"Scheißegal": Olaf Kerssen kritisiert Bundesregierung

| Hotellerie Hotellerie

Olaf Kerssen führt nicht nur das Ringhotel Teutoburger Wald, er ist auch zugleich der Bruder von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die in dem Familienbetrieb einst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte. In der Wirtschaftswoche kritisierte der Hotelier nun massiv die Politik der Bundesregierung: Sie retten die Banken, sie retten die Versicherungen, sie retten die Autoindustrie. Der Tourismus sei ihnen jedoch scheißegal, so Kerssen.

Seine Schwester halte er zu großen Teilen da raus, da er sie damit diskreditiere, wie Kerssen der Wirtschaftswoche erklärte. Auf der anderen Seite habe er aber auch ein persönliches Interesse zu vertreten und müsse sich um seine Mitarbeiter kümmern.

Auch Kerrsen hatte laut eigenen Angaben Soforthilfe erhalten. Die 25.000 Euro seien jedoch schon lange verbraucht. Dem gegenüber stehe ein Schaden von rund einer halben Million Euro. Ein Schaden, der von Amts wegen erfolgt sei, so der Hotelier. Das Hilfspaket der Regierung helfe dabei wenig. Vor allem die befristete Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen mache keinen Sinn, so der Hotelier. Stattdessen solle die Absenkung mindestens für zehn Jahre gelten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Grand Metropolitan Hotels will das gemeinsame Joint Venture mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) beenden. Gleichzeitig berichten Medien über weitreichende Maßnahmen eines Amsterdamer Gerichts im laufenden Streit zwischen beiden Gesellschaftern.

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Eine professionell gestaltete E-Mail zu einem angeblichen Bettwanzenbefall hat in einem Hotelunternehmen zunächst einen glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Erst ein nicht existierendes Zimmer entlarvte den Vorgang als Phishing-Versuch.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.