und 1920er Jahre. Bereits beim Betreten zeigt sich die außergewöhnliche Architektur des Gebäudes. Mittelpunkt ist die Mimi-Bar mit beindruckenden Deckenhöhen. Luxuriöse Materialien und handverlesene Antiquitäten stehen im Dialog mit modernen Stilelementen, an der Wand steht augenzwinkernd in übergroßer Neonleuchtschrift „Stars are born, not made“.

Ein weiteres Highlight ist der hoteleigene Kinosaal – eine Reminiszenz an die Historie des Gebäudes. Gemütliche Sessel, rote Samtvorhänge, und eine Popcornmaschine sorgen für Kino-Feeling wie in alten Hollywoodtagen. Im Hotelgebäude selbst steckt viel Stadtgeschichte. 1913 erbaut, beherbergte das Haus Du Pont über 100 Jahre lang ein Lichtspieltheater: Zuerst das ‚Orient‘, welches später dann umbenannt wurde in ABC Kino. 2014 fiel dort die die letzte Klappe. 

„Gerade der Schweizer Markt, insbesondere Zürich bietet großes Potential für unsere Lean Luxury Philosophie – ein luxuriöses Übernachtungserlebnis, zu einem bezahlbaren Preis in einer 1a Lage“, erläutert Daniella Boeken, Group Vice President Commercial bei Ruby.

Markus Juan Perez Lieb, der bereits für einige Hoteleröffnungen im In- und Ausland zuständig war, führt das Hotel: „Bereits als Teenager war ich oft im damaligen ABC Kino. Nie hätte ich gedacht, dass ich dieses Gebäude einmal als Hotelmanager übernehmen würde. Es ist das bislang schönste Projekt in meiner beruflichen Laufbahn, und das auch noch in meiner Heimatstadt Zürich.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.